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Sonos Beam im Test: So smart, so gut

Mit der Beam erweitert Sonos sein Multiroom-Portfolio um ein zweites, kompakteres Soundbar-Modell. Doch unser Test zeigt: In der kleinen smarten Box steckt neben Amazons Sprachassistentin noch weitaus mehr, als man auf den ersten Blick vermuten dürfte ...

Sonos Beam im Test

© Sonos / Montage video

Sonos Beam: Wir haben die Soundbar im Test auf Herz und Nieren geprüft.

EUR 445,00

Pro

  • weite Soundkulisse
  • gute Spracherkennung
  • Design
  • smarte Features

Contra

  • kein Bluetooth
  • App ist Pflicht zur Inbetriebnahme

Fazit

video Testurteil: gut; Preis/Leistung: überragend; video: Kauftipp
74,0%

Die neue Sonos Beam reiht sich als Soundbar ins Sonos-System ein. Wer möchte, kann seit geraumer Zeit sein komplettes Zuhause mit Sonos-Speakern ausstatten und sämtliche Räume miteinander vernetzen. Das Handy oder Tablet zur Hand, Spotify an, los geht’s. Die Steuerung erfolgt intuitiv. Als eines der ersten und bis heute erfolgreichsten Unternehmen setzen die Kalifornier nach wie vor auf WLAN-basierte Lautsprecher-Modelle. Während sich die Anfänge auf Musik-Streaming beschränkten, startete Sonos in den vergangenen Jahren mit der Markteinführung der Playbar, Playbase und zugehörigem Subwoofer auch im Bereich Heimkino durch. 

Amazons Sprachassistentin Alexa integrierte man 2017 erstmals in den „One“, den minimal überarbeiteten Play:1. Googles Assistant soll noch dieses Jahr folgen. Nach dem jüngsten Software-Update steht außerdem Apple Airplay 2 zur Verfügung.

Smarte TV-Bar

Was genau verspricht sich Sonos also von der Einführung einer zweiten Soundbar? Im Rahmen eines umfangreichen Tests haben wir diese Frage für Sie, liebe Leser, geklärt. Eine für alle(s): für TV- und Heimkino-Sound, für Musik-Wiedergabe, für das Wohn- oder Schlafzimmer, für Sonos-Einsteiger- oder Fortgeschrittene. „Die Beam wurde designt, um in deinem Zuhause alles miteinander zu verbinden“, heißt es im offiziellen Intro Clip.

Der erste optische und haptische Eindruck fällt sehr gut aus. Die gerade einmal 2,8 Kilogramm leichte Kompaktbar mit nur 65 Zentimetern Länge (und knapp 7 Zentimeter Höhe) wird wahlweise in schwarz oder weiß ausgeliefert und besitzt eine matte, hochwertig wirkende Oberfläche sowie farblich passende Ummantelung aus akustischem Gewebestoff. Wer möchte, kann die Beam auch hängend platzieren. Eine enstprechende Halterung muss zusätzlich erworben werden. 


Sonos Beam im Test

© Sonos

We are family!

Aufgrund der Treiber-Anordnung ist von einer Platzierung im Regal abzuraten, da zwei der insgesamt vier Vollbereichs-Lautsprecher an den Enden der Bar angebracht sind und für ein möglichst räumliches Klangerlebnis zu den Seiten hin abstrahlen. Die anderen beiden sind nach vorne ausgerichtet. Insgesamt setzt Sonos hier auf eine Drei-Kanal-Konstruktion mit eigenem Center. 

Ein mittig platzierter Hochtöner soll für klare Sprachwiedergabe sorgen. Jeder einzelne Treiber wird von einem eigenen Class-D-Verstärker angesteuert, drei passive Strahler wollen die Bassperformance noch unterstützen. Zur Einrichtung bedarf es zwangsläufig der Verwendung der zugehörigen Sonos-App. Ansonsten bleibt die Bar auch bei Zuspiel via HDMI zunächst stumm. 

In wenigen Schritten wird man durch die Inbetriebnahme geleitet, im Rahmen derer man auch bereits vorhandene Sonos-Boxen als Surround-Lautsprecher einrichten kann. Die Verbindung via WLAN (nur 2.4 GHz) oder LAN ist ebenfalls Pflicht. Apple-User sollten im Anschluss der Ersteinrichtung von der Trueplay Einmess-Automatik Gebrauch machen, die wie auch bei den bisherigen Sonos-Geräten sehr gut funktioniert.

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Hurra – HDMI ist da

Dass die Beam zur Unterstützung des Fernsehtons konzipiert wurde, ist schon im Laufe des Einrichtungsprozessses zu erkennen. Ja, erstmals setzen die Amerikaner auf die Verbindung via HDMI. Nun lässt sich diese dank ARC und CEC – alternativ zur manuellen, sprach- oder appbasierten Bedienung – auch mittels TV-Geber steuern. Sämtliche Zuspieler wie UHD-Player oder Konsolen werden direkt am TV angeschlossen. 

