Digitale Fotografie - Test & Praxis
APS-C-Kamera

Nikon Z 50: Bildqualität & Fazit

© Screenshot & Montage: ColorFoto

(links) Alternatives Info-Menü: Statt eines Fotos werden Aufnahmedaten angezeigt. Zugriff auf die Funktionsfelder ist auch möglich. (rechts) „Schnell scharfzeichnen“ verändert drei JPEG-Parameter gleichzeitig. Mit „Mitteltöne“ sind eigentlich „Mittelfeine Strukturen“ gemeint.

Bildqualität

Mit ihrem 20­-Megapixel­-Sensor erreicht die Z 50 eine maximale Grenzauflösung von 1917 LP/BH bei ISO 100. Zum Ver­gleich: Bei der Sony A6100 (24 MP) sind es 2015 LP/BH, bei der Fujifilm X­T3 (26 MP) 2246 LP/BH. 

Die Nach­schärfung fällt bis in hohe ISO-­Re­gionen kräftig aus. Im Vergleich zum SLR­-Schwestermodell D7500, ebenfalls mit 20-­MP­-Sensor ausgestattet, ist der Zugewinn an Grenzauflösung beträcht­lich – mehr als 300 LP/BH ab ISO 800. Noch größer sind die Unterschiede zu­ gunsten der Z 50 bei den Dead-­Leaves. 

Dafür wird der Farbkontrast aber deut­lich stärker angehoben – auch im Vergleich zur Sony A6100 mit ähnlich hohen DL-­Werten. Darüber hinaus ist das Bildrauschen bei der Z 50 höher. Bereits ab ISO 800 übersteigt der VN­ Wert die Marke 2,0. 

Bei ISO 3200, wo die Sony A6100 gerade einmal VN 2,0 erreicht, steht bei der Z 50 bereits eine Drei vor dem Komma. Was der Wechsel zum RAW­Modus bringt, werden wir wissen, sobald der Adobe­-RAW­ Konverter die -NEF-Dateien aus der Z 50 öffnen kann.

© colorfoto

Colorfoto vergibt für dieses Gerät einen Kauftipp-"APS-C".

Fazit

Nikon hat bei den Modellen der Z-Serie bisher alles richtig gemacht. Die spiegellosen Systemkameras überzeugen durch ihr Design, ihre Wertigkeit und haptische Qualität. Beim OLED-Sucher haben die Z6 und Z7 neue Maßstäbe gesetzt. Und auch der Z 50-Sucher gehört zu den besten, die man bekommen kann – auf jeden Fall in der Kameraklasse bis 1000 Euro. 

Das Fehlen eines eingebauten Bildstabilisators lässt sich verschmerzen, wenn die Objektive mit optischem Bildstabilisator ausgestattet sind. Die zur Z 50 angebotenen Zooms decken einen Brennweitenbereich von 16 bis 250 mm (24 bis 375 mm) ab, womit das Gros der potenziellen Käufer fürs Erste gut bedient sein dürfte. 

Was man derzeit vermisst, ist ein auf das APS-C-Format zugeschnittenes Standardzoom mit höherer bzw. konstanter Lichtstärke – also z. B. ein 4/16-80 mm. Auch zwei bis drei lichtstarke Festbrennweiten wären willkommen. 

Die Kamera selbst glänzt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Gehäuse, das in weiten Teilen aus Magnesium besteht und gegen Spritzwasser abgedichtet ist, bekommt man etwa in der 6000er-Serie von Sony nur beim Topmodell A6600.

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