Digitale Fotografie - Test & Praxis
Bildbearbeitung

Photomatix Pro 4 - Evolution

Zeichnung in Lichtern und Schatten? Mit Belichtungsreihen und Photomatix klappt beides.

© photomatix

Dank automatischer Ausrichtung fügt Photomatix auch freihändig geschossene Belichtungsreihen sauber zusammen - zumindest bei hellem Tageslicht gemachte Aufnahmen. Aus den unterschiedlichen Belichtungen berechnet Photomatix so ein in allen Partien durchgezeichnetes Bild. Das Programm ist für Windows und Mac OS X erhältlich, im Preis von 83 Euro ist auch ein Lightroom-Plugin enthalten.

© colorfoto

Durch bewegte Objekte entstehende Geisterbilder entfernt Photomatix Pro 4 automatisch so zuverlässig wie kaum eine andere HDR-Software - genügt das nicht, geht's ab sofort auch manuell.

Geisterbilder unterdrückenIn Version 4 hat Hersteller HDRsoft die schon vorher gute Entfernung von bewegten Objekten - so genannten Geisterbildern - noch verbessert und für schwere Fälle eine manuelle Korrekturmöglichkeit eingebaut. Dabei müssen Anwender die Geister lediglich mit der Maus einrahmen und eine andere Belichtung auswählen. Schwierig wird es allerdings dann, wenn sich beispielsweise mehrere Autos überschneiden. Dennoch: mit der manuellen Geisterbildunterdrückung müssen Anwender deutlich seltener in Photoshop und Co. nachbearbeiten.

Für mehr Qualität bei starkem Aufhellen sorgt außerdem die Rauschreduzierung schon bei den Ausgangsbildern - also noch vor der HDR-Zusammensetzung. Das Mehr an benötigter Berechnungszeit für die Rauschunterdrückung fiel im Test nicht störend auf. Als Ergebnis bekommen Fotografen in stark aufgehellten Bereichen sichtbar rauschärmere Bilder.

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Photomatix Pro 4 punktet mit verbesserten Funktionen und vereinfachtem Bedienkonzept.

Die etwas angestaubt wirkende Oberfläche hat HDRsoft vereinfacht und die drei HDR-Methoden - "Details Enhancer", "Compressor" und "Fusion" in einem Dialog zusammengefasst. Die Auswahl des passenden Stils sowie der gewünschten Voreinstellungen erleichtern in Photomatix Pro 4 außerdem kleine Miniatur-Bilder. Sie geben einen guten Eindruck von den Ergebnissen der jeweiligen Tonemapping-Einstellungen - wie die Zeichnung aller Einzelbilder im Ergebnis untergebracht werden kann.

Fazit:Photomatix Pro 4 macht mit der besseren automatischen, sowie einer neuen manuellen Geisterbildunterdrückung einen großen Sprung vorwärts. Die etwas überarbeitete Oberfläche macht die Bedienung einfacher - auch wenn das nicht über die etwas altbackene Oberfläche hinwegtäuschen kann.

Vor- und Nachteile:

+ Einfache Bedienung+ großer Funktionsumfang+ Top Geisterbild-Unterdrückung+ Lightroom-Plugin- altbackene Oberfläche

Download: Tabelle

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