Für die Koppelung mit älteren TVs, die womöglich noch keine HDMI-Buchse an Bord haben, liegt im Lieferumfang ein HDMI-Toslink Adapter bei. Praktisch! Dann entfallen zwar die zuvor erwähnten Vorzüge dank HDMI, aber der TV-Ton kann über die optische Digitalverbindung an die Beam weitergegeben werden. Dann muss in jedem Fall die Tonausgabe am Player oder Fernseher auf „PCM“ umgestellt werden, da die Beam – wie für Sonos Speaker üblich – nur Dolby Signale verarbeiten kann.

Sonos Beam im Test - Anschlüsse

© Josef Bleier

Endlich: Erstmals stattet Sonos ein Audio-Produkt mit der beliebten und seit Jahren bewährten HDMI-Schnittstelle aus. ARC/CEC erleichtert die Installation und Bedienung ungemein. Auch um den Fernseher und Dienste wie Fire TV per Sprache mitsteuern zu können, ist die HDMI-Connection Pflicht.

Alexa, schalte TV ein

Wirklich praktisch ist die direkt integrierte Sprachsteuerung mit Amazons Alexa. Neben den obligatorischen Aktionen kann Alexa hier – dank HDMI ARC/CEC – sogar den Fernseher mit bedienen – so die Theorie. Im Praxistest mit aktuellen Geräten der Marken LG, Loewe und Panasonic klappt das leider noch nicht reibungslos.

Lesetipp: Top 10 - die besten Soundbars im Test

Alexa antwortet zwar mit „Ok“, doch der TV will nicht folgen. In der Alexa-App wird er aber als Gerät mit dem Namen „TV“ aufgeführt. Dank effektiver Geräuschunterdrückung und Technologie zur exakten Positionsbestimmung von Audioquellen funktioniert die Spracherkennung sonst aber auch bei relativ hoher Lautstärke noch sehr zuverlässig. Zusatzaktionen wie Umschalten oder das Aufrufen entsprechender Apps klappen derzeit an Fernsehern mit bereits installierter Alexa-App (im Test: Loewe). 

Hat man einen Fire TV Stick am TV angeschlossen, entfällt außerdem das eventuelle Suchen nach der Fernbedienung, denn mit „Alexa, starte ... auf Fire TV Stick“ beginnt der Film. Ein paar (lange) Sekunden Bedenkzeit muss man Alexa aber zugestehen.

Sonos Beam im Test - Tasten

© Josef Bleier

An der Bar selbst stehen vier Bedienelemente bereit: Play/Pause, lauter/ leiser sowie die (De-)Aktivierung der insgesamt fünf eingebauten Fernfeld-Mikrofone zur Sprachsteuerung.

Überraschungspaket

Klanglich kommt die kleine Beam ganz groß raus. Ob Aussagen wie „Da spielt doch ein Subwoofer mit“ oder „Das kann doch nicht aus der kleinen Soundbar kommen“, – die während des Testverfahrens zwischenzeitlich vorbeikommenden Kollegen staunten nicht schlecht. Angesichts des kräftigen Klangs inklusive dem für die Abmessungen starken Bassfundament sind die Reaktionen völlig gerechtfertigt. Die Bar macht ihrem Namen alle Ehre und beamt uns ins Geschehen. Dabei können wir den Pegel auch ordentlich aufdrehen. Beim Abspielen von Musik fallen tonale Schwächen auf wie etwa eine im Brusttonbereich etwas dünne Stimmwiedergabe. Das meistert die Playbar um einiges besser.

[Testsiegel] video Magazin Kauftipp

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin Kauftipp

Fazit

Mit der Beam hat Sonos ein tolles All-in-One Gerät für das vernetzte Zuhause entwickelt. Ob als klangstarke Unterstützung für den TV-Sound, platz- und budgetsparende Playbar-Alternative für Kinoabende oder klassischer WLAN-Speaker, die Beam ist nicht nur optisch eine gute Partie. Getoppt wird das preislich attraktive Gesamtpaket mit Amazons Sprachsteuerung. Bleibt nur noch zu klären, ob sich Alexa und Google auf so engem Raum dann auch verstehen...

[Testsiegel] video Magazin Testurteil gut

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: gut

Sonos Beam: Maße, Preis und Daten

  • Maße: 65,1 x 10 x 6,9 cm
  • Gewicht: 2,8 kg
  • Preis: 450 Euro (UVP)
  • Anschlüsse: HDMI (ARC), Ethernet, optischer Audioadapter
  • Konnektivität: WLAN 802.11 b/g/n, AirPlay
  • Besonderheiten: Alexa-Sprachsteuerung integriert,  Einmessung Truplay für iOS, Google Assistant soll kommen
  • Lieferumfang: Sonos Beam, Stromkabel, HDMI-Kabel, optischer Audioadapter, Kurzanleitung
[Testsiegel] video Magazin Preis/Leistung überragend

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin - Preis/Leistung: überragend

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