Testbericht

Olympus E-3

11.3.2009 von Redaktion pcmagazin und Karl Stechl

Überraschend für eine Kamera mit Four-Thirds-Sensor: Die E-3 (1400 Euro) ist fast so groß wie eine D300 - nur in der Breite fehlen knapp 5 mm - und wiegt kaum weniger. Das Magnesiumgehäuse mit dem üblichen Kunststoffdeckel am Prisma, unter dem sich der Blitzreflektor verbirgt, wirkt sehr robust und ist zudem gegen Spritzwasser abgedichtet. Das Styling ist gelungen, die Haptik erstklassig. Der eingebaute Bildstabilisator kann in verschiedenen Modi verwendet werden, etwa um das Mitziehen der Kamera bei bewegten Objekten zu ermöglichen.

ca. 2:05 Min
Testbericht
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© Archiv

Abgesehen von dem extra LC-Display an der Oberseite setzten die Konstrukteure auf das bewährte Bedienkonzept, wie man es von den Schwestermodellen kennt: Ein Druck auf die OK-Taste aktiviert das Anzeigefeld am TFT-Monitor. Dort kann man jeden Eintrag mit den Tasten des 4-Wege-Schalters anwählen und direkt verändern. Der Fn-Taste lässt sich eine von zehn Kamerafunktionen zuordnen.

Der Pentaprismensucher bietet eine Bildfeldabdeckung von 100 % und eine effektive Suchervergrößerung von 0,58x, etwas mehr als bei der Canon EOS 50D (0,56), aber weniger als bei der Nikon D300 (0,63). Die eingebaute Okularabdeckung lässt sich über einen kleinen Hebel aktivieren. Mit dem allseits schwenkbaren TFT-Monitor besitzt die Olympus E-3 ein Merkmal, das man auch vom günstigeren Schwestermodell E-30 kennt. Der Monitor ist mit 2,5 Zoll jedoch etwas kleiner als bei der E-30 (2,7 Zoll). Zum sicheren Transport dreht man den Monitor vor dem Einschwenken in die Ausbuchtung an der Rückseite um 180 Grad; dann liegt die robuste Rückseite des Monitors außen.Dank Live-View-Funktion lässt sich der Monitor als Motivsucher verwenden. Dabei werden Belichtung und Weißabgleich über den Bildsensor gemessen und die Auswirkungen verschiedener Einstellungen direkt im Live-Bild sichtbar.

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Die weiße Kalotte ermöglicht Messungen des Umgebungslichts, die den Bildsensor beim Weißabgleich unterstützen.
© Archiv

Dazu gehört auch ein zuschaltbarer Kontrastausgleich durch Schattenaufhellung (Gradation Auto). Der Phasen-AF arbeitet mit 11 Kreuzsensoren bereits ab einem Lichtwert von -2 EV. Auf eine AF-Kontrastmessung über den Bildsensor beim Live-View muss man verzichten. Zum manuellen Scharfstellen bedient man sich der Bildschirmlupe, die in diesem Fall maximal 10-fach vergrößert (14-fach bei der Bildwiedergabe). Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit ist mit 0,36/0,73 s bei 3000/30 Lux eher lang. Reichlich ist das Angebot an Belichtungsmessmethoden: Neben den üblichen wie Matrix (49 Zonen), mittenbetont-integral oder Spot finden sich auch ein High- und Low-key-Modus. Bereits aufgenommene Bilder lassen sich nachbearbeiten. So gibt es etwa die Möglichkeit, RAW-Bilder einfach auf Knopfdruck und ohne Einstellen irgendwelcher Parameter zu JPEGs zu verarbeiten, die dann wieder auf der Karte gespeichert werden.

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Im angewählten, gelb unterlegten Feld am Monitor kann man die betreffenden Parameter direkt verändern.
© Archiv

Bildqualität

Der CMOS der E-3 besitzt eine nominelle Auflösung von 10 Megapixeln und die für das Four-Thirds-Format typischen Abmessungen von 17,3 x 13,0 mm. Bei der gemessenen Auflösung erreicht die Olympus ordentliche Resultate von 1146/ 1053 LP/BH bei ISO 100/1600. Der Texturverlust ist mit maximal 1,1 durchschnittlich. Weniger erfreulich die Rauschwerte: Zwar liefert die Kamera bei ISO 100 mit 0,9 VN noch ein achtbares Ergebnis, fällt aber bereits bei ISO 400 auf 1,7 VN ab. Und 2,7/3,6 VN bei ISO 800/1600 sind nicht mehr zeitgemäß. Ähnliches gilt für die Dynamik: Während die Kon-kurrenz im besten Fall 10,5 Blenden schafft, bringt es die Olympus E-3 auf maximal 8,5 Blenden bei ISO 100, um dann kontinuierlich bis auf 6,5 Blenden bei ISO 1600 abzufallen.

Detaillierte Testergebnisse - Olympus E3

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