58-Zoll-TV

Panasonic TX-58AXW804 im Test

27.10.2014 von Yasmin Vetterl

Das Angebot an Ultra-HD-Fernsehern steigt. Es fragt sich, ob die neue Technologie die deutschen Wohnzimmer revolutioniert oder UHD nur ein weiteres Feature der TV-Geräte wird. video hat den 4K-TV Panasonic TX-58AXW804 getestet.

ca. 2:30 Min
Testbericht
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Panasonic TX-58AXW804
Panasonic TX-58AXW804
© Panasonic

Pro

  • Doppel-Tuner   
  • Infobar   
  • viele Bildoptimierungen   

Contra

  • fahl bei seitlichem Blick   
  • schwache Bewegungsglättung   
  • kein WSS

Mit der Vorgängerserie WT600 konnte Panasonic in unserem großen Ultra- HDTV-Vergleich in Ausgabe 12/13 den Testsieg erringen. Die neue Referenzlinie AXW804 hat jetzt noch etliche Verbesserungen parat und kommt im neuen Look.

Dabei wird der hier in 58 Zoll getestete Neuling flankiert vom 4500 Euro teuren 65-Zöller und von einem kleinen 50-Zoll-Bruder (für 2300 Euro). Panasonic folgt beim Design dem Trend zur Integration des Standfußes in voller Breite. Das sieht sehr schön aus, doch ist zu bedenken, dass das Gerät nun einen großen Standbereich braucht.

Panasonic TX-58AXW804
Der über 10 kg schwere Ständer dient nur zur Kabelführung. Ein Subwoofer wäre hier prima gewesen.
© Panasonic

Natürlich ist im TX-58AXW804 Panasonics Tuner-Clou 2014 eingebaut: der fünfte Signalweg Sat>IP. Mit dem passenden Server (etwa dem Kathrein EXIP 414) braucht man keine zwei Satellitenkabel im Wohnzimmer mehr, vielmehr holt sich der Fernseher seine Sender über das Netzwerk von der Schüssel. Bei unseren Tests zeigte sich, dass bei WLAN über große Entfernungen wie erwartet HDTV nicht zuverlässig läuft.

Die exzellente Implementation der beiden klassischen Vier-Wege-Tuner (mit zweimal CI+) wurde selbstverständlich beibehalten. Sie binden automatisch auch exotische Sat-Systeme ein und können mehrere Aufnahmen gleichzeitig tätigen, eine schnelle externe USB-3.0- Festplatte vorausgesetzt. Als Krönung werden Aufnahmen und sogar Live- TV über DLNA im Heimnetz zum Streamen angeboten.

Eine weitere Spezialität von Panasonic ist die Personalisierung des TV-Erlebnisses. So lassen sich Nutzerprofile erstellen und per Gesichts- oder Stimmerkennung auswählen: Man wählt die eigene Hauptmenüseite an und bekommt Platz im Service my-HomeCloud. Die dazugehörige Kamera klappt bei Bedarf motorisch aus; mit ihr lässt sich natürlich auch skypen. Ein Bewegungsdetektor erkennt gar im Standby-Betrieb (7 Watt), wenn sich vor dem TV etwas tut, woraufhin eine Infobar mit Wetter, Mitteilungen und Empfehlungen eingeblendet wird. Ein Mikrofon ist im mitgelieferten Touchpad integriert.

Panasonic TX-58AXW804
Das nicht wirklich ultradünne Panel wird durch den äußerst massiven Fuß gestützt.
© Panasonic

Trotz dieser modernen Kontrollvariante besitzen die Menüs nicht die komplett durchdachte Maussteuerung, wie man sie seit Jahren von LG und neuerdings auch von Samsung kennt. Panasonics konservativere Bedienung hat die HEXA Processing Engine Pro sicher und flüssig im Griff. Die metallisierte Fernbedienung gefällt durch ihren präzisen Druckpunkt und große Tasten.

Der Panasonic trotzt vor Ultra-HDFeatures. Die vierte HDMI-Buchse nimmt 4K in 50 und 60 Hz entgegen und ist auf den Kopierschutz HDCP 2.2 umschaltbar. Den DisplayPort für die Einbindung von 4K-Hochleistungs- PCs gibt es auch noch. Und der Codec HEVC läuft schon, aber nur mit MP4- und TS-Dateien. Schade, denn der kostenlose HEVC-Coder von DivX nutzt MKV als Container-Format.

Panasonic TX-58AXW804
In diesem anpassbaren Homescreen erlaubt der Zweit- Tuner, eine Programmvorschau zu nutzen.
© Panasonic

Scharfe Aussichten

Beim letzten Vergleich war Panasonic der große Innovator. Leider wurde jedoch das Bauteil beibehalten, das den Testsieg so knapp machte: das Panel. Sein geringer Blickwinkel für satte Farben fällt mehr den je ins Auge, wenn man die tolle Leisung von LG betrachtet. Und Samsung hat seine schwache Bildelektronik komplett saniert und damit Panasonic überholt.

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Es gibt jedoch auch viel Lobenswertes zu vermelden: zum einen die besten Werkseinstellungen (THX) und dazu noch Optionen (wie isf, und Calman), um alles zu perfektionieren. Zumindest direkt von vorn wirkt das Bild messerscharf und brillant. Immerhin ist das Panel etwas stärker geschwärzt und reflexionsärmer als seine Mitbewerber.

Technikfreaks werden die vielen Einstellungen für die Perfektionierung der Skalierung lieben: etwa intelligentes Nachschärfen, Farb- bzw. Leuchtstärke-Booster und lokales Dimmen. Gedimmt werden nach unseren Testerkenntnissen die zwölf Zonen des vertikal scannenden Backlights, das auch die Bewegungsschärfe verbessert. Leider klappt dies allein durch die Berechnung von Zwischenbildern (Intelligent Frame Creation) nicht so gut.

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