Hochwertiges Headset

Shure Aonic 40 Headset im Test

26.8.2022 von Oliver Ketterer

Der Aonic 40 ist ein Kopfhörer mit Telefoniefunktion. Skype und Videocalls sind also möglich. Lesen Sie, wie das Headset im Test abgeschnitten hat.

ca. 2:15 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Shure Aonic 40
Der Aonic 40 von Shure kommt in einem stabilen Case, das das Headset auf Reisen schützt.
© Oliver Ketterer
EUR 232,99
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Pro

  • Dämpfung
  • ANC
  • App
  • Equalizer

Contra

  • Klang in Grundeinstellung

Fazit

Der Aonic 40 von Shure bietet relativ viel für den aufgerufenen Preis. ANC, Transparenz, eine gute App mit Equalizer und sogar einen passiven Modus. Hätte dieses Headset zudem noch Touch-Bedienung, dann wäre der Preis knapp 400 Euro. So bekommt man für rund 200 Euro ein sehr gutes Produkt.

Beim Aonic 40 von Shure handelt es sich um Over-Ear-Kopfhörer, der aufgrund seiner Telefoniefunktion auch sehr gerne als digitaler Bürogehilfen eingesetzt werden kann, um Videokonferenzen beizuwohnen oder Telefonate auf dem Handy anzunehmen.

Die Over-Ear-Kopfhörer Aonic 40 vom amerikanischen Hersteller Shure gibt es in den Farben Schwerz und Weiß. Wir hatten das Vergnügen, die helle Version im Audio-Testlabor genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Headset kommt in einem stabilen Case, das für die eingeklappen Ohrhörer und Kabel gerade genug Platz bietet. Neben dem USB-C-Kabel, das für das Aufladen des Akkus notwendig ist, liegt noch ein Klinkenkabel bei, das zum Einsatz kommt, wenn der Akku leer ist. Dass der Aonic 40 auch passiv betrieben werden kann, ist schon ein Vorteil.

Shure Aonic 40
Der Aonic 40 mutet mit dem geschwungenen Bügel sehr elegant an.
© Oliver Ketterer

Bedienung und Tragekomfort sind gelungen

Nach dem ersten Einschalten soll sich der Kopfhörer automatisch in den Bluetooth-Pairing-Modus schalten. Das hat bei uns nicht geklappt. Ein kurzer Blick in den Schnellstart-Guide verrät uns, dass der BT-Modus auch durch 5-Sekunden-Drücken der On-Taste aktiviert werden kann. Läuft. Nach dem Koppeln wird der Ladestand sofort angezeigt - mit 94 Prozent sogar sehr präzise. Prüfen können wir das freilich nicht. Der Shure Aonic 40 mit seinen weichen Polstern und dem Kunstlederbezug sitzt sehr bequem und nicht zu locker. Das erlaubt eine Einstellung des Bügels ohne merklichen Druck auf den Oberkopf. Wer möchte kann den Bügel des Aonic 40 auch komplett über den Haaren schweben lassen - sofern die eigenen Haare sprichwörtlich nicht zu Berge stehen. Kleiner Kritikpunkt: bei den heißen Sommertemperaturen kann es schon mal dazu kommen, dass die verschwitzte Haut sich ans Kunstleder “klebt”. Die Druckknöpfe sind sehr schnell in ihrer Funktion erfasst und ermöglichen eine sehr präzise Bedienung des Aonic 40. Auf Touch-Funktionen muss man verzichten, dafür gibt es aber einen Sprachassistenten und die App, die ANC- und Hear-Through-Funktions-Einstellungen zur Verfügung stellt.

Shure Aonic 40
Der Shure Aonic 40 wird über Knöpfe am Ohrhörer bedient, die sehr gut zu ertasten sind.
© Oliver Ketterer

Audiomessungen und Klangteppich

Die App ShurePlus Play von Shure erlaubt ANC in drei Stufen einzustellen. Bei der Transparenz geht es stufenlos zur Sache. Ferner informiert die App über den Ladezustand und den Bluetooth-Codec, der gerade zum Einsatz kommt. Wer mit den Grundeinstellungen des Sounds nicht zufrieden ist, sollte einen Blick auf den ausgeklügelten Equalizer werfen. Es gibt mehrere Presets und einen manuellen 4-Band-Equalizer mit zwei Peak- und zwei Shelving-Bändern, die entweder grafisch und stufenlos eingestellt werden können oder in festen Schritten. Wer seine bevorzugte Musikrichtung optimal abgestimmt hat, kann selbstverständlich sein eigenes Preset abspeichern und findet es dann sogleich in der Vorauswahlliste. Genau so soll das sein.

Im praktischen Hörtest können wir dem Aonic subjektiv eine - schon Bauartbedingt - eine sehr gute Dämpfung bescheinigen, die mit aktivem ANC bis hinunter auf recht tiefe Frequenzen sehr gut funktioniert. Die Transparenz, oder auch Hear-Through genannt, klingt recht natürlich und gibt uns keinen Anlass zu meckern. Im Klangtest fällt eine hohe Aussteuerreserve von 113 dB mit ANC und 118 dB ohne den digitalen Geräuschkiller auf. Allerdings wurde auch bemängelt, dass der Oberbass etwas boomig sei, die Mitten verfärbt und rau und es insgesamt an Seidigkeit und Samtheit fehle.

PCM-Check-sehr-gut-August-2022
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

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