Kompaktkamera

Sony Cybershot DSC-WX200 im Test

2.4.2013 von Reinhard Merz und Erich Baier

Die Sony Cybershot DSC-WX200 ist die "große Schwester" der WX80: Für 60 Euro Mehrpreis gibt es ein 10-fach Zoom und ein Alugehäuse.

ca. 2:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Sony Cybershot DSC-WX200 im Test
  2. Datenblatt
Test Sony Cybershot DSC-WX200
Test Sony Cybershot DSC-WX200
© Sony

Pro

  • klein und leicht
  • gute Monitorauflösung
  • gute Bildqualität

Contra

  • hoher Preis

Bei praktisch identischen Maßen und Gewicht wie die Sony DSC-WX80 (weniger als 125 Gramm schwer und nur 93 x 53 x 23 mm klein) ist auch die Sony Cybershot DSC-WX200 zum ständigen Begleiter prädestiniert, den man immer in der Tasche hat und für die Aufnahme einfach zwischen zwei Finger klemmt. Auch Bedienelemente und Einstellung sind mit der WX80 vergleichbar: Tasten, Einstellrad, Schiebeschalter und ein Menü, das übersichtlich ist, aber jedes Mal neu durchlaufen werden muss, weil es sich die aktuelle Position nicht merkt.

Leistungsstarkes Zoom

Auch die Größe des Display ist bei der Sony Cybershot DSC-WX200 mit 2,7 Zoll identisch zur kleinen Schwester. Die Auflösung des Monitors ist mit 153.600 RGB-Pixeln allerdings doppelt so hoch, was sich bei feinen Motiven auch durchaus bemerkbar macht. Manche Symbole und Schriften sind allerdings auch hier relativ schwer zu erkennen. Der Brennweitenbereich der WX200 von 25-250 mm (KB) ist üppig und reicht um 50 Millimeter weiter in den Telebereich als bei der WX80. Trotzdem ist die Lichtstärke im Tele mit 5,9 besser. Makroaufnahmen sind mit dem Carl Zeiss Vario Tessar ab 5 cm Abstand möglich.

Sony Cybershot DSC-WX200
© Sony

Natürlich ist die Sony DSC-WX200 eine Kamera für Einsteiger und für alle, die es lieber einfach mögen. Neben der mitdenkenden Vollautomatik gibt es 15 Voreinstellungen für typische Belichtungssituationen. Manuelle Einstellmöglichkeiten sucht man vergebens. Dafür kann man Fotos, Filmen und Panoramabildern sofort diverse Effekte hinzufügen, die sonst die Bildbearbeitung erledigt. Dazu gehören Aquarell-, Illustrations-, Spielzeugkamera-, Teilfarbfilter-Effekte. Nette Spielerei, nicht mehr und nicht weniger.

Kaufberatung Kompaktkameras: So finden Sie die richtige Digitalkamera

Ferngesteuert via WLAN

Das integrierte WLAN ist nicht nur dazu gedacht, Fotos in Onlinedienste zu posten - damit kann die Sony Cybershot DSC-WX200 auch von Android- und iOS-Geräten via App ferngesteuert werden. So kann man Aufnahmen starten, den Blitz kontrollieren oder die Brennweite des Objektivs verändern. Das Sucherbild erscheint dann 1:1 auf dem Display des Smartphones oder Tablets, angesichts des kleinen eingebauten Displays eine feine Sache.

Der Sensor der WX200 löst 18 Megapixel auf (die WX80 bringt es hier "nur" auf 16 Megapixel), die Unterschiede sind in der Praxis aber kaum auszumachen. Das dürfte vor allem daran liegen, dass bei beiden Kameras der Prozessor einen guten Kompromiss zwischen Schärfe, Rauschen und Detailtreue hinbekommt. 1.602 LP/BH beträgt die Auflösung bei ISO100 und Weitwinkel in der Bildmitte, der Randabfall liegt bei rund 350 LP/BH. Bei ISO400 beträgt der Rückgang weniger als 100 LP/BH gegenüber ISO100, auch das tendenziell gut. Das Rauschen ist selbst bei ISO 800 noch akzeptabel, allerdings wirken die Bilder dann deutlich weichgespült, so dass man besser auf eine geringere Empfindlichkeit zurückgreift. Insgesamt aber eine sehr anständige Abbildungsleistung.

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Testfazit

Die Sony Cybershot DSC-WX200 ist eine vernünftige Kamera für die Hemden- oder Blusentasche. Die Mehrausstattung gegenüber der Sony Cybershot DSC-WX80 (51,5 Punkte im Test) rechtfertigt aber keinen Aufpreis von 60 Euro, daher ist die WX80 die bessere Wahl.

Sony Cybershot DSC-WX200

Sony Cybershot DSC-WX200
Hersteller Sony
Preis 240.00 €
Wertung 53.5 Punkte
Testverfahren 1.6

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