HDD

Seagate Iron Wolf NAS 16 TB im Test

Mit 16 Terabyte Kapazität legt Seagate die Messlatte für 3,5-Zoll-Festplatten erneut ein Stück höher. Wie sich der Datenträger im Labor schlägt lesen Sie hier.

Seagate Iron Wolf NAS 16 TB im Test

© Josef Bleier

Seagate Iron Wolf NAS 16 TB im Test: Revolution muss warten

Pro

  • sehr gute Leistung
  • leise
  • geringe Wärmeentwicklung

Contra

Fazit

PC Magazin-Testurteil: sehr gut; Preis/Leistung: sehr gut
98,0%

Die hohe Kapazität der Iron Wolf von 16 Terabyte platziert diese HDD problemlos im Business-Umfeld. Vielen Systementscheidern ist ohnehin bewusst, dass es in der Produktion keinen Unterschied gibt zwischen „normalen“ Modellen und deren Pro-Brüdern. 

Ein zusätzlicher Stresstest und eine längere Garantiezeit loben die Premium-Kategorie aus. Man greift also gerne auch mal zum attraktiveren Preis. Technologisch liegt Seagate mit dieser CMR-HDD den eigenen Ansprüchen und Ankündigungen wenigstens um ein ganzes Jahr zurück. 

Eigentlich wollte man schon 2018 mit Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) in die Serienproduktion gegangen sein. Dabei wird jedem Schreibkopf ein Laser aufgesetzt, der einen besonders widerstandsfähigen Magneten auf 450 °C erhitzt, um die gewünschte Magnetfeldpolung zu erzeugen. 

Seagate Iron Wolf NAS 16 TB im Test: Benchmark

© Screenshot & Montage: PC Magazin

Mit HD Tune Pro messen wir die Transferleistung einer HDD über die gesamte Kapazität.

Das neue Magnetmaterial muss deshalb besonders unempfindlich sein, da herkömmliche Magnetpartikel in der notwendigen Winzigkeit bereits bei Umgebungstemperatur zu instabil sind. Die Erhitzung, Polung und Abkühlung eines Magneten erfolgt in weniger als einer Nanosekunde, so Mark Re, CTO bei Seagate. Es scheint aber, dass diese Technologie-Revolution, die uns Kapazitäten von bis 48 TByte bescheren sollte, noch auf sich warten lässt.

Mehr Transferrate mit mehr Plattern 

Die real verfügbare CMR-Technologie mit neun Magnetplatten (Plattern) und 18 Lese-Schreibköpfen ermöglicht Leseraten bis zu 276 MByte/s und im Durchschnitt noch hervorragende 210 MByte/s, wie unsere Labormessungen zeigen. 

Beim Schreiben ermitteln wir 275 MByte/s in der Spitze und ebenfalls 210 MByte/s im Durchschitt. Die stetig steigenden Transferraten sind ein Nebenprodukt der Datenverdichtung. Die vereinfachte Formel könnte lauten: 

Eine Verdopplung der Kapazität bringt die doppelte Leserate. Mechanische Festplatten mögen in den nächsten Jahren zwar gigantische Kapazitäten erreichen – einen Nachteil gegenüber SSDs werden sie aber nicht beheben: die relativ lange Zugriffszeit.

[Testsiegel] PC Magazin Note Sehr Gut

© PC Magazin / Weka Media Publishing GmbH

PC Magazin Testnote: sehr gut

Fazit

Das Ende der CMR-Technologie ist eingeläutet. Dennoch überzeugt uns diese CMR-HDD vollends durch enorme Leistung, leisen Betrieb und eine sehr geringe Wärmeentwicklung.​

Details:

  • Preis: 520 Euro 
  • Preis/Leistung: sehr gut 
  • Kapazität: 16 TByte / 14.902 GiByte 
  • Anschluss: SATA III 6 GByte/s 
  • Max. Transfer L/S: 276,0 / 275,4 MByte/s 
  • Mittl. Transfer L/S: 210,9 / 210,7 MByte/s 
  • Herstellergarantie: 3 Jahre​

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Benchmarks: Seagate Iron Wolf NAS 16 TB

  • Maximale Leserate: 276 MByte/s 
  • Durchschnittliche Leserate: 210 MByte/s 
  • Maximale Schreibrate: 275 MByte/s 
  • Durchscnittliche Schreibrate: 210 MByte/s 
  • Durchschnittliche Zugriffszeit Lesen: 14,2 ms

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