Testbericht

SafeSpace Personal Edition

Inhalt
  1. Sicher surfen in der Sandbox
  2. SafeSpace Personal Edition

SafeSpace Personal Edition

Mit einer schicken und übersichtlichen Oberfläche meldet sich SafeSpace. Beim ersten Programmstart zeigt das Tool zudem ein kurzes Tutorial an, das die Funktionsweise des Programms erläutert - vorbildlich.

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox

Testprofil

\n Artificial DynamicsSafeSpace Personal Edition
Link
kostenlos (Privat)

Sandbox-Tool (XP, Vista 32-Bit)

Weitere Details

76 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Auch SafeSpace markiert Programme in der Sandbox mit einem roten Farbrand, der auch im Vollbildmodus sichtbar ist. Die Farbe des Randes ist sogar einstellbar. Eine komplette Konfiguration lässt sich exportieren und auch importieren, etwa als Backup oder um sie auf einen anderen PC zu übertragen. Dateien in der Sandbox sind auf dem Desktop und im Explorer ebenfalls mit einem roten Rand oder mit einem zusätzlichen Symbol markiert. Über das Kontextmenü eines Objekts kann man ganz einfach die SafeSpace-Überwachung ausschalten und damit die Datei aus der Sandbox in das normale Dateisystem übernehmen.

Insgesamt gefiel SafeSpace bei der Bedienung von allen Testkandidaten am besten. Die Schutzwirkung reicht für den zweiten Platz, da immerhin Keylogger erkannt und blockiert werden.

Sandboxie 3.28

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox

© Archiv

Auf's wesentliche reduziert ist Sandboxie, dadurch aber auch übersichtlich in der Bedienung.

Auf das Wesentliche konzentriert sich die Freeware Sandboxie. Sie stellt für Webbrowser und beliebige andere Programme Sandboxen zur Verfügung. Dabei ist es problemlos möglich, mehrere Sandboxen für verschiedenen Zwecke anzulegen. Die Sandboxen bleiben zwischen den Sitzungen erhalten und werden nur auf expliziten Befehl gelöscht.

Sämtliche Downloads im Browser landen zunächst in der Sandbox. Bei einigen definierten Ausnahmen, etwa dem Desktop, fragt Sandboxie am Ende eines Downloads nach, ob man die Datei direkt in das normale Dateisystem schreiben will. Alle Dateien in der Sandbox kann man sich in einer Explorer- artigen Darstellung anzeigen lassen, die allerdings etwas unübersichtlich ist. Jede Datei lässt sich auf Wunsch explizit in das normale Dateisystem kopieren.

Sandboxie lässt sich so einstellen, dass neue Lesezeichen in IE, Firefox und Opera direkt ins Dateisystem kopiert werden. So sind die Änderungen auch außerhalb der Sandbox verfügbar.

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox

Testprofil

\n Ronen TzurSandboxie 3.28
sandboxie.com
23,80 Euro

Sandbox-Tool (2000, 2003, XP, Vista 32 Bit)

Weitere Details

67 Prozent

Fazit

Testurteil
befriedigend
Preis/Leistung
gut

Lästig an der Freeware-Version ist die Tatsache, dass Programme - außer dem Standard-Browser - nur über das Kontextmenü in Sandboxie gestartet werden können. Bestimmte Programme immer mit Sandboxie zu starten, erlaubt nur die Vollversion - einer der minimalen Unterschiede.

Dafür können beide Versionen Desktop-Verknüpfungen für den Sandboxie-Start beliebiger Programme anlegen. Die Kauf- Version des Programms erleichtert außerdem den Umgang mit mehreren Sandboxen, die Sicherheitsfunktionen sind dagegen identisch.

Ob ein Programm in der Sandbox läuft, lässt sich leicht an den zwei Rauten in der Titelzeile des Programmfenster erkennen. Ein praktische Lösung, die auch im Vollbildmodus funktioniert, ohne Platz zu vergeuden.

ZoneAlarm Forcefield

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox

© Archiv

Bei einem aktiv angeforderten Download erlaubt Forcefield das Speichern auf der normalen Festplatte.

