Blu-ray-Player

Philips BDP9700 im Test

28.6.2013 von Andreas Frank

Mit erlesenen Ingredienzien will Philips bestes Bild und optimalen Ton bieten. Aber auch an Smart-TV-Fans hat der Hersteller gedacht.

ca. 2:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Philips BDP9700
Philips BDP9700
© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Pro

  • edle Verarbeitung
  • 2x HDMI
  • hochwertiger 7.1-Tonausgang
  • SACD-Wiedergabe

Contra

  • kleinere Software-Fehler

Viele Blu-ray-Player-Boliden haben ein Problem: Sie liefern eine erstklassige Bild- und Tonqualität, ein edles Gehäuse, nur mit den smarten Funktionen ist es nicht weit her. Dadurch katapultierte sich der Philips BDP9600 an die Spitze unserer Bestenliste. Jetzt ist der Nachfolger da und die Erwartungen sind dementsprechend groß.

Philips hat beim BDP9700 wieder großen Aufwand betrieben. Den Media-Tek-Hauptprozessor haben die Niederländer mit einem nachgeschalteten Qdeo-Bildchip veredelt. Die Analogton-Sektion ist ebenso hochwertig. Für die Digital-Analog-Wandlung kommen vier Stereo-DACs von Burr-Brown zum Einsatz, die höchste Rechenpräzision garantieren. Versorgt wird das Analogboard für möglichst sauberen Strom von einem eigenen Ringkern-Trafo.

Nicht weniger erlesen geht es außen zu. Das gebürstete Aluminium-Gehäuse ist drei Millimeter dick. Mit vier Kilogramm ist der Philips denn auch doppelt so schwer wie seine Kollegen von LG , Panasonic , Samsung und Sony

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Für den Einsatz im Heimkino hätten der Fernbedienung beleuchtete oder fluoreszierende Tasten gut getan.
© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Philips BDP9700: Einstellungen

Schaltet man den BDP9700 schließlich ein, erstrahlt ein dezentes, blaues Menü, das zu den Quellen und den Einstellungen führt. So gelangt der Nutzer auch zum Smart-TV-Portal. Dort findet er alle wichtigen Angebote. Die Mediatheken von ARD und ZDF, die Online-Videotheken maxdome und WATCHEVER und der Musik-Streaming-Dienst Napster sind an Bord. Einen Web-Browser gibt es obendrein. Nur das Navigieren durch das Smart-TV-Portal könnte etwas flüssiger laufen.

Eine App für Smartphone und Tablet gibt es zusätzlich - für Android-Geräte, aber nicht für iPhone & Co. Sie ist allerdings nur beim Streaming von DLNA-Servern hilfreich. Steuerfunktionen wie Play oder Stop für Disks fehlen. Für diese ist die traditionelle Fernbedienung notwendig. Mit ihr sollte der Nutzer auch eine kurze Exkursion in das Bild-Einstellungsmenü wagen. Es empfiehlt sich, die Detailoptimierung auf O zu stellen. 

Darunter leidet zwar der Schärfe-Eindruck etwas, aber man verhindert unschöne Moires. Außerdem sollte der Besitzer das eingestellte Format überprüfen. Bei 16:9 und 16:9 Breitbild werden von einer Film-DVD ein paar Pixel am linken Bildrand abgeschnitten. Die Einstellung Auto Fit macht es besser. Ein Software-Update sollte das aber beheben können.

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Das Smart-TV-Portal des Philips BDP9700 ist extrem umfangreich und lässt sich individuell anpassen.
© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Philips BDP9700: Bild und Ton

Dann heißt es: zurücklehnen. Der Philips verrichtet seine Arbeit vorzüglich, indem er dem TV ein brillantes und plastisches Bild übergibt. Das ist etwa der adaptiven Kontrastoptimierung zu verdanken. Die letzte Perfektion, wenn es um das Skalieren bewegter Objekte in SD-Quellen geht, fehlt ihm allerdings. Dazu darf man den AV-Receiver getrost über den analogen Mehrkanal-Tonausgang anschließen. Der Klang besitzt den Punch und die Feinzeichnung, die man erwartet.

Somit ist der Philips ein Top-Allrounder: solide Verarbeitung, starke Bild- und Tonqualität und ein üppiges Smart-TV-Angebot. Das findet man sehr selten.

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