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Panasonic DMR-UBC70 im Test: Günstiger UHD-Allrounder

Der Panasonic DMR-UBC70 ist ein UHD-Rekorder, der im Test noch einiges mehr zu bieten hat. Angesichts der Funktionsvielfalt und der Fähigkeiten als Abspielgerät bietet Panasonic hier einen echten Preis-Leistungs-Knaller.

Panasonic DMR UBC70

© Montage / pc-magazin.de / Panasonic

Rekorder, Player, Settop-Box, Medien-Server, Archivar – der DMR-UBC70 ist ein All-in-one-Genie, das sogar UHD-Content aufzeichnen kann.

Pro

  • umfangreiche Recording-Features
  • kann 4K/HDR/HLG aufzeichnen
  • App

Contra

Fazit

video-Testurteil: sehr gut; Preis-Leistung: überragend
81,0%

Panasonic DMR-UBC70 im Test: Was war nochmal gleich ein Videorekorder? Richtig, dieses etwas in die Jahre gekommene Gerät, das schon vor einiger Zeit aus dem Wohnzimmer verbannt und im Keller archiviert wurde. Es musste den DVD- und schließlich Blu-ray-Aufnahmegeräten weichen. Doch auch deren Zukunft sieht nicht ganz so rosig aus wie früher, wenn man sich die rasant fortschreitende Entwicklung der Online-Mediatheken oder Streamingdienste vor Augen führt.

Umso erfreulicher, dass Panasonic als inzwischen einziger Hersteller kontinuierlich an der Produktion entsprechender Rekorder festhält. Wobei hier sozusagen schon ein erstes Missverständnis vorliegt. Würde man bei einem der DMR-Modelle von einem „bloßen“ Aufnahmegerät sprechen, ließe man etwa 90 Prozent der Funktionen unberücksichtigt. Das geht schon aus der zugehörigen Bedienungsanleitung hervor, deren umfassendes Studium einige Stunden in Anspruch nehmen könnte.

Blicken wir kurz zurück: Vor einem Jahr feierte Panasonic Welt-Premiere und stellte mit den beiden Produktreihen UBS/C80 und UBS/C90 die weltweit ersten Ultra-HD-Blu-ray-Rekorder vor. Das S im Namen stellt dabei die Variante für Satelliten-Empfang, das C die Version als Kabel- und DVB-T2 HD-Empfänger dar. Bereits damals war unsere Redaktion von der Performance der getesteten Geräte begeistert. Allerdings musste man bereits für die Mittelklasse auch stolze 850 Euro als Investition einplanen.

Jetzt stellen die Japaner eine nicht nur preislich attraktive „Einstiegs“-Variante vor, die mit einer UVP von 580 Euro ums Eck kommt. Dafür müssen wir mit 500 GB Speicherplatz (im Gegensatz zu 1 oder 2 TB) und weniger Anschlüssen (1x HDMI Out, kein SD-Kartenslot) zurechtkommen. Am schlicht-schwarzen Design wurde nicht viel verändert, die gebürstete Oberfläche sowie die Metall- Standfüße sind den höherwertigen Geräten vorbehalten.

Panasonic DMR UBC70

© Montage / pc-magazin.de / Panasonic

Im Vergleich zu den 80er-Modellen hat sich nichts verändert. Praktisch ist die Netflix-Taste, das Blu-ray Ausgabefach lässt sich aber nur am Gerät selbst öffnen.

Wir testen die C-Modell-Ausführung mit Doppeltuner zur gleichzeitigen Aufnahme zweier Programme während ein drittes parallel wiedergegeben wird. Dabei darf es sich auch um einen Internet-Stream handeln. Zwei CI-plus Schächte stehen für Pay-TV Angebote zur Verfügung. Die Sendersuche sowie -sortierung verläuft bei beiden Empfangsvarianten tadellos. Zum Empfang der privaten Sender in HD-Qualität bedarf es allerdings entsprechender bezahlpflichtiger Angebote.

Von wegen nur Rekorder

Der UBC70 fungiert wie seine Vorgänger auch als vollwertiger Ultra HD-Blu-ray, DVD- oder CD-Player und versteht sich auch auf dreidimensionalen Bild- und Ton-Content. Bildtests mit diversen 4K-Scheiben bringen scharfe und knackige Bilder zutage. Auch in Sachen Kontrastreichtum steht der Rekorder den Playern aus dem gleichen Hause in nichts nach. Das belegen auch unsere Messergebnisse, die wir mit denen des UB900 vergleichen. Dabei können wir kaum Unterschiede im Bereich Farbdekodierung und der Verarbeitung des Helligkeitssignals feststellen.

Beim 4K-Upscaling gewinnen die Bilder an Präzision und Farbintensität, ohne zu überschärfen – ein Feature, welches uns auch bei Panasonics Playern gut gefällt. Das ist mitunter dem HCX-Prozessor (Home Cinema Experience) zu verdanken, der in Zusammenarbeit mit dem Panasonic Hollywood Lab entwickelt und in zahlreichen TVs und Playern verbaut wurde. HDR10- und HLG-Inhalte gibt er an den TV weiter.

Panasonic DMR UBC70

© Josef Bleier

Im Gegensatz zur Oberklasse gibt es hier nur einen HDMI-Ausgang (statt einer weiteren Buchse für die Aufsplittung des Video- und Audiosignals) und wir müssen auf analoge oder digitale Audio-Ausgänge verzichten. Scart ist schon länger kein Thema mehr. Für externe Festplatten steht die hintere USB-Buchse bereit.

