Digitale Fotografie - Test & Praxis
APS-C-Kamera

Nikon Z 50: Sucher, Monitor, AF & Bildserien

© Nikon

Ein AF-Joystick fehlt leider, obwohl man ihn oberhalb des Multifunktionswählers gut unterbringen könnte. Rechts vom Bildfeld befinden sich Touch-Buttons für die Bildlupe (vergrößern/verkleinern) und für die Display-Ansicht.

Sucher & Monitor

Der OLED­-Sucher der Z 50 erreicht zwar nicht ganz das Qualitätsniveau seines Pendants in den KB-­Modellen der Z-­Serie, gehört im Konkurrenzumfeld aber zu den besten. Bei der Auflösung (786 666 RGB­Bildpunkte) und effektiven Vergrößerung (0,68­fach) entspricht er in etwa dem Sucher der Sony A6600. 

Das Sucherbild wirkt bei der Nikon aber natürlicher und zeigt so gut wie kein Flimmern oder Ruckeln. Das Bildrauschen in dunkler Umge­bung ist gering. Tendenziell könnte die Sucherhelligkeit im Auto­-Modus etwas höher sein. Wenn‘s stört, stellt man den Sucher manuell um bis zu drei Stufen heller, was sich vermutlich auf den Stromverbrauch auswirken wird. 

Der TFT­-Monitor an der Rückseite hat eine Bilddiagonale von 3,2 Zoll und lässt sich auf einer Achse verschwenken. Verstellt man ihn um 180 Grad nach unten, sind Selfies unter Sichtkontrolle möglich. Auch bietet der Monitor eine gut ausgebaute Touch-­Funktionalität, die das Navigieren in den Menüs ein­schließt.

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Autofokus & Bildserien

Bei spiegellosen Kameras ist der Bild­sensor auch für den Autofokus zuständig, und dieser ist bei der Z 50, wie heute üblich, hybrid. 209 Messpunkte sind für den Phasen­ und Kontrast­-AF gleichermaßen zuständig; die Bildfeld­abdeckung beträgt ca. 90 Prozent in der Vertikalen und Horizontalen. 

Die Emp­findlichkeit des AF-­Systems reicht bis ­4 EV. Unter dem Menüpunkt „AF­ Messfeldsteuerung“ bieten die Z-­Modelle folgende Optionen: automatische Messfeldsteuerung, Einzelfeld­ und Pin­ Point­Messung, dazu „Großes Mess­feld“ in zwei Varianten (Wide­-S und Wide­L). 

„Großes Messfeld“ entspricht einer Messfeldgruppierung, wobei innerhalb des Messrahmens nicht ange­zeigt wird, welche Messfelder gerade aktiv sind. Gesichter sollen dabei Vor­rang haben. Wenn keine im Bild sind, wird auf das nächstgelegene Motiv­ detail scharfgestellt.

 Einen praktischen AF­-Joystick wie bei der Z6/Z7 sucht man bei der Z 50 verge­bens. Schade, denn eigentlich wäre an der Rückseite oberhalb des Multifunk­tionswählers dafür genügend Platz. Nicht verzichten muss man auf Touch­-AF mit und ohne Verschlussauslösung. 

Für die Auslöseverzögerung inklusive AF­-Zeit ermittelte das Testlabor 0,4 s bei 300/30 Lux – nicht so gut wie bei der Z6 (0,3 s) oder Z7 (0,2 s), aber ak­zeptabel. 11 JPEGs pro Sekunde im Serienbildmodus (100 in Folge) machen mehr her, auch wenn sich die Zahl bei RAWs auf 9 B/s (35 in Folge) reduziert.

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