Testbericht

Sharp BD-HP90S

31.5.2011 von Andreas Frank

Sharp hat in Deutschland mit seinen Blu-ray-Playern bislang für wenig Aufsehen gesorgt. Das soll der BD-HP90S ändern. Der vielleicht schlankste Blu-ray-Player der Welt will mit weit mehr als seiner windschnittigen Figur für Überraschung sorgen.

ca. 1:05 Min
Testbericht
Sharp BD-HP90S
Der Sharp BD-HP90S
© Video Homevision

Gerade einmal 3,6 Zentimeter hoch ist der erste 3D-Blu-ray-Player von Sharp. Zur Schau stellen kann der BD-HP90S seine 1AFigur mit dem mitgelieferten Standfuß. Eine solch schlanke Linie hat auch Nachteile. Es steht weniger Platz zur Verfügung, daher musste etwa ein Audio-Digital-Analog-Wandler samt Ausgang draußen bleiben.

Das ist zu verkraften, da die meisten Nutzer Digitalton über HDMI oder S/PDIF verwenden. Es fehlen auch ein Front-Display sowie Tasten am Gerät, um die grundlegenden Laufwerksfunktionen zu steuern. Eine Audio-CD anzuhören, ohne den Fernseher einzuschalten, ist so nicht mehr möglich.

Startet man den Player, bemerkt man, wie sehr sein Bildschirmmenü dem des Pioneer-Spielers ähnelt. Der Grund: Pioneer und Sharp haben 2009 das gemeinsame Unternehmen PDDM (Pioneer Digital Design and Manufacturing) gegründet, das beide Hersteller mit Blu-ray-Playern versorgt. Aber auch andere Anbieter wie Kenwood bedienen sich dort.

Deshalb verwundert es nicht, dass wie beim Pioneer das Update für die DLNA- und YouTube-Unterstützung noch auf sich warten lässt. Derzeit greift das eingebaute WLAN-n-Modul für drahtlosen Internet-Zugang nur auf BD-Live-Inhalte oder auf etwaige Software-Updates zu.

Auch die Bildprozessoren scheinen beim Sharp- und Pioneer-Player die gleichen zu sein. Der Sharp überzeugt ebenfalls mit einem Bild, das keine Fehler offenbart, aber wohl keinen Preis für seine Schärfe, Brillanz und Plastizität bei 3D-Blu-rays erhalten wird. Auch könnte er etwas flotter durch die Menüs navigieren. Bei der Unterstützung von Multimedia-Inhalten auf USB-Speichern zeigt er sich etwas wählerisch und verschmäht etwa die beliebten MKV-Videos.

Fazit: Sharp präsentiert einen formschönen Player, der seine Hauptaufgaben durchweg ordentlich erfüllt.

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