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UHD-Blu-ray-Player

Panasonic DP-UB154 im Test

Mit dem DP-UB154 für 160 Euro reißt Panasonic bei UHD-Blu-ray-Playern die 200-Euro-Marke: So unterscheidet sich Panasonics neues Sparmodell von der Mittel- und Oberklasse. Lesen Sie hierzu unseren Test.

Panasonic DP-UB154 im Test

© Josef Bleier

Noch nie war ein UHD_Blu-ray Player so günstig. doch liefert der UB154 von Panasonic auch bei der Leistung ab?

EUR 137,9

Pro

  • Unterstützung von HDR10+
  • gute Bildqualität
  • sehr günstiger Preis

Contra

  • kein Audio-HDMI-Out
  • kein Netzwerkzugriff

Fazit

video-Testurteil: gut; Preis/Leistung: überragend
71,0%

UHD-Blu-ray-Player gibt es bis über 2000 Euro. Zum Beispiel den Pioneer UDP-LX800 (unser Test). Das andere Ende der Preisskala wird neuerdings durch den DP-UB154 von Panasonic markiert, der freilich mit dem Pioneer-Prachtstück nur wenig gemeinsam hat. Immerhin: 

Auch der Preiskämpfer spielt die Scheiben mit der Super-Bildqualität ab, und – soviel vorweg – das sogar in HDR10+. Mit diesem Verfahren zur programmabhängigen Kontrastverbesserung möchte Panasonic ja dem technischen Pendant Dolby Vision Konkurrenz machen. 

Doch zunächst zu den Features und zur mechanischen Konstruktion. Insbesondere die UHD-Blu-ray wird beim Abspielen auf hohe Drehzahlen gebracht, und zwar auf bis zu 5000 pro Minute. Das ist erforderlich, um den für die 4K-Bilddaten nötigen Datenstrom zu erzeugen. 

Bei solchen Drehzahlen kommt es zu Vibrationen, die sich durch Laufgeräusche bemerkbar machen. Top-Geräte wie der Pioneer LX800 sind daher mit speziellen optischen Laufwerken ausgestattet, die in verwindungssteifen Metallgehäusen stecken. Beim Pioneer ist sogar die Schubladenfront akustisch abgedichtet, sodass praktisch keine Geräusche nach außen dringen.

Panasonic DP-UB154 im Test - Innenansicht

© Josef Bleier

Beim DP-UB154 hat Panasonic durch kräftiges Abspecken in der Ausstattung und durch ein hohes Maß an Halbleiter-Integration eine Reduzierung der Elektronik auf eine einzige und zudem recht kleine Platine erreicht. Der Videoprozessor sitzt unter dem Kühlkörper.

Laufgeräusch bei UHD-BD

Unser Testkandidat hingegen erzeugt bei UHD-BDs ein hörbares Geräusch, klar, dass er da nicht mithalten kann. Doch das muss er auch nicht unbedingt, denn bei filmgerechter, höherer Lautstärke wird das Geräusch akustisch verdeckt – also übertönt. 

Der Pioneer dient ja auch als hochwertiger Audio-Player, der sogar Super Audio- CDs (SACD) und DVD-Audio-Discs abspielt. Und für diese hochauflösenden reinen Audio-Scheiben ist ein geringes Laufgeräusch wünschenswert. 

Dennoch hat der UB154 auch für Audiophile etwas zu bieten, spielt er doch die klanglich exzellente Blu-ray-Audio – mit reduziertem Geräusch – ab, und die CD läuft ohnehin langsam und damit ziemlich leise. 

Werfen wir einen Blick auf den größeren Bruder unseres Testgeräts, den Panasonic DMP-UB824 (unser Test), erhältlich für 430 Euro. Der hat in puncto Laufwerk und Laufgeräusch auch nicht mehr zu bieten, entsprechende Maßnahmen gibt’s bei Panasonic erst beim DP-UB9004 für 1000 Euro. 

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Wie der UB824 ist auch der UB154 im Metallgehäuse mit Kunststoff-Frontplatte aufgebaut. Auf der Rückwand offenbaren sich dann aber deutliche Unterschiede. So fehlen beim Preisknüller separate Audioausgänge, während der UB824 diese in Stereo und 7.1-Multikanal enthält, ausgeführt als Cinch-Buchsen für die analoge Übertragung. 

Die komplett weggelassene Elektronik für die Digital-/ Analogwandlung bedeutet ein erhebliches Einsparungspotenzial, auch auf einen digitalen SPDIF-Ausgang muss man verzichten. Der UB154 stellt die komplette Audioinformation bis hin zu Dolby Atmos und DTS:X also ausschließlich über HDMI zur Verfügung, was aber selbst für Anwender mit gehobenen Ansprüchen ausreicht, auf jeden Fall in dieser Preisklasse. 

Bezüglich der Audioqualität ist auch der nur beim UB824 vorhandene separate HDMI-Audioausgang entbehrlich, durch dessen Nutzung der sogenannte HDMI-Jitter vermieden wird. Von Vorteil wäre ein separater HDMI-Audioausgang freilich dann, wenn der Fernseher eine neuere Technik – etwa HDMI 2.x – enthalten würde als der AV-Receiver und dieser so den Ton direkt zugeführt bekommen könnte.

