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AV-Receiver

Lesertest Teil 2 von Rafael Kuhn

Da der Anschluss der Lautsprecher sowie der Quellen dank der, im Vergleich zur Konkurrenz eher kurzen aber ausreichenden Anleitung kein Problem darstellte, konnte der Receiver zum ersten Mal gestartet werden.

Nach dem ersten Start wird man natürlich mit einem Einrichtungsassistenten begrüßt. Das erste Bild zeigt somit auch die Sprachauswahl. Wenn die richtige Sprache ausgewählt und bestätigt ist, werden die nächsten Schritte in einer Übersicht angezeigt.

© Weka/ Archiv

Screen: “Willkommen bei der Inbetriebnahme”

Begonnen wird mit der AccuEQ Raumeinmessung. Diese ist von Onkyo selbst entwickelt und war bereits in den Vorjahresmodellen im Einsatz. Onkyo hat zum größten Teil eher negatives Feedback der Kundschaft erhalten, nachdem man von der Audyssey-Einmssung (bis 2013) auf AccuEQ gewechselt hat. Dies hat vor allem damit zu tun, weil die Vorjahresmodelle besonders im unteren Frequenzbereich keine Korrekturen von störenden Raummoden vorgenommen haben. Dieses Jahr hat Onkyo jedoch eine Verbesserung der Einmessung versprochen.

Um die AccuEQ-Einmessung zu starten, ist es notwendig, das im Lieferumfang vorhandene Einmessmikrofon anzuschließen und dieses ca. auf Ohrhöhe der bevorzugten Hörposition auszurichten. Dies wird ebenfalls durch den Einrichtungsassistenten erklärt.

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Screen: AccuEQ Raumeinmessung

Vor der Einmessung wird jedoch noch erfragt, welche Lautsprecherkonfiguration genutzt wird. Da es sich um einen 7.2-Verstärker handelt, ist sowohl eine 7.2-Aufstellung sowie eine Aufstellung mit Höhenlautsprechern in 5.1.2 Konfiguration möglich.

Da ich in meinem Fall vordere Höhenlautsprecher installiert habe, ist die Auswahl 5.1.2 richtig. Ein Subwoofer ist nicht vorhanden, da die verwendeten Audio Pro Avanto bereits Basstreiber verbaut haben und sowohl im vorderen als auch im hinteren Bereich genutzt werden.

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Screen: AccuEQ Calibration

Mit Hilfe eines Stativs lässt sich das Mikrofon spielend auf Ohrhöhe der Hörposition ausrichten. Eine Möglichkeit der Verschraubung ist gegeben. 

Die Einmessung dauert in etwa 3 Minuten. In dieser Zeit werden verschiedene Töne abgespielt um Einflüsse durch störende Raummoden zu korrigieren sowie die Entfernung und die Pegel der einzelnen Lautsprecher korrekt einzustellen.

Im Anschluss werden dem Anwender die Übergangsfrequenzen angezeigt. Nach der Speicherung der vorgenommenen Einstellungen wird man gebeten, das Mikrofon zu entfernen. Der Onkyo Tx-NR kann nun verwendet werden.

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Einmessmikrofon auf einem Stativ

Da die Tests in einem akustisch angepassten Kellerheimkino vorgenommen werden, folgen hier noch einige Fotos zur Testumgebung.

Die Decke wurde mit Akustikschaumstoff verkleidet. Dieser wurde in einer Entfernung von 5 Zentimetern zur Decke befestigt. Die Decke lässt sich auch durch eine integrierte LED-Beleuchtung in einem passenden Rot beleuchten.  Der Schaumstoff ist auch an den Erstreflektionsstellen sowie im vorderen und hinteren Bereich des Raumes angebracht. Des Weiteren findet man mehrere Schaumstoffelemente in den Raumecken, um einen dröhnenden Bass zu vermeiden.

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Das Heimkino von Rafael Kuhn

Der Onkyo TX-NR wurde in einem Regal verstaut. Hier findet man auch die weiteren Zuspieler (Playstation 4, LG Bluray Player, Raspberry Pi 2 sowie einen PC).

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Der Onkyo TX-NR im Regal bei Rafael Kuhn.

Höreindruck:

Zum ersten Hörtest wurde nun die Bourne Blu-ray Collection genutzt. Diese beinhaltet die ersten drei Teile des Action Films. Der deutsche Ton ist in DTS 5.1 vorhanden. Die im Film an mehreren Stellen vorhandenen Schussszenen werden klar und druckvoll über die Audio Pro Avanto gespielt. Der Sound ist sehr räumlich und klar definiert. Trotz fehlendem Subwoofer werden die vier Basstreiber der Audio Pro Avanto stark eingesetzt. Der Bass spielt schon fast schon ein wenig dominant im Vergleich zu den niedrigen Tönen.

Bei Bedarf lässt sich im Menü natürlich noch einiges durch den integrierten Equalizer anpassen. Musikdateien im FLAC-Format (Free Lossless Audio Codec) hören sich ebenfalls sehr ausgewogen und klar an. Der Onkyo spielt sowohl ruhige Musik (Celine Dion) als auch Rockmusik (Bon Jovi) gekonnt und passend zu der jeweiligen Musikrichtung ab.

Wenn die abzuspielende Datei (Musik oder Film) nur in einem bestimmen „schlechteren Format“ (Musik z.B. MP3, Film z.B. Mono) vorliegt, hat man die Möglichkeit, diese durch eine MP3 Enhancer Funktion aufzubessern. Bei Filmen hat man natürlich eine kleine Auswahl an DSP-Programmen zur Ausgabe des Tons zur Verfügung. So hat man z.B. die Möglichkeit durch die Auswahl des DSP´s „All Channel STEREO mode“ den Ton an alle angeschlossenen Lautsprecher abzugeben. Dies ergibt bei einigen Anwendungen sehr viel Sinn und verbessert den Sound erheblich.

Weitere bisherige Erkenntnisse:

Bei der Ansteuerung von mehreren Quellen ist mir bisher mehrmals aufgefallen, dass ab und zu ein Verlust des Videosignals auftritt. Hier könnte es möglicherweise erneut Probleme mit dem HDMI Board geben (Vorjahresmodelle waren stark betroffen). Aufgrund diese Probleme hatte Onkyo letztes Jahr die Garantiezeit seiner Geräte auf 3 Jahre erweitert. Diese Probleme werde ich weiterhin beobachten und gegebenenfalls nochmals in meinem dritten Testbericht ergänzen.

Des Weiteren habe ich Probleme bei der Einrichtung des Online-Straming-Dienstes „Deezer“. Trotz der Eingabe der korrekten Login-Daten, verweigert mir der Onkyo TX-NR646 den Zugang zu dem Dienst. Leider wurden diese zwei Probleme auch durch das bereits vorhandene Firmware Update nicht behoben. Ein weiteres Update könnte möglicherweise helfen.

Für meinen dritten Testbericht werde ich einige Demodiscs (DTS, THX) nutzen und den Onkyo TX-NR646 dann auch mit speziell aufgearbeitete Sounddateien und Ausschnitten zu testen. Des Weiteren wird auch die Dolby-Atmos-Demo-Disc genutzt werden. Hier bin ich sehr gespannt auf die Einbindung der vorderen Höhenlautsprecher.

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