Testbericht

Olympus E-510

11.3.2008 von Redaktion pcmagazin und Horst Gottfried

Wer eine kleine handliche Reisekamera mit einer flexiblen Ausstattung sucht, der findet bei Olympus die beiden Schwestermodelle E-410/E-510. Der Marktpreis für das besser ausgestattete E-510-Gehäuse mit Bildstabilisator ist von 850 Euro auf inzwischen nur noch rund 550 Euro gefallen - und das für eine Digital-SLR-Kamera, die neben dem üblichen Reflexsucher ein Echtzeit-Vorschaubild (LiveView) auf dem LCD-Monitor bietet. Das sucht man bei manch teurerer SLR vergeblich. Der Autofokus arbeitet allerdings nur mit drei Feldern inklusive zentralem Kreuzsensor. Und der Sucher fällt wie bei vielen Kameras des kompakten FourThirds-Systems etwas tunnelig aus.

ca. 0:55 Min
Testbericht
Olympus E-510  Vorderseite
Olympus E-510 Vorderseite
© Archiv

Die übrige Ausstattung kann sich sehen lassen. Der integrierte Bildstabilisator funktioniert mit allen Objektiven, der Olympus-Ultraschall-Staubschutz ist das derzeit wohl effektivste System seiner Art auf dem Markt. In puncto Bildqualität könnte das Rauschen bei höheren Empfindlichkeiten niedriger und der Objektkontrast größer sein. Andererseits sorgt der Bildstabilisator für überdurchschnittlich viele scharfe Bilder. Die funktionelle Ausstattung wendet sich mit erklärten Motivprogrammen an Anfänger ebenso wie mit zahlreichen manuellen Einstell- und Vorwahlmöglichkeiten an Fortgeschrittene.

Olympus Zuiko Digital 3,5-5,6/14-42 mm ED/ Olympus Zuiko Digital 2,8-3,5/50-200 mm ED Vorderseite
Die beiden Olympusobjektive sind die ideale Reisekombi.
© Archiv

Besonders günstig wird die E-510 im Set mit dem Olympus Zuiko Digital 3,5-5,6/14-42mm ED für 650 Euro angeboten. Die Kombi wiegt aufnahmebereit nur rund 770 g und bietet einen meist ausreichenden Brennweitenbereich von 28-84 mm. Wer diese ideale Reise-Kombi im ersten Urlaub schätzen gelernt hat, kann als Erweiterung das reizvolle Telezoom Olympus Zuiko Digital 2,8-3,5/ 50-200 mm ED für rund 950 Euro in Betracht ziehen. Es ist zwar samt seiner praktischen Stativschelle ein dicker Brocken, aber wer es mit einem Objektiv vergleichbarer KB-Brennweite, also 100-400 mm und Lichtstärke 2,8-3,5 (!), für ein größeres Format vergleicht, der sieht, wie schön FourThirds sein kann. Einziges Manko ist der geringere Kontrast bei 200 mm auch in der Bildmitte. - Abblenden hilft.

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