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Samsung GQ55Q85T im Test

Mit 120 Hertz-Eingang, VRR und Auto-Gamemode (20 ms Latenz) steht der Samsung GQ55Q85T für Brillanz im Spiel. Unser Testbericht.

© Samsung / video

Samsung GQ55Q85T im Test

Pro

  • Satte Farben bei gutem Blickwinkel
  • reflexionsarm
  • viel Smart-TV und App-Kommunikation

Contra

  • kein DolbyVision
  • hoher Stromverbrauch

Fazit

video-TEsturteil
91,0%

Was die Modelle mit dem „Q8“ im Namen betrifft, ist Samsungs Modellpolitik schwer unübersichtlich. Klar: Es gibt den Q80, der sich erst einmal durch einen hellen statt dunklen Metallfuß abhebt; daneben finden wir noch Q84 und Q87, die gleich teuer und ansonsten kaum unterscheidbar sind. Dann kam zwischenzeutlich sogar noch ein Q82 hinzu.

Das Triumvirat rund um den GQ55Q85T bietet mit 1510 Euro eine attraktive Preisempfehlung, stellt es doch den Einstieg in die besten Schwarzwerte für LCD-TVs dar, die man im hellen Wohnzimmer bekommen kann. Samsungs großartige, Kontrast und Blickwinkel verbessernde Filterscheibe, die wir im Q95 und den 8K-Spitzengeräten bewundern konnten, erzeugt nämlich auch hier phänomenale Schwarzwerte, indem sie störendes Raumlicht schluckt und zur Seite ablenkt.

Den Q85T gibt es neben 55 auch in 65, 75 und 49 Zoll, wobei die kleinste Variante damit das beste Bild aller Samsung 49-Zoll-Geräte liefert. Teurere Serien gibt es nicht in derartig klein. Was den Preis betrifft, muss man feststellen, dass sich ein wenig Warten bei Samsung gelohnt hat. Denn die 1.510 Euro des 55ers liegen unter dem, was der schwächere Bruder Q80T bei seiner Markteinführung gekostet hat, und der Q85T füllt seine Lücke im Preisgefüge aus. Er kratzt sogar eher am Ruhm des exzellenten Q90T, einem der brillantesten und besten 4K-LCD-TVs, die es aktuell gibt.

Es hat den Anschein, dass nur das feinmaschigere lokale Dimmen und etwas Verarbeitungsqualität eingespart wurde, was jedoch einen Preisvorteil von 150 Euro bringt. Und man muss schon ganz genau hinschauen, um im täglichen Wohnzimmereinsatz den Unterschied in puncto Bildqualität zu erkennen.

Den Unterschied zum Q80 sieht man hingegen schon bei ausgeschaltetem Gerät auf den allerersten Blick. Im Labortest zeigte sich, dass der GQ65Q80T Raumlicht etwas matt mit unglücklichen 2,64 % der Ausgangsstärke zum Zuschauer zurückwirft, während der GQ55Q85T dies mit nur 0,41 % tut. Das entspricht einem Kontrastgewinn im hellen Raum um das Sechsfache! Um diesen Faktor stören Reflexionen von Lampen oder Fenstern das TV-Bild weniger.

© video Magazin / WEKA Media Publishing GmbH

In einem Vergleich, den wir durchgeführt hatten, zeigte sich, dass bei ungünstiger Beleuchtung im Wohnzimmer das Bild durch Samsungs Kontrastfilter sogar klarere Strukturen nahe Schwarz zeichnen kann als ein OLED-TV. Bei abgedunkeltem Raum spielt dieser allerdings wiederum seine Vorteile in Pechschwarz aus.

Ein weiterer Trick von Samsungs QLED-Lichttechnik ist die gezielte Lenkung des TV-Bildes in einen breiteren Blickwinkel als üblich. Betrachtet man den Q85 von leicht schräg, sind die Vorteile schnell sichtbar. Farben und Kontraste erhalten ihre Natürlichkeit besser. Man ist anderen VA-LCD-Panels überlegen und erzielt eine Farbkonstanz bei seitlichem Blickwinkel ähnlich der IPS-Technik, nur ohne deren Minderung des Kon-trastumfangs. Natürlich ist die LCD-Technik niemals perfekt in Schwarzwert und Blickwinkel, doch es ist enorm, wie sich die Qualität in den letzten Jahren noch verbessern konnte.

