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Vollformatkamera

Panasonic Lumix S1R und S1 im Test

47-Megapixel-Sensor, Videos mit 4K und 60 B/s, ein OLED-Sucher mit 1,9 Millionen RGB-Bildpunkten. Oder 24-Megapixel-Sensor plus identischer Kameraausstattung? Panasonic fordert die Konkurrenz mit gleich zwei seinen spiegellosen KB-Kameras Lumix S1R und Lumix S1 heraus. Lesen Sie hierzu unseren Test.

Panasonic Lumix S1R und S1 im Test

© Panasonic

Panasonic Lumix S1R und S1, das erste Produkt der "L-Mount-Alliance" überzeugt auf ganzer Linie.

Pro

  • harmoniert mit schweren Telezooms
  • „state-­of-­the-­art“ bei technischer Ausstattung und Bedienkonzept
  • Sperrschalter, um Bedienelemente mit Ausnahme des Auslösers zu sperren

Contra

Fazit

Panasonic Lumix S1R: ColorFoto Testurteil : 79,5 Punkte (20 Punkte über Durchschnitt); Kauftipp: Kleinbild -- Panasonic Lumix S1: ColorFoto Testurteil : 77,5 Punkte (18 Punkte über Durchschnitt); Kauftipp: Preis-Leistung

Panasonic ist wahrlich kein Neuling unter den Systemkameraherstellern. Vor mehr als elf Jahren brachte das japanische Unternehmen mit der Lumix G1​ die erste spiegellose Systemkamera überhaupt auf den Markt – also digital und mit Autofokus. 

Damit hat Panasonic den Grundstein für die Kameraklasse gelegt, die heute den Markt übernimmt. In der Folge konzentrierte sich Panasonic – in Kooperation mit Olympus – auf das Four-Thirds-System. Jetzt bringt Panasonic parallel ein zweites System an den Start: Die Lumix-Modelle S1 und S1R haben einen Vollformatsensor mit 35,6 x 23,8 mm bzw. 36 x 24 mm, dessen Fläche fast viermal so groß ist wie beim Four-Thirds-Format (13 x 17,3 mm). 

Mit 47-Megapixel-CMOS ohne Tiefpassfilter stellt die S1R einen neuen Auflösungsrekord unter den spiegellosen Vollformatkameras auf, die S1 begnügt sich mit 24 Megapixeln und steht damit in direkter Konkurrenz zu Sony A7 III und Nikon Z6. Mit Gehäusepreisen von 2500 Euro (S1) und 3700 Euro (S1R) siedeln sich die Neuen am oberen Ende der aktuellen Preisskala an. 

Als erste Kamera der S-Serie stand das 47-MP-Topmodell im Testlabor. Die S1 kam erst wenige Tage vor Redaktionsschluss dazu, sodass unser Test von der S1R ausgeht. Die Kamerafunktionen beider Modelle sind gleich. Angekündigt wurden die beiden Kameras bereits zur photokina 2018 im Zuge der „L-Mount-Alliance“, einer Partnerschaft der Firmen Leica, Panasonic und Sigma. 

Panasonic verwendet bei seiner S-Serie das L-Bajonett der Leica SL. Neben kompatiblen Leica-Objektiven – bereits vorhandenen und voraussichtlich 18 neuen bis Ende 2020 – will Sigma mit 14 weiteren Objektiven in diesem Jahr die Systembasis verbreitern. Synchron zum Start der S1R bringt Panasonic eine Festbrennweite (1,4/50 mm, ca. 2500 Euro) und zwei Zooms mit moderater Lichtstärke auf den Markt – das 4/24-105 mm (1400 Euro) und das 4/70-200 mm (1900 Euro)

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