APS-C-Kamera

Nikon Z 50: Fotografieren, Bedienung & Performance

23.1.2020 von Karl Stechl

ca. 2:25 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Nikon Z 50 im Test
  2. Nikon Z 50: Gehäuse & Ausstattung
  3. Nikon Z 50: Sucher, Monitor, AF & Bildserien
  4. Nikon Z 50: Fotografieren, Bedienung & Performance
  5. Nikon Z 50: Bildqualität & Fazit
Nikon Z 50 im Test - Selfie-Monitor
Um 180 Grad nach unten geschwenkt, kann man den Monitor bei Selfies von vorne betrachten.
© Nikon

Fotografieren & Filmen

Die Belichtungsprogramme werden am Modusrad vorgewählt, das leider nicht verriegelbar und außerdem zu leicht­ gängig ist. Neben den Standards (Auto, P, A, S, M) findet man Motiv-­ und Effektprogramme, ergänzt durch zwei Benutzer­-Setups (U2/U3). 

Der mecha­nische Verschluss erlaubt Belichtungs­zeiten zwischen 1/4000 und 30 s; dies gilt auch für die elektronische Variante („Stille Auslösung“). Kombiniert man den mechanischen Verschluss mit elektronisch simuliertem ersten Vorhang, verschiebt sich die Kurzzeitgrenze von 1/4000 auf 1/2000 s – warum eigentlich? 

Videos nimmt die Z 50 maximal in 4K­-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) mit 30 Vollbildern pro Sekunde auf; dabei wird der volle Bildwinkel erfasst (kein Crop). Zeitrafferfilme in Full­-HD (max. 60 B/s) und 4K (max. 30 B/s) lassen sich direkt in der Kamera erstellen. 

Kon­trastausgleich mittels Active­-D-­Lighting ist beim Filmen wie beim Fotografieren möglich. Einen Miniklinkenanschluss für externe Stereomikrofone hat die Z 50 an Bord, eine Kopfhörerbuchse da­gegen nicht.

Bedienung & Performance

Die Touch-­Funktionalität des Monitors kann, wie erwähnt, für den Autofokus, aber auch zum Navigieren in den Menüs und bei der Bildwiedergabe (Blättern, Bildlupe) genutzt werden. Rechts vom Bildfeld finden sich drei un­verrückbare Touch-­Buttons: 

Mit „Disp“ schaltet man zwischen verschiedenen Anzeigemodi um, die beiden Lupen­ symbole mit Plus-­/Minus­-Zeichen be­ziehen sich auf die Bildschirmlupe mit bis zu 8-­facher Vergrößerung. Das ein­zige, was man vermissen könnte: Im Sucherbetrieb lässt sich das Display nicht als Touchpad verwenden, etwa zum Verschieben des AF-­Punkts.

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Im Info-­Modus (i­-Taste) lassen sich 12 Funktionsfelder für Kameraeinstel­lungen innerhalb des Bildfelds anzeigen. Auswahl und Anordnung der Funk­tionsfelder kann man selbst festlegen. Eine zweite alternative Ansicht nutzt das Displayvollflächig für Informationen, wobei man auch hier Zugriff auf die 12 Funktionsfelder hat. 

Unter „Mein Menü“ kann man sich häufig gebrauchte Menü­-Einträge selbst zusammenstellen. Die Z 50 hat zwei Einstellräder, eines für den Daumen, das andere für den Zeigefinger, ergänzt durch das rasten­de Wählrad für die Belichtungspro­gramme.

 Frei konfigurierbar sind die Funktionstasten Fn1 und Fn2 rechts neben dem Bajonettanschluss. Die Fn­-Tasten bedient man, wenn der Zeigefinger auf dem Auslöser liegt, mit dem Mittel-­ und Ringfinger der rechten Hand – nichts für Grobmotoriker. 

Umdefinieren lassen sich auch die AE-­L/AF-­L-­ und Videostarttaste sowie die OK-­Taste im Richtungsschalter. Den Fokusring des Objektivs kann man alternativ zum Einstellen der Blende, des ISO­-Werts oder der Belichtungs­korrektur verwenden.

Die für die Z 50 aktuell angebotenen Objektive – das Standardzoom Z DX 3,5-­6,3/16-­50 mm VR und das Tele­zoom Z DX 3,5-­6,3/16-­50 mm VR – wecken gemischte Gefühle. Neben dem eingebauten optischen Bildstabilisator gefallen die kompakten Abmessungen.

Im eingefahrenen Transportzustand ist das 16­50er nur etwa 3 cm lang, das 50-­250er rund 11 cm – das spart Platz in der Fototasche. Andererseits ist die geringe bzw. nicht konstante Lichtstärke über den gesamten Brennweitenbereich ein klarer Nachteil. 

Zudem vermitteln die Objektive nicht das gleiche Maß an Wertigkeit wie die Kamera. Dazu trägt nicht zuletzt das aus Kunststoff ge­fertigte Bajonett bei. Laborwerte zur optischen Leistung stehen noch aus.

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