Grafikkarte mit RDNA-2-Grafikchip

Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT im Test

24.11.2022 von Oliver Ketterer

Wir haben die Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT im Test: Die RX-6000-Serie ist seit Ende 2020 eine willkommene Alternative zu Nvidias RTX-Grafikkartengeneration. Auch deshalb, weil sie seit Langem die erste Generation ist, die Nvidia überhaupt ordentlich Paroli bieten kann. Jetzt gibt es einen Power-Boost für den RDNA-2-Grafikchip.

ca. 2:05 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT im Test
Die Sapphire Nitro+ RX 6650 XT Grafikkarte verfügt über drei DisplayPort-Anschlüsse und eine HDMI-Buchse. Das ist heute inzwischen zum Standard geworden.
© Christoph Mukherjee / Montage: PC Magazin

Pro

  • attraktiver und angemessener Preis

Contra

Fazit

PC Magazin-Testurteil: sehr gut


85,0%

Radeon war schon zu Zeiten von ATI zu Beginn dieses Jahrtausends ein sehr klangvoller Name. Doch nach der Übernahme der kanadischen Chipschmiede durch AMD lief es erst einmal nicht so konstant und erfolgsverwöhnt weiter.

Mit dem Erscheinen der RDNA-2-Chiparchitektur und der 6000-Serie Ende Oktober 2020 holte AMD dann mit einem Schlag die verlorenen Jahre wieder auf. Und bald steht schon die neue „7000er-Generation“ mit RDNA 3 an, die vielleicht schon vor Jahresende in den Regalen liegen könnte.

Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT im Test - Lüfter
Sapphire kühlt seine Nitro+ RX 6650 XT mit zwei 85-mm-Lüftern.
© Christoph Mukherjee

Doch davor hat AMD zunächst einen Boost für die bestehenden Modelle verordnet. Im Bereich der Full-HD-Gamer sieht der so aus: Der RX 6700 XT wird eine RX 6750 XT vorangestellt, und der RX 6600 XT setzt man eine RX 6650 XT vor die Nase.

Für die High-End-Gamer gilt das quasi analog, und es kommt eine RX 6950 XT als Spitzenmodell hinzu. Wir haben uns aber zunächst die „günstige“ Full-HD-Gamer-Karte ins Testlabor geholt und auf Herz und Nieren geprüft, nämlich die Sapphire Nitro+ RX 6650 XT.

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Gleicher Chip, mehr Tempo

Das Wichtigste sei gleich klargestellt: In den neuen Grafikkarten wird kein neuer Grafikchip verbaut – es bleibt beim RDNA-2-Design. Im Falle unseres Testkandidaten sprechen wir also von der Navi 23 XT GPU mit 2048 Rechenkernen und 32 Raytracing-Cores.

Der Boost-Takt wurde allerdings von 2359 auf 2635 Megahertz erhöht, und der Speichertakt erreicht nun 17,5 Gbps, also 1,5 mehr, als es bei der RX 6600 XT der Fall ist. Erreicht wird dies freilich nur, weil man auch mehr Energie, nämlich 180 Watt TBP, in die Karte einspeist. Soweit die Technikdaten.

Testsiegel Sehr gut
© Weka Media Publishing

Wie sind die Benchmark-Ergebnisse der Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT

Die Sapphire Nitro+ bewies sich im Testlabor als eine sehr gute Full-HD-Gamer-Karte. Für die meisten Spiele hat sie bei dieser Auflösung gar keine Probleme mit einer flüssigen, ruckelfreien Darstellung. Das gilt für unsere Standard-Games wie Deus Ex oder Rise of the Tomb Raider genauso wie für Shadow of the Tomb Raider und Final Fantasy 15.

Benchmark: Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT

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Benchmark Wert
3DMark Time Spy 10.109 Punkte
3DMark Time Spy Extreme 4825 Punkte
3DMark Fire Strike 24.255 Punkte
Deux Ex: Mankind Divided FullHD (durchschn.) 101 fps
Rise of the Tomb Raider: FullHD (gesam.) 182 fps
Rise of the Tomb Raider: 4K gesamt 64 fps
Final Fantasy XV WQHD 9258 Punkte

Im letztgenannten Benchmark erzielen wir sogar in WQHD sehr hohe Bildwiederholraten (vgl. unten). Auch der synthetische 3D Mark zeigt, dass die 6650 XT für die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln sehr gut gerüstet ist, sowohl für DirectX-11- als auch für DirectX-12-Spiele, wie Fire Strike bzw. Time Spy.

Im Test mit Cyber Punk 2077 reichte es dagegen mit der Grafikeinstellung „hoch“ lediglich für 37 fps. Für durchgängig ruckelfreies Spielen ist das zu wenig. Hier kann man aber einfach etwas an den Einstellungen tricksen. Ohne aktive „Bewegungsunschärfe“ stieg die durchschnittliche Framerate schon auf 58 fps. Verzichtet man noch auf ein aktives Raytracing, erzielt man sehr gute Framerates jenseits der 100 – das reicht aus.

Details: Sapphire Nitro+ Radeon RX 6650 XT

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Kategorie
Preis/Leistung: sehr gut
Grafikchip: Navi 23 XTX, RDNA 2
Taktung: 2064 MHz (2607 Boost)
Schnittstelle: PCIe 4.0 x16
Videospeicher: 8 GByte GDDR6
Shader Units / TMUs / ROPs: 2048/128/64
Stromversorgung: 1x 8-Pin PCIe
TDP: 203 Watt (Sapphire)
Maße: 260 x 130 x 57 mm
Garantie: 5 Jahre

Fazit

Die Nitro+ RX 6650 XT von Sapphire qualifiziert sich als sehr gute Full-HD-Gamer-Karte mit Ambitionen auf die höhere WQHD-Auflösung. Der Preis von rund 400 Euro ist recht attraktiv und angemessen.

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