Testbericht

Samsung Digimax i6

10.1.2008 von Redaktion pcmagazin und Martin Biebel

Ein überzeugendes Kamerakonzept, schick und auf hohem technischen Niveau. Mit 310 Euro ist die Samsung i6 sicher nicht überbezahlt, und für Multimediafans, die mit ihrem Fotoapparat auch MP3 hören wollen, gibt es kaum Alternativen. Kauftipp Minikamera.

ca. 2:05 Min
Testbericht
  1. Samsung Digimax i6
  2. Datenblatt
Samsung Digimax i6 Vorderseite
Samsung Digimax i6 Vorderseite
© Archiv

Die Samsung Digimax i6 fällt durch ihre elegante Bauform schon von weitem ins Auge. Mit 19 mm Tiefe ist sie die schlankste Kamera des Testfeldes. Die leichte Krümmung auf der rechten Seite erscheint zunächst wie Design-Schnickschnack, doch verbessert sie die Griffposition gerade beim Einhandfotografieren tatsächlich. Der 2,5-Zoll-Monitor liegt "Daumen-patscher" -ungefährlich und liefert mit seinen 230000 Bildpunkten eine sehr scharfe und rauscharme Ansicht.

Die Menüs sind logisch aufgebaut und sehen zudem gut aus. Es gibt eine sinnvolle Dreiteilung: Schnell benötigte Einstellungen wie ISO-Speed, Weißabgleich, Farbsättigung und EV-Verschiebung sind über eine eigene Taste erreichbar. Das eigentliche Menü besteht aus einer Icon-Leiste mit darunter angeordneten Wahloptionen, ähnlich wie es Sony vormachte. Dort sind auch die Motivprogramme.

Samsung Digimax i6 Seitenansicht
Der ausgeklügelte Schwung im Gehäuse sieht nicht nur schick aus, sondern fördert auch die Handlichkeit.
© Archiv

Über die E-Taste ist eine Menge Effekte wählbar. Da ist eine clevere individuelle Schärfentiefeeinrichtung zu finden, die Autofokusprobleme lösen kann. Daneben gibt es Möglichkeiten zur Doppel- und Mehrfachbelichtung oder teilwitzige Rahmeneinblendungen. Pferdefuß: Diese Spielereien lassen sich teilweise nicht mehr so schnell abschalten, wie das manchmal nötig wäre.

Bei der "Rote-Augen"-Blitzfunktion gibt es einen Zusatzmodus in der Wiedergabe (mit Pinsellogo). Da kann man einen Rest von "roten Augen" gleich beim Abspeichern des Bildes entfernen. Noch mit einem ganz besonderen Ausstattungsmerkmal für Multimediafreaks wartet die Samsung auf: Die Kamera hat eine "Personal Mediaplayer"-Funktion (PMP). Das heißt, sie spielt mediale Inhalte von der SD-Speicherkarte oder dem internen 45-MB-Speicher. Das Format für die Video-Vorführung ist Xvid, Tondateien können als MP3 abgehört werden. Kopfhörer liegen bei, genauso wie ein Konverterprogramm, um Bild und Ton vom Rechner in das passende Format zu wandeln.

Das Dreifachzoom (39-117 mm) bleibt im Gehäuse, das es bei Nichtgebrauch sauber (und ohne einen aufschiebbaren Lamellenschlitz wie bei manchen Konkurrentinnen) schließt. Die i6 punktet auch mit ihrer Makrofunktion, die ein Bildfeld von 1,4 x 1,9 cm formatfüllend darstellt. Auch in der Auflösung hält die Samsung mit, nur die Ecken des Telebereiches sollten bei ISO 400 etwas höher aufgelöst sein. Das Rauschen ist wie bei der Konkurrenz besonders bei ISO 400 zu hoch. Der Messwert für die Farbgenauigkeit liegt mit einem Delta-Wert von 16,5 unterhalb des Üblichen. Das fällt in der Praxis aber nur bei heiklen Motiven mit vielen Rottönen störend ins Gewicht. Angenehm dafür, die gute Blitzausleuchtung und die guten, scharfen Schwachlichtaufnahmen dank ASR. ASR steht jetzt für Advanced Shake Reduction und ersetzt die Safetyflash-Funktion. Das Prinzip ist allerdings das gleiche: Ein helles, verwackeltes Farbbild und ein Differenzbild, das nur die Kanten enthält, werden kurz hintereinander aufgenommen und miteinander verrechnet. Das funktioniert gerade bei sehr dunkler Umgebung recht gut. Ein Weitwinkel-Beispiel: Hätte das Farbbild eine Belichtungszeit bis 1/30 s, wird die Schärfe-Info mit 1/16 bis 1/250 s aufgenommen. Das Ergebnis hat in der Regel etwas weiche Kanten; dennoch kann es bei nicht sehr großer Endvergrößerung durchgehen.

Auflösungsdiagramm Samsung Digimax i6
Die Auflösung der Telebrennweite (blau) liegt unterhalb der Eckauflösung im Weitwinkel.
© Archiv

Samsung Digimax i6

Samsung Digimax i6
Hersteller Samsung
Preis 230.00 €
Wertung 43.0 Punkte
Testverfahren 1.4

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