Kompakte Systemkamera

Panasonic Lumix GF5 im Test

20.5.2012 von Horst Gottfried

Panasonic hat um einen 12-Megapixel-4/3"-Sensor ein superkompaktes Gehäuse gebaut: die Lumix GF5.

ca. 3:00 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Panasonic Lumix GF5 im Test
  2. Datenblatt
Panasonic GF5, Panasonic Lumix GF5
Panasonic GF5, Panasonic Lumix GF5
© Panasonic
EUR 407,72
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Pro

  • Touch­screen-Bedien­oberfläche
  • Zahlreiche Digital­effekte

Contra

  • Live-View-Kontrast-AF hinkt in der Leistung

Die Panasonic Lumix GF5 hat den griffigen Gummihandgriff von der Lumix GX1 übernommen und liegt damit trotz ihres kleinen Gehäuses sicher in der Hand. Dank der umfangreichen Touchscreen-Funktionen führen bei der Lumix oft mehrere Wege zum Ziel. Wichtige Funktionen können über echte Tasten gewählt werden. Diese und weitere Funktionen sind auch über virtuelle Tasten auf dem Touchscreen abrufbar.

Die Aktivierung erfolgt per Berührung oder mit variablen Dreh-/ Vier-Richtungstasten-Rad, die Bestätigung dann per Antippen oder Drücken der reellen OK-Taste - nach kurzer Eingewöhnung sehr praktisch. Drei Funktionstasten, eine mechanische, zwei auf dem Touchscreen, können mit bevorzugten Funktionen belegt werden. So bietet auch die GF5 eine Funktionswählrad, aber eben nur virtuell als Symbol auf dem Touchscreen. Die Touchscreen-Bedienoberfläche lässt sich zum Teil individuell anpassen, etwa Art und Reihenfolge der Funktionen im Quick-Menü.

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Speicherkarten und Akkufach liegen im Boden der Lumix GF5, die Anschlüsse hinter der seitlichen Klappe.
© Horst Gottfried

Was an der GF5-Touchscreen-Funktion manchmal nervt, ist die durch zufällige Berührung immer wieder ungewollt erfolgende Verschiebung des AF-Felds. Zum Glück lässt ein Druck auf die Reset-Taste es schnell wieder in die Bildmitte zurückspringen. Ist Touch-Auslösung aktiviert, erhält man interessante Zufallstreffer, wenn die GF5 vor dem Bauch baumelt und beim Gehen immer wieder mal einen Hemdknopf touchiert.

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Die Belichtungswahl findet auf dem Touchscreen der Lumix GF5 statt.
© Horst Gottfried

Autofokus & Aufnahme

Die Lumix-Objektive mit integriertem AF-Motor machen nur in Ausnahmefällen wie mit dem 1,7/20-mm-Pancake leise Geräusche. Zudem gehört Panasonics Kontrast-AF auch in der Lumix GF5 mit 0,25 bzw. 0,4 s zu den schnellsten seiner Art. Dagegen hinkt der Live-View-Kontrast-AF der K-01 mit 0,82 bzw. 1,71 s in der Leistung merklich hinterher, was in der Endabrechnung entscheidende Punkte kostet.

Das AF-System der Lumix GF5 kann mehr. Es bietet 23-Feld-, 1-Feld- und "Nadelspitzen"-Modus mit Zielkreuz, dazu ebenfalls AF-Tracking und Gesichtserkennung. Die Größe des Messfeldes im 1-Feld-Modus ist in vier Größen variabel. Es lässt sich frei bis an die Bildränder verschieben. Ein Druck auf die Reset-Taste lässt es, wie auch das kleine Punkt-Zielkreuz, bei Bedarf blitzschnell wieder in seine zentrale Position springen. Bei 23-Feld und Nadelspitze werden zirka 5 mm an den Bildrändern nicht erfasst. Der Touchscreen-AF der Lumix GF5 bietet die schnellste Möglichkeit, den Fokus auf ein bestimmtes Motivdetail zu legen und auzulösen.

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Die Lumix GF5 bildet mit dem Powerzoom X-Vario 3,5-5,6/14-42 mm eine besonders kompakte Einheit.
© Horst Gottfried

Bei möglichen Bildserien liefert die Lumix GF5 bei maximal 4 B/s. Neben den üblichen Belichtungssteuerungsfunktionen von manueller Zeit- und Blendenwahl bis zur vollautomatischen Motivprogrammwahl bietet sie auch zahlreiche Digitaleffekte. Für automatische Belichtungsreihen bietet sie nur einen knappen Spielraum von maximal 1,33 EV. Bei den Belichtungsreihen stehen an der Lumix GF5 Weißabgleichsbelichtungsreihen mit drei unterschiedlichen Einstellungen auf der Magenta-Grün- oder Amber-Blau-Achse zur Wahl. RAW-Aufnahmen legt die Lumix GF5 im Panasonic-eigenen RAW-Format ab. Full-HD-Videos nimmt sie mit maximal 30 B/s und Stereoton im AVCDH- oder MP4-Format auf und erlaubt dabei erlaubt die Tonaussteuerung in vier Stufen. 

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Übersichtliche Symbole führen zu den Aufnahmeoptionen und Kameraeinstellungen.
© Horst Gottfried

Bildqualität

Die Auflösung der Lumix GF5 mit ihrem 12-Megapixel-Sensor liegt bei etwa 1400 bis 1350 LP/BH im Bereich von ISO 160/100 bis ISO 1600. Bei ISO 1600 ermittelte das Messlabor V/N-Werte von 0,8 bis 1,5 (bei ISO 1600), und ab ISO 3200 steigt das Rauschen von 2,3 über 3,4/ISO 6400 bis 6,1/ISO 12 800 an. Die Kurtosiswerte sind bis ISO 3200 recht gut, danach ändert Panasonic die Bildabstimmung deutlich. Die guten Kurtosiswerte erzielt die GF5 allerdings bei den mittleren und gehobenen ISO-Werten durch eine weiche Abstimmung statt durch exakte Feinzeichnung, was zu Punktabzug führt. Dass das Zusammenspiel von Rauschunterdrückung und Auflösung gut funktioniert, zeigen die wichtigen Dead-Leaves (DL)-Werte. Die Lumix GF5 liefert Dynamikwerte von 8 EV bis ISO 1600 und an die 7 EV bei höheren Empfindlichkeiten, bei der Farbgenauigkeit liegt ermittelte das Labor ein ∆E von 9,2 bzw. 9,4.

Testfazit

Panasonic hat mit der Lumix GF5 ein stimmiges Paket geschnürt. Sie ist bei ansprechender Leistung schnell, kleiner und leichter als die meisten Konkurrenzmodelle. Besonders viel Spaß macht die sakkotaschen-kompatible Kombination von der Lumix GF5 mit dem flachen X-Powerzoom 14 - 42 mm oder einem Pancake-Objektiv 1,7/20 mm bzw. 2,5/14 mm.

Panasonic Lumix DMC-GF5

Panasonic Lumix DMC-GF5
Hersteller Panasonic
Preis 450.00 €
Wertung 45.0 Punkte
Testverfahren 1.6

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