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UHD-Blu-ray-Player

Pioneer UDP-LX500 im Test: Echtes Schwergewicht

Der Pioneer UDP-LX500 präsentiert sich im Test als edler UHD-Blu-ray-Player mit sehr guter Bild- und Tonqualität. Mehr lesen Sie in unserem Testbericht.

Pioneer UDP LX500 im Test

© Josef Bleier

Pioneer UDP LX500 im Test
EUR 867,99

Pro

  • extrem leise
  • spielt SACD + DVDA
  • wertiges Gehäuse

Contra

  • kein HDR10+
  • kein 7.1 analog Out
  • kein Netflix/Prime

Fazit

video-Testurteil: sehr gut; Preis/Leistung: sehr gut
87,0%

Der Pioneer UDP-LX500 bringt im Test mehr als zehn Kilo auf die Waage. Erreicht wird das zum Beispiel durch eine 3-mm-Stahlplatte im doppellagig ausgeführten Boden. Die große Masse mit tiefliegendem Schwerpunkt soll den Betrieb des optischen Laufwerks stabilisieren und Vibrationen unterbinden, die durch die hohe Drehzahl von maximal 5000 pro Minute entstehen können. Das Gehäuse selbst ist gekapselt und ohne Kühlgebläse aufgebaut, als Resultat sind die Laufgeräusche für einen BD-Player extrem niedrig und sogar noch etwas geringer als bei dem sehr leisen Panasonic-Player. Vom Materialaufwand und der Anmutung her kann der Pioneer aber in puncto Verarbeitungsqualität nicht ganz mit anderen Flaggschiffen mithalten. Bezüglich möglicher Discformate gibt sich der UDP-LX500 souverän, kann er doch nicht nur die 4K Blu-ray mit Dolby Vision und HDR, sondern auch Standard-BDs in 2D und 3D, DVDs und CDs abspielen.

Zudem gibt er auch die HiRes-Audiodiscs SACD und DVD-Audio wieder und ist somit ein echter Alles-Player. ISO-Files von Discs sind auch mit dem Pioneer nicht zu machen, per USB und DLNA laufen aber alle wichtigen Formate von 4K bis SD, mit dabei ist WMV.

SACD und DVDA abspielbar

Für Audio-Fans: DSD kann der  UDP-LX500 bis 5,6 bzw. 2,8 MHz bei Stereo bzw. 5.1 und PCM-Formate bis 192 kHz/24 Bit wiedergeben. Die Video-Sektion bietet zwar  Dolby Vision und HDR, (noch) nicht aber HDR10+. Für die Farbabtastung setzt Pioneer auf lineare Interpolation. Dadurch wird das Bild etwas schärfer und härter. Das Testbild mit konzentrischen Kreisen präsentierte der Pioneer mit Moiree-Muster und gestuften Bereichen. Damit kommt er in diesem Punkt zum ähnlichen Ergebnis wie der Oppo UDP-205, zeigte aber zusätzlich ein Banding, zuweilen sichtbar bei Himmelsverläufen. Für die Performance-Anpassung an TV-Geräte und Projektoren bietet Pioneer  einen komfortablen Preset-Modus.

Pioneer UDP LX500 im Test

© Josef Bleier

Die Pioneer-Fernbedienung wirkt edel, ist aber recht schwer. Die vielerlei Tasten sind zumeist beleuchtet, die Druckpunkte nicht sehr markant.​

In der Audio-Sektion setzt Pioneer  als wichtigen Klang bestimmenden Baustein den hochwertigen D/A-Wandler AK4490 von Asahi Kasei ein. Doch reizt Pioneer – wie auch  Panasonic – die jeweils verbauten Wandler nicht aus, da der AK44090 DSD bis 11,2 MHz und PCM bis 768 kHz in 32 Bit-Auflösung wiedergeben kann. Die zentrale Elektronikplatine ist in sechs Schichten gefertigt und schafft die Basis für reduziertes Rauschen im Digital- und Analogbereich. Seine tolle Wandlerqualität vermag der Pioneer nur im Zweikanalbetrieb über asymmetrische Cinch- Anschlüsse auszureizen. Für die Digitalausgabe lässt sich etwaiger HDMI-Jitter durch separaten HDMI-Audiotransfer zum AV-Receiver umgehen.

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Bei Nutzung eines gemeinsamen HDMI-Kabels für Audio/Video bietet der UDP-LX500 über sein Schaltungskonzept PQLS eine jitterfreie Audio-Übertragung, jedoch nur im Zusammenspiel mit einem geeigneten (Pioneer-)Receiver.  Web-Dienste wie Netflix und  Prime fehlen derzeit noch. Für Blu-rays stellt der Player umfangreiche Infos bereit – auch über Quellformate. Als geradezu spartanisch sind hingegen die Infos während der Wiedergabe von CDs und SACDs zu bezeichnen. Dabei erscheinen auf dem TV-Bildschirm nur Titelnummern und Spielzeiten. Aus Dateien werden hingegen Metadaten mit Bild angezeigt. Für Fotos gibt’s Diashows ohne Musik.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil sehr gut

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

Fazit

Der UDP-LX500 präsentiert sich  als edler UHD-Blu-ray-Player mit sehr guter Bild- und Tonqualität. Der Zugriff auf Netflix und Co. ist derzeit noch nicht möglich, dafür laufen aber die HiRes-Audio-Scheiben SACD und  DVDA. Und somit verdient der Pioneer für Discs den Titel „Alles-Player“.

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