Soundbar

Sharp HT-SBW202 im Test: Soundbar mit Subwoofer für 170 Euro

10.2.2022 von Matthias Metzler

Wer mit dem Klang seines TVs unzufrieden ist, greift zur Soundbar. Dass es Qualität schon zum kleinen Preis gibt, beweist das Audio-System Sharp HT-SBW202.

ca. 2:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
SHARP Soundbar HT-SBW202
© Sharp

Pro

  • preisgerechter Klang
  • Fernbedienung
  • Soundbar-Verarbeitung
  • kabelloser Subwoofer

Contra

  • Keine Mehrkanaltonformate wie Dolby Atmos
  • Subwoofer schwächelt etwas

Fazit

Budgetfreundliche Stereo-Soundbar mit kabellos verbundenem Subwoofer.

Nicht immer ist die volle Surround-Dröhnung für das eigene Heimkino gewünscht. Gerade in einer kleineren Wohnung oder im Altbau ist ein angepasster Sound von Vorteil. Einen besseren Klang mit guter Sprachverständlichkeit wünschen sich dennoch viele, gerade wenn der Fernseher beim Ton schwächelt oder wenn man einfach nur Musik hören möchte.

Genau hier setzt Sharp mit dem HT-SBW202 an: Das Audio-System besteht aus einer Soundbar, die 920 x 64 x 86 mm misst. Aus der vieleckigen Verpackung entnehmen wir zudem einen Subwoofer mit 230 x 200 x 293 mm, sowie eine kleine Fernbedienung. Mit diesen Abmessungen empfiehlt sich die Soundbar für Fernseher mit mindestens 40 Zoll, also einer Bilddiagonalen über 100 cm. Auch eine Wandmontage der Soundbar ist möglich.

Sharp HT-SBW202 im Praxistest: Inbetriebnahme

Anmutung und Verarbeitung der Soundbar überzeugen auf Anhieb. Das gut 1,9 kg, mattschwarze Gehäuse besitzt ein Metallfrontgitter, hinter dem die Lautsprecher-Treiber versteckt sind. Demgegenüber fällt der Subwoofer aus Holz auf den ersten Blick etwas ab, aber unser Hörtest steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Bei beiden Komponenten handelt es sich um aktive Lautsprecher. Sie benötigen also jeweils einen Stromanschluss. Da der Subwoofer kabellos verbunden ist, muss man dort keine Lautsprecherkabel anschließen. Das macht die Inbetriebnahme kinderleicht.

In unserem Test mussten wir nicht einmal eine Pairing-Taste suchen oder drücken: Soundbar und Subwoofer verstanden sich sofort, waren also bereits gekoppelt. Für alle Fälle ist im Handbuch das manuelle Pairing noch einmal genau beschrieben. Auch schön: Da das Verbindungskabel entfällt, lässt sich der Subwoofer unauffällig im Raum platzieren.

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Die Soundbar selbst bringt mehrere Anschlussoptionen mit. An erster Stelle ist HDMI-ARC/CEC zu nennen. Das ermöglicht die Steuerung der Soundbar mit der TV-Fernbedienung. Wer einen älteren TV besitzt, kann alternativ auf einen digitalen optischen Eingang oder einen klassischen analogen Stereoanschluss ausweichen.

SHARP Soundbar HT-SBW202
Dank HDMI-ARC/CEC (Mitte) kann man die Soundbar auch mit der TV-Fernbedienung steuern.
© Sharp

Vielseitig: Nicht nur der TV dient als Zuspieler. Auch ein USB-Stick (max. 32 GByte) mit MP3-Musik kann als Quelle dienen. Praktikabler ist allerdings die Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone. Auch diese klappte im Test auf Anhieb, und wir konnten unsere Lieblingshits und Hörbücher über verschiedene Streaming-Anbieter direkt zur Soundbar schicken.

Natürlich muss man dabei immer im üblichen Bluetooth-Abstand zur Soundbar bleiben, sonst reißt die Verbindung ab. Für Technikinteressierte: Das Sharp-System unterstützt die Bluetooth-Profile A2DP und AVRCP.

Sharp HT-SBW202 im Praxistest: Bedienung und Klang

Eine mittig platzierte Anzeige hinter dem Lautsprechergitter zeigt die wichtigsten Informationen an. Über die mitgelieferte Fernbedienung wählt man eine der vorgegebenen Klangeinstellungen: EQ1 im Display steht für Musik, EQ2 für Filme und EQ3 für Sprache. Oder man legt bei CUST eine persönliche Bass- und Höheneinstellung fest.

Diese bieten jeweils sieben vorgegebene Raster, die sich beliebig kombinieren lassen. Nett: Über die Skip-Tasten auf der Fernbedienung konnten wir bequem die Tracks des gekoppelten Smartphones steuern. Hat man die Fernbedienung der HT-SBW202 verlegt, ist das kein Drama, denn dank seitlicher Tasten an der Soundbar kann man auch dort die wichtigsten Einstellungen vornehmen.

SHARP Soundbar HT-SBW202 Subwoofer
Der Treiber sitzt an der Rückseite des Subwoofers. Er ist mit 50 W (RMS) spezifiziert.
© Sharp

Die Übergangsfrequenz des Woofers ist nicht regelbar und geht von 35 bis 130 Hz. Dieser leistet sein Bestes, um die Soundbar wirkungsvoll zu unterstützen. Der „Bass-Hammer“ bleibt wie eingangs beschrieben außen vor - dafür ist der Subwoofer zu klein konstruiert.

Macht nichts, denn so klingt das ganze Set stets gefällig und unaufdringlich – und stellt trotzdem ein hörbares Klang-Update zu den schmächtigen Lautsprechern vieler moderner Fernseher dar. Auch das reine Musikhören macht Laune. Mit teuren Raumklang-Wundern kann das HT-SBW202 zwar nicht mithalten. Das sollte angesichts des moderaten Preises aber auch niemanden ernsthaft verwundern.

Sharp HT-SBW202 im Praxistest: Fazit

Klangtechnisch müssen wir dem Sharp HT-SBW202 ein Lob aussprechen: Für seine moderate Größe liefert das 2.1-Kanal-Audio-System eine erstaunlich gute Performance ab. Dank der einfachen Installation, der guten Verarbeitung und des ausgewogenen Klangbildes hat sich das Sharp HT-SBW202 unsere Preistipp-Empfehlung redlich verdient.

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