Open-World-Blockbuster

Red Dead Redemption 2 im Test: Pflichtkauf für Spieler

Im Test zu Red Dead Redemption 2 lesen Sie, wie Rockstar Games es schafft, wieder einmal eines der oder gar das beste Spiel im Open-World-Genre abzuliefern.

Red Dead Redemption 2 Screenshot

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Pro

  • Story und Erzählstil
  • Inszenierung
  • Riesige und lebendige Spielwelt
  • Toller Umfang
  • Grafik ( Xbox One X)
  • Sound

Contra

  • Steuerung
  • Hin und wieder kleine Technikbugs

Fazit

Rockstar Games liefert mit Red Dead Redemption 2 ein tolles Gesamtpaket ab. Kritik findet sich im Detail - auf hohem Niveau.
Hervorragend

Red Dead Redemption 2 ist nach GTA 5 von 2013 (!) der nächste große Open-World-Titel von Rockstar Games. Teil 1 des Western-Epos debütierte schon 2010 – und gehört auf metacritic.com zu den bestbewerteten Spieletiteln aller Zeiten der vergangenen Konsolengeneration mit Playstation 3 und Xbox 360. Die Erwartungen an RDR 2 sind daher immens hoch. Können die Macher anknüpfen und das Ergebnis noch einmal steigern? Ja, und wie!

Wir haben für den Test von Red Dead Redemption 2 ein Exemplar für Xbox One erhalten und uns über einen Zeitraum von fast zwei Wochen im virtuellen Wilden Westen der USA ausgetobt. Gespielt haben wir auf einer Xbox One X, die volle 4K-Auflösung (3.860 x 2.160 Pixel) bei 30 Bildern pro Sekunde liefert. (Echtes) HDR soll nachgereicht werden.

Abstürze oder schwerwiegende Bugs sind uns bislang nicht begegnet. Eine Funktion, um zwischen 4K / 30fps und FullHD / 60fps umzuschalten, gibt es nicht. Vermisst haben wir sie immerhin nicht: Denn zur Performance können wir sagen, dass die Bildrate nur ganz selten einbricht. Das muss natürlich nicht gleichzeitig für Xbox One, One S oder PS4 und PS4 Pro gelten.

Red Dead Redemption 2 im Test: Die Story

In Red Dead Redemption 2 übernehmen Sie die Rolle des Outlaws Arthur Morgan. Sie gehören zu einer Gruppe von Gesetzlosen und Ausgestoßenen und wollen ein besseres Leben in Freiheit genießen – fern von der Regierung mit „Uncle Sam“, die ein lässiges Cowboy-Leben immer schwerer macht. Zu Morgans Truppe gehören u.a. der Anführer Dutch van der Linde, der Psychopath Micah Belle und weitere kantige Charaktere wie etwa Tilly Jackson, eine seit Kindheit als Gesetzlose Umherstreifende mit eigener Banden-Vergangenheit; oder Leopold Strauss, ein österreichischer Kredithai. Innerhalb der Gruppe sind auch Familien und Kinder, für die van der Linde, Morgan und Co. die Verantwortung tragen.

Red Dead Redemption 2: Screenshot

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Wir beginnen im Winter des Jahres 1898, die Geschichte spielt also wenige Jahre vor dem ersten Teil. Die USA stehen vor dem Ende des klassischen Wilden Westens, der große US-Regierungsapparat und die Moderne halten Einzug. Die letzten wenigen Gesetzlosen durchqueren das Land auf der Suche nach schnellem Reichtum und fragwürdigem Lebensglück. Ein Raubüberfall in der Stadt Blackwater geht schief, der Trupp muss flüchten und ein neues Lager suchen. Verfolgt von der Pinkerton-Gang zieht es die Bande in die Berge, wo Sie nach einer ersten Schießerei direkt Unterstützung mitnehmen: Sadie Adler, von der O’Driscoll-Gang frisch zur Witwe gemacht und von nun aus auf Rache gepolt und an der Seite des Spielers.

