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Rollei Blitzgerät 56 im Test: Taschengeld-Profi

150 Euro für ein Blitzgerät, das alle aktuellen Funktionsmodi beherrscht? Dann ist das Rollei Blitzgerät 56 definitiv eine Option. Wir haben es getestet.

Rollei Blitzgerät 56

© Rollei

Das Rollei Blitzgerät macht zwar optisch nicht viel her, überzeugt aber in der Funktionalität um so mehr.

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EUR 108,68

Pro

  • Günstig
  • Schlichtes Design
  • Dual-Modus für Canon- und Nikon-Systeme
  • Aufsteckdiffusor und Standfuß mitgeliefert

Contra

  • Mangelhafte Hintergrundbeleuchtung beim Display
  • Kein integrierter Funkempfänger
  • Abstriche bei der Ladedauer

Fazit

ColorFoto Kauftipp "Preis/Leistung"

Schon beim Namen verzichtet Rollei auf jeden Schnörkel: Blitzgerät 56. Und genauso schnörkellos hat der Hersteller das mit 150 Euro günstige Gerät auch ausgestattet. An Bord sind die Funktionsmodi TTL und M, ergänzt durch einen Servoblitzmodus. Kameraspezifische Einstellungen werden übernommen, etwa die Wahl des Verschlussvorhangs oder die Kurzzeitsynchronisation. Der Motorzoomreflektor führt die Brennweite automatisch nach, Brennweite und Blende werden im Blitzdisplay angezeigt. Auch eine manuelle Einstellung des Zooms in 10 Stufen ist möglich.​

Schnörkellos ist leider auch die Beschriftung des rückwärtigen Bedienfelds: Die Funktionen des Vierwegetasters und der fünf Knöpfe erschließt sich ohne Handbuch nur rudimentär. Das Display ist im Hellen gut ablesbar, seine Hintergrundbeleuchtung allerdings spartanisch und fleckig – doch das Licht reicht, um die Schrift zu lesen, und irgendwo muss schließlich gespart werden.​

Rollei Blitzgerät 56

© Rollei

Die Anschlüsse für Synchronkabel und Strom liegen nebeneinander, die USB-Buchse für Firmware- Updates separat. Beide Abdeckungen sind schlabbrig.

Der Blitzkopf lässt sich nach jeder Seite um 180° drehen sowie um bis zu 90° nach oben oder 7° nach unten kippen. Das gibt ausreichend Freiheitsgrade. Nach Herstellerangabe steht das Blitzgerät bereits nach 2,9 s Aufladezeit für die nächste Belichtung bereit, im Praxistest kamen wir eher auf 5 bis 6 s unter voller Blitzlast – viel schneller sind andere aber auch nicht. Sehr homogen wirkt die Ausleuchtung bei 35 und 50 mm (KB). 

Eine Besonderheit: Das Blitzgerät 56 arbeitet im Dualmodus sowohl mit Canon- (E-TTL) als auch mit Nikon-Systemen (I-TTL) zusammen und kann als Master weitere Blitze in drei Gruppen und vier Kanälen steuern. Auch Rollei Blitzgerät 56 wenn wohl nur wenige Fotografen gleichzeitig beide Systeme nutzen, freut dies den Händler: Denn der muss nur einen Blitz für beide Systeme vorhalten. Es gibt von Rollei auch ein Blitzgerät 58, das nicht nur eine etwas höhere Leitzahl hat, sondern auch ein LED-Licht für Einstellungen und Video.​

Rollei Blitzgerät 56

© Rollei

Das Blitzgerät 56 kommuniziert dank zusätzlicher Kontakte sowohl mit Canonals auch mit Nikon-Kameras (Dualmodus).

Eine ausziehbare Reflektorkarte und Weitwinkelstreuscheibe sind integriert, ein Aufsteckdiffusor wird erfreulicherweise mitgeliefert, und sogar ein Standfuss, ein USB-Kabel und eine Schutztasche sind mit in der Packung – bei einem UVP von 150 Euro keine Selbstverständlichkeit. Einen integrierten Funkempfänger gibt es nicht, entfesseltes Blitzen per Funk ist aber möglich, wenn der Blitz auf einem (als Zubehör erhältlichen) Funkempfänger sitzt. Neben Blitzschuh und Synchronbuchse gibt es einen USB-Anschluss für Firmware-Updates. 

Fazit

Das Rollei Blitzgerät 56 bietet eine für den Preis großzügige Ausstattung und zeigt auch bei der Blitzleistung kaum Schwächen. Allenfalls die Ladedauer bis zum nächsten Vollblitz hat Luft nach oben. Die 150 Euro sind gut angelegt – dafür erhält das Blitzgerät 56 den Kauftipp Preis/Leistung.​

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