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AV-Receiver

Lesertest Teil 2 von Christoph Reschke

Bedienung, externe Zuspieler / Geräte, Klang

Die Bedienung des Receivers gestaltet sich unkompliziert und einfach, wie man es von Onkyo gewohnt ist. Sowohl das erste Setup als auch das tägliche „Arbeiten“ mit dem Gerät, Upgrades, Einstellungen verändern, Quellen wählen und zuordnen, etc. gehen leicht von der Hand. Ein hervorragendes Werkzeug hierfür ist die übersichtliche und gut gestaltete Fernbedienung. Die Tasten haben die richtige Position und Größe, der Geber fühlt sich gut an und liegt geschmeidig in der Hand.

Schön wäre es jedoch, wenn die Fernbedienung beleuchtet wäre, was einen noch problemloseren Einsatz im abgedunkelten Heimkino ermöglichen würde. Aber mit der Zeit weiß man die Kommandozentrale auch „blind“ zu nutzen. Alternativ kann man natürlich die Onkyo Remote App für das Smartphone nutzen, die ebenfalls gut zu handeln und natürlich „beleuchtet“ ist.

© Weka/ Archiv

Onkyo TX-NR646 von Christoph Roschke

Das Bildschirm-Menü ist logisch und übersichtlich, das Navigieren mit der Fernbedienung und den Geräte-Tasten funktioniert problemlos. Die Anzeige am Geräte-Display selber ist gefühlt spartanisch, zeigt aber die gleichen Funktionen und Schritte an wie das Bildschirm-Menü, das man über einen TV oder Beamer sehen kann. Was aber das Geräte-Display leider nicht mehr anzeigt, ist die Anzahl der befeuerten Lautsprecher, wie ich es von meinem alten Receiver her gewohnt war.

An den Receiver habe ich diverse analoge und digitale Quellen angeschlossen. Die Analogfraktion besteht aus einem Plattenspieler und einem als CD-Spieler genutzten DVD-Player, die per Cinch-Kabel mit den entsprechenden Analog-Anschlußbuchsen verbunden sind. Die Erdung des Plattspielers erfolgt über eine markierte Kreuzschlitzschraube, die sich ebenfalls auf der Rückseite befindet. Die digitalen Quellen BD-Player, SAT-Receiver, PS3 und WiiU habe ich per HDMI mit dem Receiver verbunden, den Minidisc-Player mit einem optischen Kabel.

© Weka/ Archiv

The Expendables 3 Screen von Christoph Reschke

Ins WWW findet der Onkyo per LAN. Sowohl der Beamer, der sein Bild auf eine Leinwand mit 3 Metern Breite und 1,60 Meter Höhe wirft, als auch der TV (den ich eigentlich nur zum Einmessen verwende), sind per HDMI mit dem Receiver verbunden. In dieser Preisklasse sind zwei HDMI-Ausgänge nicht selbstverständlich, Onkyo war u. a. auch  hier schon immer Vorreiter und Vorbild!

Schallplatten und CDs, die ich analog zuspiele, haben einen angenehmen „warmen“ und vollen Klang, genau so, wie es manche Aufnahmen eben brauchen. Will man dem ganzen mehr Volumen geben, so kann man entweder über die auf der Frontplatte befindlichen Töne-Tasten mehr Bass oder Höhen dazugeben/wegnehmen, oder aber man aktiviert über die Fernbedienung die „Music Optimizer“-Funktion, die mich an die guten alten Loudness-Tasten früherer Geräte-Generationen erinnern.

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Onkyo TX-NR 646 im Test bei Christoph Roschke

Die beiden Funktionen können auch bei den digitalen Quellen angewendet werden. Ebenfalls gibt es im Quick Setup-Menü (Q-Taste auf der Fernbedienung) weitere Möglichkeiten, im laufenden Betrieb schnell Veränderungen vorzunehmen.

Digital zugeführte Musik, z. B. über den BD-Player, kommt unglaublich klar, rein und druckvoll beim Zuhörer an, ohne aber „klinisch“ zu wirken. Exemplarisch möchte ich hier die Doppel-DVD von Kraftwerk „Minimum -  Maximum“ erwähnen. Diese DTS-Abmischung ist bei mir Pflicht, um die Klangqualität und Leistungsfähigkeit einer Anlage zu beurteilen. Und der Onkyo macht hier eine Punktlandung ganz oben auf dem Siegerpodest!

© Weka/ Archiv

Einstellungen auf dem Bildschirm

Beim Film-Ton verhält es sich ebenso: Egal, ob Konzert-Bluray´s von Depeche Mode, AC/DC oder den  B-52´s, dem sensationellen (Jazz)-Film „Whiplash“ oder den „normalen“ Filmen mit Surround-Sound, es klingt sehr gut und einfach richtig. Obwohl ich von 7.1 auf 5.1 abgerüstet habe, vermisse ich die beiden hinteren Kanäle überhaupt nicht. Stimmen, Effekte, Musik, Hintergrundgeräusche, etc., kommen aus den richtigen „Ecken“, und bei Atmos-Filmen mit einer 5.1.2-Konfiguration (zwei Deckenlautsprecher) auch aus der richtigen Höhe. „The Expendables 3“, „Jupiter Ascending“, „Mockingjay“ Teil 1, „Transformers – Ära des Untergangs“: ohne Dolby Atmos fehlt da was.

Erst jetzt klingen die Filme für mich komplett, vor Atmos war das nur die halbe Miete. Schade, dass es nur so wenige Filme mit dieser Tonspur auf Bluray gibt, hoffentlich ändert sich das bald. Selbstredend, das der TX-NR 646 die geläufigen Tonformate von Dolby und DTS ebenfalls hervorragend abbildet. Auch hier bin ich der Meinung, dass dieser Umstand auf die verbesserte AccuEQ-Raumkalibrierung zurückzuführen ist. Gespannt bin auf das angekündigte Update für DTS:X, auch wenn hier vermutlich noch viel Zeit ins Land gehen wird, bis der erste Film, vermutlich „EX_Machina“, bei uns erscheinen wird.

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