Im Verlauf der Geschichte verschlägt es uns von Camp zu Camp quer über die riesige Karte. Der Versuch, im nächstgelegenen Städtchen Valentine bleiben zu können, scheitert. Die Gruppe oder Teile davon wollen sich zwar einerseits friedlich niederlassen oder zumindest nicht auffallen, aber gerade Dutch van der Linde reizt oft die Aussicht auf das schnelle Geld. Das wiederum ruft häufig das Gesetz auf den Plan. Da große Mengen Geld nicht immer so einfach zu beschaffen sind, gibt es wiederum regelmäßig Spannungen in der Truppe.

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Versessen auf schnellen Reichtum, um Richtung Westen fliehen zu können, stoßen wir mit Arthur Morgan und Dutch sowie wechselnden Begleitern auf eine Reihe von unterschiedlichen Charakteren mit eigenen Geschichten. Verfolgt werden wir laufend von einer der zwei genannten rivalisierenden Gruppen – neben Sheriffs, Kopfgeldjägern und vielem mehr, auch auf mehr als zwei Beinen. Die Story lebt von der Dynamik zwischen den Hauptcharakteren – jeder hat andere Motive für seine Entscheidungen und es gilt, die Gruppe nicht zerfallen zu lassen.

In Nebenmissionen und -Aufträgen erhalten Sie viele weitere Informationen zu Ihrer Gefolgschaft. Dort und auch in der Hauptgeschichte können Sie mehrmals Entscheidungen treffen, die Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Geschichte haben und somit alternative Entwicklungen hervorrufen. Müssen Sie einen verzweifelten Dieb wirklich bestrafen? Können Sie Grundstücksbesetzer vielleicht auch ohne Gewalt dazu bringen, einen Hof zu räumen? Sie sind zwar ein Gesetzloser, ein Herz können Sie dennoch haben. Das kann sich später in Fortsetzungen der jeweiligen Nebenstränge sogar für Sie auszahlen.

Red Dead Redemption 2

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Hier sehen wir nur einen Teil der Karte in Red Dead Redemption 2.

Das Erzähltempo ist zu Beginn langsam, aber keineswegs langweilig. Die Flucht der Bande um van der Linde wird sehr schön inszeniert und erzählt. Zwischensequenzen und Gespräche auf Ausritten zu (Story-)Missionen vermitteln uns laufend mehr Input, ob zum aktuellen Status der Bande, zum Hintergrund über die Spielwelt oder, oder, oder. Das Spiel selbst ist auf Englisch vertont – Rockstar-typisch sind die Sprecher sehr glaubwürdig, genau wie die Dialoge. Wer kein Englisch kann, nutzt deutsche Untertitel. Die hervorragende Vertonung gilt für einen Großteil der Haupt- und Nebencharaktere sowie für andere, weniger bedeutsame NPCs, denen Sie auf Ihren Reisen begegnen. Dazu kommen übrigens sehr detailreich animierte Gesichter. Dies samt der Vertonung macht eine äußerst authentische Spielwelt noch lebendiger.

Während der Story und in der Spielwelt schneiden die Entwickler an vielen Stellen wichtige Themen an, die das Setting noch greifbarer und echter machen: beispielsweise das harte Leben der Indianer, die isoliert leben und ständig Angst vor Diskriminierung und Misshandlung haben müssen. Dasselbe gilt für die Sklaverei, ein ebenso grausames Kapitel der US-Geschichte. Auch Andersdenkende erzählen von ihren Konflikten, etwa Charaktere, die sich für Frauenrechte einsetzen; oder Erfinder, denen der Durchbruch nicht gelingen will, da die, die das sagen haben, zu konservativ sind. Hinter jedem der genannten Themen stecken übrigens mehrere Missionen, die teils ausführliche Nebengeschichten erzählen. Der Trip von Arthur, Dutch und Co. in Richtung Wohlstand und Frieden lädt an vielen Stellen ein, sich auf die Welt einzulassen und nicht nur der Hauptgeschichte zu folgen.

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