Testbericht

Sigma DP1

13.11.2008 von Redaktion pcmagazin

Sie ist die erste Kompaktkamera mit großem rauscharmen SLR-Sensor und kostet als 28-mm-Festbrennweite nach mehreren Monaten noch immer 680 Euro. In Anlehnung an Spiegelreflex-Systeme verzichtet Sigma auf Motivprogramme und sieht stattdessen diverse manuelle Einstellmöglichkeiten vor. Über den Zubehörschuh lässt sich ein optischer Sucher anbringen. Die 5-Megapixel-Auflösung (2640 x 1760 Pixel) mag veraltet erscheinen. Doch der Foveon-Vollfarbensensor, erfasst dank Dreischichtprinzip an jedem Bildpunkt die volle Farbinformationen zu Rot, Grün und Blau. Dies führt zu einer wesentlich besseren Bildqualität, als dies ein konventioneller 5-Megapixel-CCD liefern könnte, wie die Messwerte zeigen: So beträgt die Auflösung 1052 LP/BH bei ISO 100 wie ISO 400. Zudem hält die Sigma diese Auflösung dank des guten Objektivs auch bis in die Bildecken. Damit liegt sie im Vergleich auf 9- bis 10-Megapixel-Niveau. Ein weiterer Pluspunkt ist das geringe Rauschen, das mit 0,6 und 1,3 VN die Kompaktkamerakonkurrenz distanziert und erwartungsgemäß SLR-Niveau erreicht - allerdings nur im RAW-Format. Die JPEG-Bilder fallen demgegenüber deutlich ab. Da die RAW-Dateien aber teils über 17 MB in Anspruch nehmen, braucht die DP1 entsprechend lang, um sie zu verarbeiten. Ebenfalls zu langsam arbeitet der Autofokus - doch kommt nächstes Jahr die DP2 mit schnellerem Prozessor und 41mm-Optik (KB-Wert). Vielleicht gehören die Tempo-Probleme ja dann der Vergangenheit an.

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Auflösungsdiagramm Sigma DP1
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