Alles Q

Wie bei den guten QLED-TVs üblich, setzt Samsung den Quantum Prozessor 4K ein, dessen Algorithmen durch maschinelles Lernen optimiert wurden. Tatsächlich gibt es nirgends eine bessere Reinigung und artefaktarme Schärfung von miesem SDTV oder Internetquellen. Wie üblich findet das keine Anwendung bei 4K-Inhalten, die ja meistens exzellent sind. Selten beschweren sich Nutzer über die alltäglichen Quantisierungsfehler bei den Streamingdiensten, die im Vergleich zu einer Ultra-HD Blu-ray bei genauem Hinschauen deutlich zu erkennen sind. Klar, bei VoD reichen 4K-Datenraten hinunter bis 10 Mbit/s, auf einer Disc sind es in bewegten Szenen bis zu zehnmal mehr.

Dass Samsung für die Hintergrundbeleuchtung LEDs und Quantum-Dot Lichtumwandlungsfolien einsetzt, ist allseits bekannt. Sie liefern die höchste Lichtausbeute und Farbreinheit des Marktes. Dass dieser TV dennoch für seine Größe eine im Vergleich hohe Menge Strom zieht, liegt an der effektiven Abdunklung des Panels, die ja großartige Schwarzwerte gewährleistet.

© video

Wem die moderne Fernbedienung (Mitte) zu minimal ist, der bekommt die linke Variante mit einem Ziffernfeld mitgeliefert. Eine Besonderheit für den Fachhandel. Rechts bekommen Sie einen Blick auf die Anschlüsse.

Was das Gesamtkonzept des Gerätes angeht, lässt Samsung absolut nichts anbrennen, liegt es doch auf dem Niveau der Großen. In Feinheiten bedeutet das, dass auch Q-Symphony und Object Tracking Sound integriert sind. So ist eine perfekte Kooperation mit Samsungs Soundbars gewährleistet und der TV-Sound des 4.2.2-Lautsprechersystems orientiert sich an Inhalten auf dem Bildschirm. Zusätzlich wird KI eingesetzt, um Bild und Ton an die Raumkonditionen anzupassen, also bei viel Licht und Lärm im Raum alles heller und lauter zu drehen.

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Als Gegenpol für neutrale Studiowiedergabe ist der Filmmaker-Mode integriert, der allerdings auch wieder per Lichtsensor und aktivem Dimmen gepimpt werden kann. Insgesamt wird vor allem in den Werksmodi viel getan, um alles aufzuhübschen und spektakulärer zu machen. Wer etwas an den Einstellungen herumspielt, bekommt ein originalgetreues Bild hin, das nur ab und zu ein wenig zu stark seinen Schwarzwert durch Dimmen anpasst, was jedoch nur das geschulte Auge im dunklen Raum stört. Hier wirken sich die „nur“ etwa fünf mal zehn Dimmingzonen im Vergleich zum Q95 negativ aus. Dort wird feingliedriger und weniger global gearbeitet. Insgesamt hält sich der Unterschied bei üblichem Raumlicht in Grenzen. Im Mitbewerbervergleich stehen die Dimmzonen übrigens durchaus gut da.

© video

FeinheiWer Bild und Ton nicht in Studioqualität, sondern aufgefrischt für die Wohnzimmerumgebung wünscht, aktiviert die intelligenten Anpassungen ans Ambiente.

Gamer wird freuen, dass ein Update die HGiG-Funktion freigeschaltet hat, bei passender Hardware also HDR-Spiele im Kontrast optimiert werden. Unser HDMI-Analysator zeigt 48 Gbit/s (1190Mhz) als maximale Pixelrate an, was 120 Hertz bei 4K ermöglicht.

Die Hardwareausstattung fängt beim Doppeltuner mit Dekodierung von HD+ an und geht über die nur zwei USB-Anschlüsse sofort zu den mannigfaltigen Bluetooth- und Netzwerkfunktionen. Hier kann man sich, was Smart-TV und das Internet der Dinge (Smart-Things) betrifft, so richtig austoben, ja sogar PC-Inhalte zum Arbeiten spiegeln.

Mit Apple, Sky und der Telekom (Maganta-TV) hat man wichtige Partner im Boot, die üblichen Verdächtigen werden ja schon seit Jahren unterstützt. Kooperationen mit Sky, HD+, DAZN, Rakuten und Waipu.tv verschaffen dem Käufer zudem wieder einen geldwerten Vorteil in Form von Medieninhalten.

Fazit

Mit dem Q85T bringt Samsung einen klugen Hybriden auf den Markt. In Standardsituationen liefert er ein Bild vergleichbar mit teureren Modellen, und ist dabei genauso gut ausgestattet und bedienbar. Gerade beim Nachmittagseinsatz spielt er seinen starken Anti-Reflexions-Trumpf aus.

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