Digitale Fotografie - Test & Praxis
Vollformatkamera

Panasonic Lumix S1R und S1: Belichtung und Video

© Panasonic / Screenshot & Montage: ColorFoto

Video im 4K/6K­Foto­Modus: Die Markierung im Fortschrittsbalken am oberen Bildrand lässt sich per Touch verschieben, um das gewünschte Einzelbild zum Speichern auszuwählen (links). High­ Resolution­Aufnahme: Wenn aktiviert, macht die Kamera acht Aufnahmen (jeweils mit leichtem Sensor­Versatz), die sich zu einem RAW mit 187 MP (S1R) oder 96 MP (S1) addieren (rechts).

Der mechanische Schlitzverschluss der S1R ermöglicht Belichtungszeiten zwischen 1/8000 und 60 s. Wird der erste Verschlussvorhang elektronisch realisiert, reduziert sich die kürzeste Zeit auf 1/2000 s. Das reduziert beim Arbeiten vom Stativ Vibrationen. Das Auslösegeräusch bleibt bei der S1R aber auch moderat, wenn beide Verschlussvorhänge mechanisch gebildet werden. Lautlos arbeitet der elektronische Verschluss mit Zeiten bis 1/16 000. 

Über das Moduswahlrad mit Entriegelungstaste wählt man die Belichtungsprogramme, darunter die Standards (P, A, S, M), ergänzt durch eine Vollautomatik (iA), den Videomodus und einen von drei Individualspeichern (C1-3). Am darunter angeordneten Einstellring hat man die Wahl zwischen Einzel- und Serienbildmodus, Selbstauslöser und Zeitrafferaufnahme. 

Der Sensor-Shift-Mechanismus ermöglicht einen High-Resolution-Modus. Wenn aktiviert, macht die Kamera automatisch acht Aufnahmen – jeweils mit leichtem Sensor-Versatz –, die sich zu einem RAW mit 187 Megapixeln (16 736 x 11 160 Pixeln) addieren. Video war schon immer eine Stärke der Panasonics. Die S1R beherrscht das Filmen in 4K-Auflösung mit bis zu 60 B/s. Zudem bietet sich mit der 4K/6-Foto-Funktion die Möglichkeit, Videosequenzen aufzunehmen, aus denen sich Standbilder exportieren lassen. Mit 4K sind 30 oder 60 B/s möglich, mit 8-MP-Standbildern als Ergebnis. 

Im 6K-Modus sind 30 B/s drin, wobei sich dann 18-MP-Standbilder exportieren lassen. Mit der Post-Fokus-Funktion erstellt die Kamera ein MP4-Video mit verschiedenen Schärfeebenen zwischen nah und fern. Anschließend kann man am Kamera-Monitor durch Berühren Motivbereiche selektieren, die scharf abgebildet werden sollen und das Bild speichern. 

Mittels Fokus-Bracketing erzeugt die S1R dagegen eine konventionelle Bildserie (RAW/JPEG) mit ebenfalls unterschiedlichen Schärfeebenen für das externe Fokus-Stacking z.B. mit PS-Photomerge.

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