Testbericht

Raid im Detail

Raid im Detail

[u]Raid 0[/u] Raid 0 wird auch als Stripeset bezeichnet und hauptsächlich eingesetzt, um eine hohe Transferleistung zu erzielen. Beim Raid 0 werden die Daten nicht auf eine Festplatte geschrieben, sondern jeweils abwechselnd, in so genannten Chunks, auf alle beteiligten Platten. Daraus entsteht der Performance-Gewinn von theoretisch 100% pro zusätzlicher Platte bei jedem Schreib- und und Lesevorgang. Da alle Festplatten beschrieben werden, erhalten Sie die volle Kapazität aller Platten.

Ein Raid 0, das aus zwei 500-GByte-Festplatten aufgebaut ist, bietet 1 TByte Gesamtkapazität. Der größte Nachteil dieses Raid-Levels ist die geringere Verlässlichkeit. Jede Festplatte in einem RAID- 0-Array muss funktionieren, damit das Array verfügbar ist; der Ausfall einer Festplatte in einem RAID-0-Array hat zur Folge, dass jeweils ein Teil aller Daten nicht zur Verfügung steht, was das Array nutzlos macht.

Raid 0 auf einer NAS einzurichten, grenzt schon alleine deshalb an groben Unfug. Der Geschwindigkeitsgewinn wird überdies durch die fehlende Rechenkraft der meisten NAS- Prozessoren zunichte gemacht. Da eine NAS hauptsächlich als Backup-Medium verwendet wird, ist zudem das Sicherheitsrisiko viel zu hoch, alle Daten zu verlieren.

© Archiv

Externe Festplatten sorgen auch für Sicherheit.

[u]Raid 1[/u]Wer seine NAS für die Sicherung wichtiger Dateien einsetzen will, seien es Kinderfotos, die Musiksammlung oder wichtige Unterlagen wie Bewerbungsdokumente oder die Steuererklärung, kommt um den Raid-Level 1 nicht herum. Hierbei werden alle Daten auf zwei Festplatten geschrieben, die so zu einem Spiegelbild von sich selbst werden.

Deshalb wird aus diesem Grund Raid 1 häufig auch als Mirroring bezeichnet. Fällt eine Platte aus, sind die Daten immer noch von der gespiegelten Platte lesbar und man kann wie gewohnt von der noch funktionierenden Festplatte alle Daten auslesen.

Das größte Manko von Raid 1: Durch die Spiegelung steht die Kapazität nur einer der beiden Platten zu Verfügung. Das heißt, bei zwei Platten mit 500 GByte, also insgesamt 1 TByte, sind nur 500 GByte verfügbar. Wie beim Raid 0 kann man beim Raid-Level 1 unterschiedlich große Festplatten betreiben, allerdings verliert man in diesem Fall noch mehr Speicherplatz, da die kleinere Festplatte die Gesamtkapazität bestimmt. Da nur eine Platte im Schreib-Lese-Zugriff steht, gibt es bei Raid 1 keinen Performance-Gewinn.

Raid 1 ist wohl die beste Lösung, um seine Daten zu sichern, denn sogar bei einem defekten Raid-Controller kommt man an seine Daten ran. Sollte dagegen bei einem Raid 5 der Controller kaputt gehen, können die Daten bestenfalls nur dann wieder ausgelesen werden, wenn man die Platten an einen gleichen Controller anschließt und zudem in der richtige Reihenfolge.

[u]Raid 5[/u] Raid 5 wird selten bei NAS-Systemen für das Home Office eingesetzt, da die Anschaffungskosten und der Energieverbrauch noch relativ hoch sind. Für ein Raid-5-Array braucht man mindestens drei Festplatten. Diese werden als ein Laufwerk zusammengefasst und die Daten werden, ähnlich wie beim Raid 0, auf die angeschlossenen Platten verteilt. Neben den eigentlichen Daten werden zusätzlich so genannte Parity-Daten gespeichert.

Dies bedeutet, dass jedes Mal, wenn Daten auf das Array geschrieben werden, auf mindestens zwei Festplatten geschrieben wird: die Festplatte, auf die die aktuellen Daten geschrieben werden sollen und die Festplatte, die den zugehörigen Paritätsblock enthält. Diese Parity-Daten werden zur Wiederherstellung genutzt, wenn eine Platte ausfällt.

Der Vorteil: Die zusätzliche Sicherheit kostet je nach Anzahl der Platten höchstens 33% der Gesamtkapazität. Bei fünf Platten erhält man eine Gesamtkapazität von vier Platten, verliert also nur 20 Prozent. Je mehr Platten am Raid-5-Controller angeschlossen sind, desto höher ist der theoretische Performance-Gewinn und das Verhältnis von Nutzkapazität zur Gesamtkapazität.

Was der QNAP TS-509 Pro kann, steht auf Seite 3...

Hersteller/Produkt QNAP T5-509 Pro Thecus 7700 Pro Netgear ReadyNAS NV+ Buffalo Linkstation LS-QL
Ranking im Testfeld Platz 1 (Testsieger) Platz 2 Platz 3 Platz 4 (Preistipp)
Technische Merkmale
Anz. Festplatten min./max. 1/5 1/7 2/4 2/4
Festplattenkapazität max. 10000 GByte 14000 GByte 8000 GByte 8000 GByte
PATA/SATA -/ja -/ja -/ja -/ja
Externe Anschlüsse 5x USB, 1x eSATA, 1x USV 4 x USB, 1x eSATA 3x USB 2x USB
Raid Level 0, 1, 5, 6, und JBOD 0, 1, 5, 6, 10 und JBOD 0, 1 ,5 und X-Raid 0, 1, 5 und 10
Hot Swap fähig ja ja ja ja
LAN-Schnittstelle RJ 45 2x RJ 45 RJ 45 RJ 45
LAN-Geschwindigkeit 100/1000 MBit/s 100/1000 MBit/s 100/1000 MBit/s 100/1000 MBit/s
Weitere Schittstellen WAN WAN und USV - -
USB-Host ja ja ja ja
Kensington-Schloss ja - ja ja
Features
User-Verwaltung/Disk-Quota ja/ja ja/ja ja/ja ja/ja
Web-Interface/Sprache ja/englisch ja/englisch ja/deutsch ja/englisch
Backup-Feature ja ja ja ja
System-Status ja ja ja ja
Disk Scan ja ja ja ja
Disk Formatierung ja ja ja ja
DHCP-Client/Server ja /ja - /ja ja /- ja /-
Dienste
UPnP ja ja ja ja
Media-Server ja ja ja ja
FTP-Server ja ja ja ja
iTunes-Server ja ja ja ja
Print-Server ja ja ja ja
Gemessene Werte
Schreiben 3104 MByte/min 3125 MByte/min 800 MByte/min 528 MByte/min
Zeit für 14 GByte mit 1200 Dateien 4:51 min 4:48 min 17:49 min 26:47 min
Lesen 2641 MByte/min 2150 MByte/min 1703 MByte/min 861 MByte/min
Zeit für 14 GByte mit 1200 Dateien 5:30 min 6:51 min 8:22 min 16:25 min
Stromverbrauch im Standby 58 Watt 51 Watt 43 Watt 30 Watt
Stromverbrauch bei Volllast 67 Watt 68 Watt 53 Watt 34 Watt
Stromverbrauch bei Idle 58 Watt 51 Watt 43 Watt 30 Watt

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