Testbericht

Olympus µ-1010 und µ-1020

1.6.2008 von Redaktion pcmagazin und Annette Kniffler

Zwei attraktive Kameras, die gute Bildqualität mit edlem Design kombinieren. Wer mit einem etwas weniger bestechenden Display zurechtkommt, kann sich ohne weiteres für 280 Euro die µ-1010 besorgen und die 50 Euro Aufpreis für die µ-1020 einsparen.

ca. 1:45 Min
Testbericht
Olympus µ-1010 und µ-1020 Vorderseite
Olympus µ-1010 und µ-1020 Vorderseite
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Olympus µ-1010 Rückseite
Gute Bildqualität: Olympus schickt mit der µ-1010 eine schmale 10-Megapixel-Kamera mit wenigen manuellen Funktionen ins Rennen. Die Bildqualität passt.
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In Anbetracht der Preisdifferenz zwischen µ-1010 und µ-1020 - immerhin rund 50 Euro - finden wir erstaunlich wenige Unterschiede. Genau genommen kristallisieren sich lediglich zwei voneinander abweichende Ausstattungsmerkmale heraus, nämlich die Farbe der Rückwand und die Technik des 2,7-Zoll-Monitors: Die silbergraue µ-1010 verwendet HyperCrystal-LCD, die durchgehend silberne µ-1020 verfügt dagegen bereits über ein HyperCrystal-II-LCD der nächsten Generation. Das war's! Zugegeben, das Display der µ-1020 zeigt ein erkennbar brillanteres, farbintensiveres Bild, das auch bei größerem Blickwinkel relativ kontrastreich erscheint. Andererseits gehört auch der Monitor der µ-1010 zu den schärferen Exemplaren des Testfelds. Olympus hat beide Modelle mit einem Siebenfachzoom ausgestattet, das den großen Brennweitenbereich von 37-260 mm (bezogen auf das Kleinbildformat) abdeckt. Leichtes Zittern gleicht ein mechanischer Bildstabilisator aus. Die Einstellmöglichkeiten entsprechen klassischen Vollautomatik-Kameras, die wenig Spielraum für manuelle Einstellungen lassen. Die Videoaufnahme ist zudem bei höchster Qualität, also 640 x 480 Pixeln und 30 B/s, auf kurze 10 s beschränkt.

Olympus µ-1020 Rückseite
Die Olympus µ-1020 ist fast ein Zwilling der µ-1010. Die Unterschiede: Das 2,7-Zoll-Display arbeitet mit verbessertem HyperCrystal-II-LCD und das Gehäuse präsentiert sich in einheitlichem Silber.
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Das Bedienkonzept gefällt - allerdings mit einigen Einschränkungen: Die Belichtungskorrektur liegt auf einer separaten Schnellzugriffstaste. Wichtige Parameter wie der Weißabgleich, die Empfindlichkeit, die Auflösung und Kompression befinden sich schnell erreichbar im "OK/Func"-Menü am linken Bildschirmrand. Alle übrigen Funktionen bringt Olympus jedoch im etwas unpraktischen Hauptmenü unter. Egal, an welcher Position man dieses beim letzten Abruf verlassen hat, man landet immer auf der Übersichtsseite, auf der sich etwa das "Camera-Menu" und das "Setup" als Icon präsentieren. Dadurch bedarf es beispielsweise sieben Klicks, um an den "Bildstabi." zu gelangen.

Selbst in Sachen Bildqualität zeigen µ-1010 und µ-1020 nur unwesentliche Unterschiede, die auch bei zwei Geräten ein und desselben Modells auftreten könnten. Die ISO-100-Auflösung erreicht in der Bildmitte und bei Weitwinkelstellung jeweils über 1300 LP/BH - gut. Bei ISO 400 liegt der Wert sogar über dem Durchschnitt. Auch das Rauschverhalten hält dem übergreifenden Vergleich mehr als stand, wobei sich die µ-1010 mit 1,7 VN bei ISO 100, und die µ-1020 mit 3,1 VN bei ISO 400 minimal besser schlägt. Da es sich um den gleichen Objektivtyp handelt und die Korrekturverfahren ebenfalls übereinstimmen dürften, verwundert es nicht, dass beide Modelle ähnlich gering verzeichnen und die Ränder abschatten. Allerdings ist das integrierte Blitzgerät der µ-1010 laut unserer Messung schwächer als das der µ-1020. Der Autofokus der µ-1010 arbeitet jedoch geringfügig schneller, was schließlich zu einem Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung führt.

Detaillierte Testergebnisse - Olympus µ-1010

Auflösungsdiagramm Olympus µ-1010
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Auflösungsdiagramm Olympus µ-1020
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