Auf besonders einfache Bedienung ist ZoneAlarm Forcefield getrimmt. Das Programm verpackt Internet Explorer und Firefox automatisch in eine Sandbox. Dem Benutzer werden Rückfragen weitgehend erspart, die einstellbaren Optionen fallen entsprechend dünn aus. Dafür gibt es eine Symbolleiste für beide unterstützen Browser, die den Aufruf wichtiger Funktionen erlauben.

Bei Downloads ermittelt Forcefield, ob der Benutzer durch einen Mausklick in einer Dialogbox oder eine ähnliche Aktion zugestimmt hat. Dann landet die Datei im echten Dateisystem, sonst in der Sandbox. Zudem sendet Forcefield eine Prüfsumme von Download-Dateien an den Hersteller, der sie mit einer Programmdatenbank vergleicht, die andere Anwender als gutartig eingestuft haben. Ergänzend blockiert Forcefield den Aufruf bekannter Phishing- und Spyware-Sites.

Leider hat man keinen Zugriff auf den Inhalt der Sandbox, nur globales Löschen ist möglich. Der Inhalt bleibt zwischen den Sitzungen erhalten und wird nur auf Anforderung gelöscht. Sehr gelungen ist allerdings die Funktion zum "privaten Surfen". Mit einem Mausklick öffnet Forcefield den Standard-Browser, beim Beenden werden sämtliche Änderungen verworfen. Als kleines Problem erwies sich im Test die Änderung des Standard-Browsers, wenn IE und Firefox installiert sind: Über sein Kontextmenü erlaubt ForceField den Start des Browsers als "private Umgebung" und ohne Forcefield. Dabei ruft Forcefield den Standard-Browser des Systems auf. Will man den Standard-Browser umstellen, muss man zuerst Forcefield vorübergehend beenden, sonst landet die Änderung immer wirkungslos in der Sandbox.

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox

Testprofil

\n ZonealarmForcefield
zonealarm.de
29,95 Euro

Sandbox-Tool (XP, Vista 32 Bit)

Weitere Details

76 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Außerdem ließ sich von Firefox aus sich die Java-Runtime-Umgebung nicht installieren: Die Setup- Datei landet standardmäßig auf dem Desktop, lässt sich von dort aus aber nicht starten. Erst Forcefield vorübergehend abzuschalten brachte die Lösung. Insgesamt lässt sich mit ZoneAlarm Forcefield aber sehr gut arbeiten.

Fazit

Vollständig überzeugen konnte keines der Sandbox-Tools im Test. ZoneAlarm ForceField hinterlässt den besten Gesamteindruck und bringt die meisten zusätzlichen Schutzfunktionen mit. SafeSpace Personal Edition hat dagegen die besseren Sandboxfunktionen und ist außerdem durchschaubarer in der Bedienung. Sandboxie hat die ausgefeilteste Sandbox im Test, bietet aber keine darüber hinausgehenden Funktionen. Die Freeware-Variante von Sandboxie ist dazu etwas umständlich in der Bedienung. Kaum empfehlenswert sind BufferZone Pro, das zu teuer ist, sowie die beiden Varianten der Virtual Sandbox, die beide ernste Bedienungsprobleme aufweisen.

Keines der Sandbox-Programme ist geeignet, einen PC alleine zu sichern. Antivirenprogramm und Firewall sind Pflicht. Darauf weisen auch die meisten Hersteller eindeutig hin. Als zusätzliche Schutzschicht verringern sie dagegen das Risiko beim Surfen. Darüber hinaus sind die Tools zum Verwischen von Surfspuren hervorragend geeignet.

Gegen "echte Virtualisierung", bei der Windows oder Linux in einer abgetrennten Umgebung läuft, kommen die Sandboxen aber nicht an. Dafür braucht eine virtuelle Maschine mit VMware, Virtual PC oder ähnlichen Programmen erheblich mehr Ressourcen.

Bildergalerie

IT Professional Test Sandbox-Tools: Sicher surfen in der Sandbox
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Sandkastenspiele

Eine Sandburg bietet nicht so gut Schutz wie die Sandbox-Tools.

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