Panasonic DP-UB154 im Test - Fernbedienung und rückansicht

© Josef Bleier

(oben) Aufgrund der reduzierten Ausstattung des Panasonic-Schnäppchens ist die Fernbedienung handlich, aber etwas fummelig. (unten) Die Rückansicht des Panasonic DP-UB154 lässt die auf das absolut notwendige Maß reduzierte Ausstattung erkennen: Die gesamte Ausgabe von Video und Audio erfolgt über eine HDMI-Buchse. Sonstige digitale – wie auch analoge – Audioausgänge fehlen, auch separates HDMI-Audio. Über den LAN-Anschluss sind nur Updates und BD-Live-Infos möglich, eine USB-Buchse findet sich lediglich auf der Frontplatte. Für die Stromversorgung wird ein Steckernetzteil genutzt.

Mediaplayer für USB

Neben dem Abspielen optischer Discs – auch praktisch aller selbst gebrannten Typen – erlaubt der UB154 die Medienwiedergabe von USB-Speichern. Allerdings sitzt die einzige vorhandene USB-Buchse auf der Frontplatte. 

Die Programmquellen sind damit erschöpft, zwar gibt es eine LAN-Netzwerkbuchse, doch dient die nur für Updates und BD-Live-Infos. Der DLNA-Zugriff auf NAS-Server im Heimnetz, Cloud-Dienste und Portale wie Netflix ist – anders als beim UB824 – nicht möglich. Auch das lässt sich verschmerzen, zumindest dann, wenn der Fernseher über solche Netzwerkfunktionen verfügt. 

In puncto Komfort haben wir den bei CD-Wiedergabe üblichen Zugriff auf die CDDB-Datenbank für Metadaten vermisst, der ohne Webzugang nicht möglich ist. Doch das war auch mit dem UB824 nicht möglich, und der hatte den Zugang. Bei USB-Wiedergabe zeigt der Player die Verzeichnisstruktur und damit auch Titel an.

Lesetipp: Bestenliste - Blu-ray-Player

Für eine Fotoshow lassen sich drei Zeitstufen für das Intervall sowie drei Übergangseffekte wählen. Für Video sind die üblichen Zugriffsmöglichkeiten implementiert, auf die von Panasonic bekannten ausführlichen Informationen zu den Wiedergabeformaten muss man beim UB154 verzichten. 

Bezüglich der Formatvielfalt hat der UB154 erstaunlich viel zu bieten. Und das gilt sowohl für Bild- als auch für Tonformate. Üblicherweise sind die einzigen nicht laufenden Formate DivX und WMV. Möglich ist mit dem UB154 HDR10+, denn das wird ja vom Konzern gepusht. Das mit Lizenzgebühren verbundene Dolby Vision hingegen ist beim Billigplayer nicht vorgesehen. 

Im Gegensatz dazu hat der teurere UB824 vom Preis her mehr Spielraum und beherrscht beide Verfahren für die programmgesteuerte Kontrastverbesserung. Bei den Tonformaten kommt der UB154 mit dem ganzen Filmspektrum klar, HiRes von BD oder USB ist bis 192 kHz/32 Bit möglich, DSD-Files laufen bis 11,2 MHz.

Ordentliche Bildqualität

Über den Klang des Players braucht man nicht nachzudenken, da die klangrelevante Digital-/Analogwandlung im Fernseher oder AV-Receiver stattfindet. Unterschiede zu den teureren Panasonic-Playern gibt es aber in der Bildqualität. 

Beim UB154 fehlt das intelligente Farb-Upscaling per HCX-Prozessor, sodass die natürlich wirkende Bildschärfe und Sauberkeit des UB824 nicht erreicht wird. Beim Testbild mit der Darstellung konzentrischer Kreise kam es zu visuellen Moiré-Effekten. 

Verzichten muss der Nutzer des UB154 auf die überzeugenden Eigenschaften des HDR-Optimizers, der den Kontrast von UHD-Blu-ray-Filmen auch auf solchen UHD-Fernsehern verbessert, die gar nicht mit HDR ausgestattet sind. 

Die dynamische HDR-Anpassung in hellen Umgebungen gibt es ebenfalls nicht. Dennoch gelingt dem UB154 insgesamt eine recht gute Bildqualität, wenn auch ohne die Feinheiten etwa in der Bildschärfe.

[Testsiegel] video Magazin Testurteil gut

© video Magazin / Weka Media Publishing GmbH

video Magazin Testurteil: gut

Fazit

Mit dem DP-UB154 bringt Panasonic einen Player, dessen Technik auf das Notwendige reduziert ist. Die Wiedergabe von UHD-Blu-rays gelingt ihm recht ordentlich, zwar in allen Kriterien nicht in Bestqualität – doch immerhin mit Unterstützung von HDR10+. Wer Netzwerk-Features im TV-Gerät nutzen kann, dem bietet sich ein super günstiger Einstieg in die UHD-BD-Welt.​

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