Testbericht

Onkyo PR-SC5509 / PA-MC5501 im Test

28.11.2012 von Stefan Schickedanz und Andreas Greil

Die Vor-Endstufen-Kombi PR-SC 5509 und PA-MC5501 von Onkyo glänzt mit 4K-Skalierung. Ob auch der Klang mithalten kann, zeigt der Test.

ca. 1:55 Min
Testbericht
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Onkyo PR-SC5509 / PA-MC5501, home entertainment, hifi
Onkyo PR-SC5509 / PA-MC5501, home entertainment, hifi
© Hersteller/Archiv

Pro

  • exzellente Ausstattung
  • toller Klang

Contra

  • Lautstärkeregler vermittelt nicht den Qualitätseindruck des Rests

Onkyo schockte einst die Konkurrenz durch konsequente Fokussierung auf klangliche Aspekte. Dann strebten die Japaner an, in Sachen Bildverarbeitung den Ton anzugeben. Daraufhin verloren sie auf ihrem angestammten Territorium Boden an jene Mitbewerber, die bereits früher begonnen hatten, das letzte Quentchen Klang für ein perfektes Bild zu opfern.

Bildverarbeitung

Onkyo scheint die perfekte Balance mit der Vor-Endstufen-Kombi PR-SC 5509 und PA-MC5501 wiedergefunden zu haben. Die 9.2-Kanal-Vorstufe glänzt mit einer State-of-the-Art-Bildverarbeitung mit HQV-Vida-Prozessor und Qdeo-Technologie, die sich bereits in Receiver-Tests in der Praxis bewährt hat.

Bildergalerie

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Bilder: Onkyo PR-SC5509 + PA-MC5501

Onkyo kombiniert die Vorstufe PR-SC5509 (2.700 Euro) mit der Endstufe PM-SC5501 (2.700 Euro).

Sie skaliert nicht nur alle angeschlossenen Bildquellen bis auf 4K-Auflösung hoch. Sie bietet auch eine Reihe nützlicher Bildeinstellungen und Bildverbesserungen, die Rauschen oder spezifische Störungen von stark datenreduzierten Web-Videos beseitigen. Doch sie klingt genauso hinreißend wie die sorgfältig aufgebaute Endstufe, deren neun Kanäle an einem großen, gekapselten Ringkerntrafo saugen dürfen.

Pro

  • von der Vielseitigkeit und Ausstattung top
  • klingt hervorragend

Contra

  • könnte im Bass einen Tick mehr Kontrolle vertragen

Das verheißt perfekte Abschirmung der zusätzlich durch den quer durch das solide Gehäuse verlaufenden Kühlkörper getrennten Endstufen. Schließlich verringert die Bauart des Trafos ohnehin schon die im Innern vagabundierenden elektromagnetischen Felder.

Bedienung

Zur Reduktion von Reibungsverlusten, die bei der Bedienung von AV-Vorstufen entstehen können, ermöglicht Onkyo den schnellen Zugriff auf die Quellen durch frontseitige Direktwahltasten und fährt in dieser Klasse vorbildhafte animierte OSD-Menüs mit grafischer Benutzerführung auf. Leider lässt sich die kleine graue Beschriftung der Tasten auf der schwarzen Alufrontplatte nur bei optimalen Lichtverhältnissen, die in einem Heimkino aber selten herrschen, ablesen.

Kaufberatung: AV-Receiver um 1.000 Euro im Test

Und auch die Beschriftung auf der Rückseite ist nicht optimal gelöst. Dagegen ist der Amplifier auf seiner Rückseite geradezu vorbildlich beschriftet. Wo andere Endstufen den Benutzer durch schlichte Durchnummerierung der Lautsprecher-Kanäle zum Mitdenken heranziehen, verwöhnt die PA-MC5501 mit großen Aufdrucken wie "Surround L" oder "Center". Wer damit nicht klarkommt, sollte den Optiker aufsuchen oder jemanden konsultieren, der etwas davon versteht.

Hörtest

Wer mit dem hervorragenden Klang immer noch nicht zufrieden ist, der muss ganz tief in die Tasche greifen. Das stand sowohl für die Vor- als auch für die Endstufe ganz schnell fest. So neutral und seidig in den Höhen klangen schon lange keine Komponenten aus dem traditionsreichen Haus Onkyo mehr. Schon beim Applaus von Live-Aufnahmen in Stereo ließen sich die feine Oberton-Auflösung und die extrem weitflächige, plastische Räumlichkeit wahrnehmen.

Toll auch, wie gut das Doppel den Klangkörper von Pianos oder Gitarren einfing. Der Bass wirkte im Stereobetrieb und bei Mehrkanal-Musikaufnahmen etwas weich und im Bereich des Punchs von Drums minimal überzeichnet, aber autoritär. Bei Filmen konnte die Performance von dieser Eigenheit allerdings profitieren: Bei Explosionen kann so schnell kein Konkurrent mithalten.

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