Bei ersterem Format klappt das mit allen aktuell im Testlabor vorhandenen Fernsehern, bei Hybrid Log Gamma-Metadaten vom Stick (im Broadcasting-Bereich gibt es derzeit noch keine regulären Inhalte) gibt es das ein oder andere Mal noch „Kommunikations“-Probleme. Dolby Vision kann er nicht abspielen.Dafür streamt er ohne Probleme ultrahochauflösenden Content inklusive High Dynamic Range von VoD-Anbietern wie Netflix oder Amazon (wobei hier die Bildqualität des zuletzt genannten Anbieters noch immer etwas zu wünschen übrig lässt).

Lesetipp: 4K-Blu-ray-Player im Test

Auch maxdome steht zur Verfügung, bietet derzeit aber noch keinen 4K-Content, dafür aber 3D-Sound via Dolby Atmos. Wer übrigens noch keinen smarten Fernseher zu Hause stehen hat, kann mit dem UBC70 wunderbar aushelfen, was Netzwerkdienste, HbbTV oder Fähigkeiten als DLNA-Client sowie Server angeht. Dank der TV>IP Serverfunktion lassen sich sämtliche Inhalte an weitere im Heimnetz registrierte Geräte im ganzen Haus weitergeben.

Aufnahme leicht gemacht

Kommen wir aber zur Paradedisziplin eines Rekorders, der Aufnahme selbst. Man kann die anfangs erwähnte Anleitung zu Hilfe nehmen, jedoch verläuft die Bedienung recht selbsterklärend. Eine eigene Taste startet die Aufnahme sofort. Terminieren lässt sich diese bequem über die Zeit- und Sender-Programmierung oder den elektronischen Programmguide. Das funktioniert für tägliche oder wöchentliche Serienaufnahmen oder über die Keyword-Funktion. Hier ist es ratsam, so viele Eingrenzungen wie möglich anzugeben, da die interne Festplatte sonst schnell voll sein dürfte. Insgesamt läuft diese Funktiontadellos.

Die 500 GB Speicherplatz sollten für etwa 70 Stunden in HD (mit 14 Mbit/s)- sowie 35 Stunden in UHD-Qualität (mit 28 Mbit/s) ausreichen. Die Sende-Bitraten und somit finalen Zeitangaben können variieren. Aufgezeichnet werden Inhalte bis 4K/HDR-Qualität. Leider bietet unser Kabel/DVB-T2-Modell nicht allzu viele Möglichkeiten von Aufnahmen in Ultra HD, was bei Satellitenempfang mit entsprechenden Demo-Sendern (beispielsweise via UHD1 by HD+) schon besser aussieht.

Panasonic DMR UBC70

© Josef Bleier

Am On-Screen-Menü hat Panasonic im Laufe der Jahre nicht viel geändert. Man findet sich gut zurecht, die Aufteilung ergibt Sinn.

Dank der übersichtlichen Sortierung im Video-Menü (Keyword, Unbetrachtet, Film, etc.) findet man sich gut zurecht. Im Anschluss an eine Aufzeichnung lassen sich die auf der internen Festplatte abgespeicherten Videos auf Blu-ray/DVD oder USB/externe Festplatte brennen. Hier können wir je nach Speicherplatz unterschiedliche Bildqualitäten auswählen. Dementsprechend lange dauert die Übertragung. Dabei fällt der Rekorder nicht durch zu laute Laufwerksgeräusche auf. Ultra HD steht für das Kopieren auf BD-Disc derzeit leider noch nicht zur Verfügung.

Lesetipp: Idealen Abstand zum 4K-Fernseher finden - so geht's

Aufgepasst: Externe Festplatten müssen zunächst formatiert werden und erlauben ein Abspielen des von der internen Festplatte kopierten Contents auch nur an Panasonic-Geräten, wie unsere Tests bestätigen. Die an der Rückseite angebrachte USB-Buchse 2.0 eignet sich wie schon erwähnt für deren Anschluss. Nicht nur für die Präsentationen der jüngsten Urlaubsvideos (selbstverständlich auch in Ultra HD mit HDR) lässt sich die Kamera idealerweise über den USB 3.0 Eingang an der Front des DMR-UBC70 anschließen, um Bilder direkt zu übertragen.

Hingehört

Via HDMI werden die derzeit angesagten immersiven Soundformate Dolby Atmos und dts:X durchgeschleust, weitere Tonausgänge stehen hier nicht zur Verfügung, ebenso wenig wie die hochwertigste Klangverarbeitung im Hause Panasonic namens High Clarity Sound Premium. Dennoch erfreulich für die Musik-Liebhaber unter uns allen: Der Rekorder ist mit dem HiRes-Logo ausgestattet und beherrscht neben verlustbehafteten Codecs wie MP3 auch das Abspielen der hochauflösenden Vertreter wie WAV, FLAC, ALAC und zu guter Letzt DSD (5,6 und 2,8 Mhz).

Fazit

Panasonic DMR UBC70

© video

Der Panasonic DMR UBC70 schneidet in unserem Test mit sehr gut ab!

Wer noch kein UHD-Abspielgerät sein Eigen nennt, sollte womöglich gleich an die Zukunft denken und in einen Universal-Player wie den DMR-UBC/S70 investieren. Er bietet alle nur erdenklichen Features zum Abspielen, Speichern und Archivieren von (4K-) Content und ist mit HLG auch für die hochauflösende TV-Zukunft gewappnet. Sogar unterwegs profitiert man noch von seinem Funktionsreichtum. Dann halte man sich noch den Preis vor Augen – wir sind schlichtweg begeistert!

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