Testbericht

Screen Designer 1.0

Die Wireframing-Software Screen Designer von Quality Unit läuft unter Windows ab Version 2000. Auf den ersten Blick scheint das noch recht junge Programm im Vergleich zur Konkurrenz spärlich ausgestattet: Gerade einmal neun vorgefertigte Seitenelemente (Widgets) zieren den Werkzeugkasten, einige weitere stehen auf der Hersteller-Website zum Download bereit. Dennoch lässt es sich mit Screen Designer passabel arbeiten. Wie bei Omni Graffles Stencils handelt es sich auch bei den Widgets um Vektorgrafiken. Im mitgelieferten Baukasten stecken einige geometrische Grundformen und Webseiten-Elemente wie Checkboxen und Dropdowns. Diese können Sie in Gruppen kombinieren und auf die Widget-Leiste ziehen. So erzeugte Gruppen-Widgets lassen sich wie die mitgelieferten Elemente auf weiteren Seiten einsetzen, was ein wenig über die fehlende Master- Seiten-Funktion hinwegtröstet.

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Der Fireworks-Dialog zum Suchen und Ersetzen kann Farben, URLs, Schriften und Texte schnell austauschen.

Für den Bau und die Verwaltung von Gruppen-Widgets bietet der Screen Designer einige mächtige Hilfsmittel an. So lässt sich die Gruppe etwa als Ganzes skalieren. Außerdem wurde den Widgets eine Synchronisationsmöglichkeit mit auf den Weg gegeben. Wird das Widget verändert, können die Instanzen auf der Arbeitsoberfläche auf Wunsch automatisch angepasst werden. Nützlich ist die Synchronisierung zum Beispiel bei Textänderungen innerhalb von Navigationsleisten. Zur Dokumentation kann jedes Element mit einem Kommentar ausgerüstet und beschriftet werden. Die Multiplizieren-Funktion erzeugt aus einem markierten Element mehrere Instanzen. So lassen sich zügig Navigationsleisten erzeugen, indem man ein Element erstellt, es multipliziert und dann die entstandenen Teile mit Texten und Farben individualisiert. Der Anwender gibt lediglich die Zahl der Reihen und Spalten an, manuelles Anpassen entfällt. Eine räumliche Staffelung der Elemente eines Gruppen-Widgets bietet der Screen Designer zwar an, eine Ebenenverwaltung gibt es aber nicht.

Grafiken wie zum Beispiel ein leeres Browser-Fenster als Hintergrund können Sie mit einem Trick in Screen Designer einfügen. Ziehen Sie zunächst ein Rechteck in der ungefähren Größe der Grafik im Arbeitsbereich auf und öffnen Sie danach mit einem Doppelklick auf den Kasten den zugehörigen Element-Editor. Darüber können Sie ein Bild von der Festplatte auswählen und im Rahmen platzieren. Der Bildinhalt wird in der Größe des Rahmens dargestellt und ist ebenfalls skalierbar.

Das größte Manko des Screen Designer ist die fehlende Interaktivität. Das Programm verwaltet zwar eine beliebige Anzahl einzelner Seiten, bietet aber keine Möglichkeit, diese miteinander zu verlinken, sodass der Kunde im Prototyp herumklicken kann. Screen Designer kostet 149 US-Dollar.

RP Pro 5 zeigt auf Seite 3, was in ihm steckt...

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