Gaming-Tastatur mit analogen Schaltern

Razer Huntsman Mini Analog im Test: Klein, aber oho!

12.4.2022 von Alana Friedrichs

Analoge Schalter für ein echtes Joystick-Gefühl. Damit will die Razer Huntsman Mini Analog von sich reden machen. Wir haben uns die kompakte Tastatur mit 60-%-Formfaktor genauer angesehen.

ca. 3:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Razer Huntsman Mini Analog aus der Vogelperspektive
Mit ihrem 60-%-Formfaktor ist die Razer Huntsman Mini Analog schön klein und kompakt. Auf Ziffernblock, Funktions- und Pfeiltasten wird einfach verzichtet.
© Razer
EUR 139,99
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Pro

  • analoge Schalter bieten mehr Immersion beim Spielen
  • hochwertig verarbeitet
  • kompakt und mobil
  • Anti-Ghosting und N-Key-Rollover

Contra

  • nichts für Maximalisten
  • Zusatzfunktionen der analogen Schalter können im Esports-Bereich teils mehr schaden als nutzen

Fazit

Mit den analogen Schaltern hat Razer eine sinnvolle Erweiterung des Huntsman-Mini-Lineups herausgebracht, die die Anforderungen der spitzen Zielgruppe sehr gut erfüllt. Wer eine kompakte Tastatur sucht, die herausragend verarbeitet ist und für mehr Immersion beim Spielen von Singleplayer-Spielen sorgt, darf problemlos zugreifen.


Hervorragend

Die Huntsman Mini ist bereits seit einiger Zeit Razers Angebot an alle, die eine kompakte Gaming-Tastatur für kleine Schreibtische oder maximale Mobilität suchen.

Nun hat der Hersteller das Angebot um eine weitere Version der Razer Huntsman Mini erweitert. Die Huntsman Mini Analog soll dabei besonders durch ihre proprietären Analog-Optical-Switches aus der Masse hervorstechen.

Wir haben uns die kleine Tastatur mit den besonderen Schaltern einmal genauer angesehen.

Razer Huntsman Mini Analog im Test: Verarbeitung und Zubehör

Mit nur 60 Prozent der üblichen Tastaturgröße ist die Razer Huntsman vielleicht nicht der Traum von Maximalisten. Wer wenig Platz auf dem Schreibtisch hat, gerne unterwegs spielt oder Verfechter "cleaner" Gaming-Setups ist, dürfte die kleine schwarze Tastatur hingegen bereits auf den ersten Blick liebgewinnen.

Beim Material hat sich Razer für eine robuste Verkleidung aus schwarzem Aluminium entschieden, die mit einem matten Finish abgerundet wird. Damit ist die Tastatur auch auf mehrere Jahre des intensiven Einsatzes ausgelegt.

Weitere razertypische Farbvarianten wie Weiß oder Quartz werden aktuell nicht angeboten.

Das Zubehör der Huntsman Mini Analog ist wie auch der Formfaktor der Tastatur kompakt gehalten: Ein USB-C-auf-A-Kabel aus geflochtenem Nylon mit einer Länge von 2 Metern zum Anschließen der Razer Huntsman Mini Analog.

Auf eine Handballenauflage verzichtet Razer vermutlich zu Gunsten einer höheren Mobilität. Wer darauf nicht verzichten möchte, muss eine gesonderte Auflage kaufen.

Razer Huntsman Mini Analog mit freigelegten analogen Schaltern
Unter den Tastenkappen verbirgt sich das Alleinstellungsmerkmal der Huntsman Mini Analog: Die analogen optomechanischen Schalter von Razer.
© Razer

Razer Huntsman Mini Analog im Test: Tasten

Bei den Tastenkappen setzt Razer auf Doubleshot-PBT. Finden wir gut, da die Kappen gegenüber herkömmlichen ABS-Kappen nicht nur hochwertiger aussehen, sondern auch deutlich haltbarer sind. Dass die Tastatur dadurch etwas lauter wird, nehmen wir gerne in Kauf.

Wie bei einer 60-%-Tastatur üblich, sind die Tasten alle recht nah aneinander angeordnet. Wer bisher auf ein Full-Size-Modell mit Ziffernblock, Funktionstasten, etc. setzte, kann hier etwas Eingewöhnungszeit brauchen. Danach schreibt und spielt es sich auf der Huntsman Mini Analog aber genauso bequem wie auf einem großen Konkurrenzmodell.

Die fehlenden Tasten gleicht man durch eine Doppelbelegung aus. Fast alle alphanumerischen Tasten der Huntsman Mini Analog sind doppelt belegt und können als Funktionstasten per Klick auf [FN] angesteuert werden. Die Belegung der Tasten wird durch einen Aufdruck auf der Tastenvorderseite klar und sichtbar vermittelt.

