Gaming-Tastaturen

Razer Blackwidow X Chroma im Test

© Razer

Die Razer Blackwidow X Chroma hat einen erhöhten Aufbau. Das ist nicht für alle Nutzer optimal.

Schon beim Auspacken der Razer Blackwidow X Chroma fällt der Qualitätsanspruch des Herstellers ins Auge. Schaumstoffpolster betten das Metallgehäuse sanft im Karton. Das Tastatur-Gehäuse wirkt sehr hochwertig und steht durch das eingesetzte Material rutschfest auf dem Tisch. Auch die Tastenkappen hinterlassen in Sachen Optik und Hapktik einen sehr guten Eindruck. Besonders gut gefällt uns das Kabelmanagement, bei dem das ummantelte USB-Verbindungskabel durch einen Tunnel entweder links oder rechts aus dem Gehäuse geführt werden kann.

Mit der FN-Taste anstelle der zweiten Windows-Taste steuern Sie die Lautstärke und den Media-Player, nehmen Makros auf und regeln stufenlos die Helligkeit der Tastaturbeleuchtung. Die RGB-Beleuchtung können Sie in einem übersichtlichen Treiberprogramm einstellen. Es stehen vorgefertigte Schemata bereit wie Statisch, Pulsieren, Sternenhimmel und mehr. Interessanter ist aber wohl für die meisten Nutzer, dass die Beleuchtung individuell für jede Taste eingestellt werden kann. Das läuft intuitiv und schnell.

Als Gimmick bietet der Treiber auch Apps, mit denen Sie beispielsweise Spiele wie Snake auf der Tastatur mit der RGB-Beleuchtung als Quasi-Display spielen können. Wer will, kann sich auch verschiedene Nutzungsstatistiken zu seiner Tastatur inklusive Heatmaps mit den meistgedrückten Tasten anzeigen lassen. Viele als Download zur Verfügung stehende Profile für Spiele runden den guten Treiber ab. Wer beim Spielen oft auf die Windows-Taste kommt, schaltet den Gaming-Modus ein. Dieser sperrt die Windows-Taste und Kombinationen wie Alt+F4 oder Alt+Tab. Etwas unverständlich und störend ist, dass der Razer-Treiber eine Online-Registrierung benötigt. Ohne ein Konto verwehrt die Software den Zugriff auf die Einstellungen. Die Online-Anbindung ist nötig, um Cloud-Features (Profile, geräteübergreifende Einstellungen und mehr) bereitzustellen.

Als Kritikpunkt sind nicht die Switches an sich zu nennen. Diese bieten ein absolut angenehmes Feedback und eine schnelle Reaktion beim Schreiben sowie beim Spielen. Die Qualität ist sehr hoch, allerdings sind die Schalter sehr laut. Jeder Tastentipp wird von einem lauten Klicken begleitet. Das mag im Hobby-Zimmer bei Headset-Nutzung nicht störend sein. Ist jedoch jemand im gleichen Raum und möchte TV schauen oder ein Buch lesen, dürfte Streit vorprogrammiert sein.

Die Tasten liegen zudem recht hoch. Das mag bei großen Händen nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Sollte die Razer aber für solche großen Hände optimiert sein, stören wiederum recht kleine Ausmaße der einzelnen Tasten. Dickere Finger benötigen eine Eingewöhnungszeit, um nicht zufällig andere, nebenliegende Tasten zu treffen. Wir hätten uns zumindest eine Handballenablage gewünscht. Mit steigender Nutzungsdauer erweisen sich die hochwertig wirkenden Tasten außerdem als recht schmutzanfällig. Schwitzende oder fettige Finger hinterlassen schnell ihre Spuren, da ist die K70 Lux RGB deutlich resistenter.

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