PS5-Exklusivspiel

Ratchet & Clank: Rift Apart im Test: Hier fliegen die Löcher aus dem Käse!

Ratchet & Clank: Rift Apart im Test für PS5: Mit dem Look eines spielbaren Animationsfilms kommt das aktuell spaßigste und bestaussehende Action-Adventure.

© Insomniac Games

Pro

  • Wunderschöne Grafik
  • Ein bildschirmfüllendes Effektgewitter
  • Nahezu keine Ladezeiten
  • Fehlerfrei nach Day-One-Patch
  • Abwechslungsreiches Gameplay
  • Grandios choreografierte Kämpfe
  • Unterhaltsame, familiengerechte Story

Contra

Fazit

Ratchet & Clank: Rift Apart ist das bisher beste PS5-Spiel – ein echtes Must-have!
Hervorragend

Fast 20 Jahre sind vergangen, seit das Duo Ratchet & Clank zum ersten Mal die Bühne der Videospiele betrat. Und sie sind verdammt gut gealtert, denn der neueste Ableger der Reihe - Rift Apart - ist nicht nur der schönste, sondern gar der beste Teil der Serie. Das haben Insomniac Games, die Schöpfer von Spider-Man: Miles Morales, wohl auch ihrer Arbeit an den Spinnen-Abenteuern zu verdanken, denn sie haben scheinbar viel von der Arbeit an Peter Parkers und Miles‘ Ausflügen auf die Playstation gelernt.

So bietet Ratchet & Clank: Rift Apart wohl die umfangreichste Story der Seriengeschichte. Na klar, einen Oscar wird sie dafür keinesfalls abräumen, toll inszeniert ist sie aber. Und darum geht’s: Ratchet und Clank sind gefeierte Helden und eigentlich im Ruhestand. Zu ihren Ehren wird eine riesige Parade abgehalten. Was passiert, ist durchaus vorhersehbar. Erzfeind Dr. Nefarious taucht auf, stiehlt den Dimensionator und verschwindet damit in eine Dimension, in der er als Imperator Nefarious schalten und walten darf, wie’s ihm beliebt. Die beiden Helden lassen sich das natürlich nicht nehmen und jagen dem Fiesling hinterher.

© Insomniac Games

Neu: auf dem Weg zum Oberbösewicht lernen wir Rivet kennen, eine Lombax-Dame aus einer anderen Dimension – quasi das weibliche Ratchet-Äquivavalent. Rivet ist in ihrer Welt im Widerstand gegen Imperator Nefarious und schließt sich daher gerne dem Heldenduo an. Spielerisch bietet Rivet zwar kaum Abwechslung zu Ratchet, der Wechsel zwischen den beiden Charakteren lockert aber die Story ungemein auf. Diese wird mit vielen Zwischensequenzen, wirklich guten deutschen Sprechern und charmantem Witz erzählt. Es macht einfach Spaß, der Geschichte zu folgen.

Ratchet & Clank: Rift Apart im Test – Atemberaubend schön

Untermalt wird das Ganze von einer atemberaubenden Grafik. Man hat nahezu stets das Gefühl, einen Pixar-Animationsfilm zu spielen. Ratchet & Clank: Rift Apart gehört mit HDR-Lighting, Raytracing, 60 FPS und Co. zu den hübschesten aktuellen Games. Der enorme Detailgrad ist beeindruckend – was da alles auf dem Bildschirm explodiert, wabert, scheint und wummst, das sucht seinesgleichen. Garniert wird das wunderschöne Schmuckstück mit kaum wahrnehmbaren Ladezeiten – hier spielt die PS5 ihre echte Power aus. Und noch eine Kirsche gibt es auf die Sahne: Ratchet & Clank: Rift Apart ist nach dem Day-One-Patch ein hochgradig fehlerfreies Spiel. Beim Test sind uns keinerlei Bugs, Fehler oder gar Abstürze untergekommen. Hervorragend!

© Insomniac Games

Ebenfalls hervorragend ist das Spielgefühl, denn die Entwickler haben an der Speed-Schraube gedreht und Ratchet, Rivet und Co. deutlich wendiger und fixer gestaltet. Das kommt uns nicht nur während der Kämpfe zugute, sondern auch bei der Navigation durch teilweise riesige, an Open-World-Games erinnernde Level zu Gute. Das Gunplay ist, wie schon in den Vorgängern, eine wahre Wonne. Wir erhalten passive Waffen wie selbstschießende Pilze oder eine Mischung aus Schild und Nahkampfwaffe und mächtige Wummen wie den Handschuh der Apokalypse. Während der Kämpfe müssen wir die richtige Kombination aus unseren Waffen finden und möglichst fix hin und her wechseln, um die teils knackigen Kämpfe zu bestehen. Verbessern können wir die Waffen freilich auch. Und mit den verbesserten Skills schalten wir neue Fähigkeiten frei. So wird aus einem einfachen Blaster irgendwann mal eine dreiläufige Puste mit ordentlich Bumms im Gepäck.

Zu den launigen Feuergefechten gesellen sich tolle Plattforming-Einlagen. Wir sliden über Gerüste, fahren auf Schienen entlang oder springen zwischen Magnetpfaden hin und her. Das alles wird meist aufwändig inszeniert und mit vielen Action-Momenten gut gescripted. Der Schwierigkeitsgrad bleibt, gerade auf den ersten Stufen, stets beherrschbar. Frust macht sich nie breit. Hin und wieder hätten wir uns aber etwas mehr Herausforderungen gewünscht. Das trübt das Gesamtbild aber nur minimal. Aufgelockert werden die Parts mit Clank-Missionen, die an klassische Rätsel erinnern oder mit Glitch-Missionen. Glitch ist eine kleine Roboterspinne, mit der wir Computerviren von Festplatten pusten. Während die Clank-Missionen Hirnschmalz erfordern, sind die Glitch-Missionen eine nette Ballerei-Abwechslung und weniger anspruchsvoll. Spaßig sind beide Varianten aber allemal.

Ratchet & Clank: Rift Apart im Test – Fazit

Wer eine Playstation 5 sein Eigen nennt, der kommt um Ratchet & Clank: Rift Apart nicht herum. Das Spiel zeigt, zu was die neue Konsole im Stande ist. Egal ob es um die grafische Qualität geht, die hervorragende Einbindung des Sense-Controllers oder die unfassbar fixen Ladezeiten. Ratchet & Clank: Rift Apart ist ein Must-have-Titel – und taugt tatsächlich für die ganze Familie.

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