Sowohl die alphanumerischen Tasten als auch Zusatztasten bieten einen knackigen Klang und ein taktiles Klickgefühl beim Spielen. Von Klackern oder Hall ist beim Auslösen nichts zu hören. Selbst die Leertaste klingt über ihre gesamte Länge gleichermaßen angenehm.

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Razer Huntsman Mini Analog im Test: Schalter

Unter den Tastenkappen steckt dann das wahre Herz der Huntsman Mini Analog: Die analogen optomechanischen Schalter von Razer mit einer für Gaming-Tastaturen üblichen Pollingrate von 1000 Hz und Funktionen wie Anti-Ghosting und N-Key-Rollover, die ein korrektes Auslösen auch bei mehreren Tastendrücken auf einmal gewährleisten.

Im Gegenzug zu regulären optomechanischen Schaltern verfügen die analogen Schalter über mehr als einen Auslösepunkt. Wir können Tasten also mehrfach belegen und dann je nach Drucktiefe unterschiedliche Befehle ausführen lassen. Kleines Beispiel: In einem Shooter belegen wir die G-Taste sowohl mit "Granate ausrüsten" als auch mit "Granate werfen". Durch einen leichten Druck wechseln wir dann zur Waffe, bevor wir sie durch ein volles Durchdrücken auf die Gegner werfen.

Für Singleplayer-Spiele erlaubt uns das eine angenehmere Steuerung, da wir mehr Befehle in die Nähe der WASD-Tasten legen können und die Steuerung logisch sortieren können.

In wettkampforientierten Spielen hat uns die Funktion hingegen mit gemischten Gefühlen zurückgelassen, da wir in der Hitze des Gefechts den gewünschten Auslösepunkt überschritten und so nicht den geplanten Befehl ausgeführt haben. Dass wir den Auslösepunkt jeder einzelnen Taste zwischen 1,5 und 3,6 mm frei einstellen dürfen, ist hier hingegen ein großes Plus.

Besonders angenehm haben uns die analogen Schalter auch bei der Steuerung per WASD-Tasten überrascht. Die Drucktiefe der Tasten bestimmt dabei die Geschwindigkeit unseres Charakters, was wie bei einem Joystick ein stufenloses und deutlich immersiveres Bewegen durch die Welt erlaubt.

Unser Zwischenfazit zu den analogen Schaltern lautet daher: Für kompetitives Spielen würden wir sie nicht empfehlen und auf die übliche Standardbelegung zugreifen. Im Singleplayer-Bereich erlauben sie uns hingegen eine immersivere und angenehmere Steuerung, die gerade bei der Bewegung der eines Controllers sehr nahe kommt.

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Razer Huntsman Mini Analog im Test: Individualisierung und Software

Bei der RGB-Beleuchtung bietet die Huntsman Mini Analog eine gehobene Standardausstattung. Die einzelnen Tasten sind mit individuell ansteuerbarer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet, die durch die Beschriftung der Tasten hindurchscheint. Seiten- und Frontverkleidung des Rahmens bleiben hingegen schwarz.

Insgesamt können wir auf 16,8 Millionen Farben zurückgreifen. Dazu gibt es elf vorgefertigte Presets, die wir über die optionale Razer-Synapse-Software ansteuern. Komplexere Farbdesigns lassen sich wie von Razer gewohnt über die Chroma-Software erstellen. Auch ein Abstimmen mehrerer Razer-Geräte ist so möglich.

Ebenfalls in der Synapse-Software ansteuerbar ist die Tastenbelegung. Für die Nutzung der analogen Schalter ist die Installation der Software also eigentlich obligatorisch.

Ein Tutorial, wie man die analogen Tasten korrekt einrichtet, hat Razer dankenswerterweise auf Youtube hochgeladen.

Razer Huntsman Mini Analog im Test: Fazit

Mit den analogen Schaltern hat Razer eine sinnvolle Erweiterung des Huntsman-Mini-Lineups herausgebracht, die die Anforderungen der spitzen Zielgruppe sehr gut erfüllt.

Wer eine kompakte Tastatur sucht, die herausragend verarbeitet ist und für mehr Immersion beim Spielen von Singleplayer-Spielen sorgt, darf problemlos zugreifen.

Wer hingegen eine Tastatur mit so vielen Zusatzfuznktionen wie möglich und einer großen Auswahl an Medien- und Makrotasten sucht, ist bei einer 60-%-Tastatur wie dieser natürlich an der falschen Stelle.

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