Vergleich mit Canon EOS 5DS R und Sony A7R II

Nikon D850 und Canon EOS 5DS R im Vergleich

17.11.2017 von Karl Stechl

ca. 2:00 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Nikon D850 im Test
  2. Nikon D850 und Canon EOS 5DS R im Vergleich
  3. Nikon D850 und Sony A7R II im Vergleich
  4. Nikon D850 vs. Canon 5DS R vs. Sony A7R II: Test-Fazit
Canon EOS 5DS R
Mit und ohne Tiefpassfilter Die Modelle EOS 5DS und 5DS R unterscheiden sich lediglich durch den Tiefpassfilter, der in der 5DS R deaktiviert ist.
© Canon

Megapixel-Rekorde sind nicht immer gleichbedeutend mit der Maximierung von Bildqualität. Aber sie erregen Aufmerksamkeit und können das Markenimage fördern wie die Formel-1-Teilnahme eines Autoherstellers. Und eindrucksvoll klingen die 50 Megapixel der Canon EOS 5DS R allemal; so werden die Nikon D850 (46 MP) und die Sony A7R II (42 MP) zumindest nominell auf nachrangige Plätze verwiesen. Der Unterschied zum Schwestermodell 5DS besteht einzig in der Tiefpassfilterung: Bei der EOS 5DS (3500 Euro) ist ein Tiefpassfilter aktiv, dessen Wirkung bei der EOS 5DS R (3700 Euro) durch ein "Aufhebungsfilter" neutralisiert wird. 

Ausstattung 

Der Dachkantprismensucher bietet eine Bildfeldabdeckung von 100 Prozent und eine effektive Suchervergrößerung von 0,71fach. Neu ist ein Crop-Modus, wobei der betreffende Bildausschnitt wahlweise umrandet oder durch Abmaskieren des Umfelds dar-gestellt wird. Zur Wahl stehen 1,6x (30,5 MP) und 1,3x (19,5 MP); angewandt wird die Crop-Funktion nur auf das JPEG, während die RAW-Datei eine Ausschnittmarkierung bekommt, die per RAW-Software (Canon DPP 4) bearbeitet werden kann. 

Ebenso möglich ist eine 1:1-Darstellung im Sucher, während 16:9 oder 4:3 nur im Live-View möglich sind. Um den Spiegel beim Auslösen nach oben zu bewegen, mobilisiert die EOS 5DS R einen Motor samt Getriebe. Der 3,2-Zoll-Monitor an der Rückseite löst 346 666 RGB-Bildpunkte auf und ist fest eingebaut. 

Auf integriertes WLAN muss man verzichten; der als Zubehör erhältliche Wireless File Transmitter WFT-E7 schlägt mit rund 700 Euro zu Buche. Für die schnelle Signalverarbeitung sorgen zwei Digic- 6-Prozessoren. Zur Bildaufzeichnung stehen zwei Speicherkartenfächer bereit, das eine für CF-Karten (UDMA 7), das zweite für SD-Karten mit bis zu 104 MB/s. Der Phasen-AF mit 61 Messpunkten, davon 41 Kreuzsensoren, ist ein direktes Erbe von der 5D Mark III. Und wie bei Canon üblich, lässt sich der Autofokus umfangreich konfigurieren. 

Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit beträgt 0,33/0,37 s bei 300/30 Lux. Deutlich zu langsam reagiert der Live-View- AF mit 0,9 s, das Bildserientempo ist mit rund 5 B/s indes auf dem Sony-Niveau. Filmen kann die Canon maximal in Full-HD, immerhin mit kontinuierlichem AF. Den Intervalltimer hat die Kamera von der EOS 7D Mk II übernommen, neu hinzugekommen ist die Zeitraffer-Funktion (Time Lapse Movie).

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Bildqualität 

Bis ISO 1600 erreicht die 5DS R die sehr hohe Grenzauflösung von konstant um 2700 LP/BH. Bei den Dead Leaves erreicht sie Spitzenwerte um 2000 LP/BH, zum Teil durch eine etwas harte Abstimmung erkauft. Luminanzrauschen zeigt sich verstärkt ab ISO 3200 (VN 2,6); bei ISO 6400 kann das Bild hohe Qualitätsansprüche nicht mehr befriedigen. Die Dynamik ist mit rund 9 Blenden bis ISO 1600 gut, aber nicht rekordverdächtig. 

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