Testbericht

Pentax K10D

7.1.2008 von Redaktion pcmagazin und Karl Stechl

Mit ihrem 10-Megapixel-Sensor erreicht die K10D naturgemäß höhere Auflösungswerte als ihre Schwestermodelle K100D/K110D: 1096/1101 LP/BH bei ISO 100/400. Dafür rauscht die K10D bei ISO 400 mehr und liegt mit VN 1,8 (12 Punkte) auf dem Niveau der Olympus E-510. Zum Vergleich: Die K100D/K110D schafft VN 0,9 (15 Punkte). Der Objektkontrast sinkt zwischen ISO 100 und 400 von 9,5 auf 8,0 Blenden. Tendenziell schlägt sich dies auch in der Bildqualitätsbilanz nieder: 56,5 Punkte bei ISO 100, aber nur 52 bei ISO 400. Knapp dahinter: Samsung GX10 (50,5 Punkte) und Olympus E-510 (50 Punkte).

ca. 1:10 Min
Testbericht
  1. Pentax K10D
  2. Datenblatt
Pentax K10D Vorderansicht
Pentax K10D Vorderansicht
© Archiv
Pentax K10D Rückansicht
Mit ihrem spritzwassergeschützten Polycarbonatgehäuse über einem Edelstahlchassis vermittelt die Pentax K10D Professionalität. Ein Bildstabilisator ist auch an Bord.
© Archiv

Deutlich breiter und höher als die Schwestermodelle K100D/ K100Dsuper/K110D, signalisiert die Pentax K10D für 770 Euro semiprofessionelle Ansprüche. Da ist auch genug Platz für ein Pentaprisma mit einer effektiven Suchervergrößerung von 0,6, was dem gehobenen Standard einer Nikon D80 und D200 entspricht. Die Kehrseite: Mit ihrem spritzwassergeschützten Gehäuse aus Polycarbonat inklusive Edelstahlchassis wiegt die Pentax fast doppelt so viel (710 g) wie die Olympus E-410 (375 g).

Das von den Schwestermodellen bekannte AF-System arbeitet mit 11 Messfeldern und 9 Kreuzsensoren. Zur Wahl stehen Messfeldautomatik, manuelle Wahl des Messfelds oder Spotmessung mit dem zentralen AF-Feld. Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit erreicht mit 0,31 s einen ordentlichen Wert. Ein eingebauter Bildstabilisator begünstigt das verwackelungsfreie Auslösen.

Pentax K10D Akkugriff
Im optional erhältlichen Batteriehandgriff lässt sich auch eine Speicherkarte als Reserve ablegen.
© Archiv

Das Programmwahlrad auf der linken Gehäuseoberseite erlaubt die Wahl zwischen Voll-, Programm-, Zeit- und Blendenautomatik, ergänzt durch manuelle Einstellung und B. Die Programmautomatik arbeitet Pentax-typisch als "Hyperprogramm": Verstellt man mit dem Daumenrad die Blende, wird automatisch die richtige Zeit eingestellt. Stellt man mit dem Rad am Auslöser die Zeit ein, wird die dazu passende Blende gewählt. Hat man sich dabei verrannt, kehrt man durch Druck auf die grüne Taste neben dem Auslöser zu der von der Kamera vorgeschlagenen Zeit-Blenden-Kombination zurück. Auf Motivprogramme bzw. "Scenes" hat man im Unterschied zu K100D/K100D super/K110D verzichtet.

Eine Besonderheit der K10D ist der eingebaute RAW-Konverter zur Nachbearbeitung von Bildern auf der Speicherkarte. Bei der Konvertierung von RAW-Daten zu JPEGs können insgesamt acht Parameter beeinflusst werden: Auflösung, Kompression, Weißabgleich, Empfindlichkeit, Farbintensität, Sättigung, Schärfe und Kontrast. Die neuen Bilder werden als JPEGs auf der Speicherkarte abgelegt. Eine Bearbeitung bereits aufgenommener Bilder ermöglichen auch die integrierten Digitalfilter.

Menü Auswahl Pentax K10D
Über die Fn-Taste erreicht man ein Auswahlmenü für besonders wichtige Einstellungen.
© Archiv
Menü Auflösung Pentax K10D
Der eingebaute RAW-Konverter erlaubt das Einstellen der wichtigsten Parameter für die Konvertierung zum JPEG.
© Archiv

Pentax K10D

Pentax K10D
Hersteller Pentax
Preis 590.00 €
Wertung 71.0 Punkte

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