4K-Blu-ray-Player

Panasonic DP-UB9004 im Test: Die neue Referenz

27.12.2018 von Reinhard Paprotka

4K-Blu-ray-Player sind geeignet, das letzte Quentchen an Bild- und Tonqualität zu liefern. Im Test möchte der Panasonic DP-UB9004 seine Stärken demonstrieren.

ca. 2:45 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Panasonic DP-UB9004 im Test
Die Fernbedienungkommt mit vielen beleuchteten Tasten, mit gut erkennbaren Zeichen und richtig ausgelegtem Druckpunkt.
© Montage: video Magazin / Josef Bleier

Pro

  • Tolle Farbwiedergabe
  • edles Gehäuse
  • 7.1-Analogausgang

Contra

  • kein SACD
  • kein DVDA

Fazit

video-Testurteil: überragend; Preis/Leistung: überragend


91,0%

Bereits beim Auspacken des Panasonic DP-UB9004 wird der hohe Qualitätsanspruch signalisiert, denn für einen UHD-Blu-Ray-Player ist das Gewicht von knapp acht Kilo beträchtlich. So besteht das Gehäuse des Panasonic aus dicken, präzise gefertigten Aluminium-Platten, die Front fein gebürstet, Deckel und Boden doppellagig. Das trägt zum vibrationsarmen Betrieb des optischen Laufwerks bei, dazu bietet selbiges eine ordentliche Qualität, fährt präzise ein und aus, erzeugt zudem geringe Laufgeräusche.

Als Discformate akzeptiert derDP-UB9004 die 4K Blu-ray mit Dolby Vision und HDR10+, Standard BD-Typen – nach wie vor auch in 3D –, DVD außer RAM, des Weiteren CD. Leider bleiben SACD und DVD-Audio außen vor und damit auch derTitel „Alles-Player“. ISO-Abbilder jeglicher Scheiben laufen üblicherweise nicht über die Quellen Netzwerk/DLNA und USB, wohl aber die aufgelösten Formate HEVC, AVCHD in 2D und 3D, MKV, MPEG4 und MPEG2. DSD – das Format der SACD – gibt der Player in Multikanal bis 5,6 MHz und in Stereo bis bis 11,2 MHz wieder. PCM-Audioformate schafft der Panasonic bis 384 kHz Abtastfrequenz und 32 Bit Auflösung.

Für den Videobereich enthält der DP-UB9004 alle beiden dynamischen HDR-Verbesserer Dolby Vision und HDR10+ und arbeitet dazu mit dem von Panasonic entwickelten HCX-Prozessor (Home Cinema Experience). Der glänzt mit ausgefuchster Farbkonvertierung durch höchst intelligente Umrechnung des Chroma-Subsamplings. Dabei wird auch die Positionierung der Farbsamples im Ausgangssignal mit einbezogen.

Panasonic DP-UB9004 im Test
Das Innenleben des DP-UB9004 umfasst links das Netzteil mit allein Zehnfach-Spannungsversorgung für D/A-Wandlung und Ausgangsstufen. Hinter dem optischen Laufwerk sitzen die analogen Audio-Ausgänge und rechts der gekühlte HCX-Videoprozessor.
© Josef Bleier

Super Farbkonvertierung

Der Aufwand hat sich gelohnt, denn sowohl in den Messungen als auch im Sehtest ließen sich neben der hervorragenden Gesamt-Bildqualität des DP-UB9004 auch Verbesserungen bezüglich Schärfe und Sauberkeit feststellen. In diesem Punkt hat der Panasonic gegenüber seinem Konkurrenten von Pioneer die Nase vorn, da Letzterer für die Farbkonvertierung nur eine einfache Interpolation anwendet.Um HDR-Filme auch auf UHD-TVs ohne HDR mit höherem Kontrast darzustellen, setzt Panasonic den feinfühlig einstellbaren HDR Optimizer ein, der das Tone Mapping verbessert und die Helligkeit den Eigenschaften des Fernsehers anpasst.

Auch im Audiobereich hat Panasonic ein ganzes Maßnahmenpaket zu bieten. Herzstück für den Topklang ist der Digital-/Analogwandler AK4493 von Asahi Kasei, der mit 768 kHz sowie 22,4 MHz für PCM- bzw. DSD-Audio sogar doppelt so hohe Werte zuließe als im Player realisiert. Ein solches DAC-Meisterstück macht freilich nur deshalb Sinn, weil die für den Wandlungsprozess nötigen Betriebs- und Referenzspannungen in perfekter Form generiert werden.

Panasonic DP-UB9004 im Test
Der DP-UB9004 erlaubt den Zugriff auf Dienste wie Netflix, Prime und Youtube.
© Josef Bleier

Durch den Einsatz von Low-Noise-Operationsverstärkern bleiben die extrem niedrigen Rauschwerte des DAC in den Ausgangsstufen erhalten. Bestückt ist dieser Bereich zudem mit speziellen, hochwertigen Kondensatoren und sonstigen elektronischen Bauelementen. Nutzen lässt sich die hohe Audioqualität aber nur bei Betrieb über Analogausgänge, die derDP-UB9004 in 7.1 und Stereo sogar in symmetrischer Form anbietet. Um dieses Niveau über (separates Audio-)HDMI zu erreichen, braucht es schon einen AV-Receiver mit Top-Wandlern.

Für die digitale Tonausgabe über einen einzigen HDMI-Ausgang setzt Panasonic einen CTS-Stabilisierer ein, der den HDMI-Jitter und das damit verbundene leicht erhöhte Rauschen im Audiosignal verringern soll. Allerdings lässt sich der Jitter durch Nutzung des separaten HDMI-Audioausgangs völlig vermeiden.

Panasonic DP-UB9004 im Test
Der Panasonic-Player bietet neben separaten HDMI-Buchsen für Video/ Audio auch 7.1 Analogausgänge und symmetrische XLR-Buchsen für den Stereobetrieb. Der Lüfter dient der Kühlung des HCX-Video-Prozessors.
© Josef Bleier

Die Bedienung des Players läuft sehr flüssig und umfasst extrem vielfältige Einstellmöglichkeiten über die gut gestaltete Benutzeroberfläche, wobei besonders der Videofreak angesprochen wird. Bereits jetzt hat Panasonic die Steuerung über AmazonAlexa oder Google Sprachassistenten für einige Transportfunktionen realisiert, eine Erweiterung ist geplant.Bei der CD-Wiedergabe erscheint eine Tabelle mit Titelnummern jedoch ohne Tags. Per FreeDB sollte das doch realisierbar sein. Gapless-Wiedergabe ist zwar einschaltbar, hinterlässt zumindest bei MP3 aber noch kleine Lücken. Erfreulich im Zeitalter der digitalen Foto-Überflutung ist die Diashow mit allerhand Einstellmöglichkeiten und Musikuntermalung.

Fazit

Mit dem DP-UB9004 setzt Panasonic einen neuen Maßstab für die Bildqualität von 4K-Blu-ray-Playern​. Das intelligente Farb-Upsampling ist einfach klasse! Aber auch im Audiobereich kann der Player voll überzeugen, und mit Netflix/Prime zapft Panasonic Online-Quellen für Dolby Vision und HDR10+ an.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil ueberragend
© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH
[Testsiegel] video Magazin Preis/Leistung überragend
© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

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