Praxis-Test

Nikon D610 im Hands-on: Vielversprechender Erst-Eindruck

9.10.2013 von Horst Gottfried

Im Rahmen der Präsentation der Nikon D610 konnte ColorFoto-Autor Horst Gottfried erste Test-Aufnahmen mit der neuen Vollformat-SLR zum Einstiegspreis von unter 2.000 Euro machen. Hier seine ersten Eindrücke zur Nikon D610.

ca. 1:50 Min
Testbericht
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Nikon D610 Hands On Praxis Test
Nikon D610 Hands On Praxis Test
© Nikon

Hinweis: Alle Infos und technischen Details zur Nikon D610 lesen Sie hier

Die Aufnahmen entstanden bei der Präsentation der Nikon D610 am Vorabend der offiziellen Vorstellung, als die Kamera für die Öffentlichkeit noch "geheim" war. Nach draußen durften die Vorserienmodelle der Kameras noch nicht, es war nur Gelegenheit für ein paar Innenaufnahmen. Sie boten aber die Gelegenheit, ein paar Fotos mit der Nikon D610 unter typischen Einsatzbedingungen zu machen, um zu sehen, was sie bei ISO-Werten leistet, wie mit einem typischen Reportage-Objektiv wie dem Nikkor 2,8/24-70 mm G nötig sind, um noch mit offener Blende aus freier Hand fotografieren zu können. Deshalb entstanden die meisten Fotos mit ISO 800 - 3.200.

Die kontrastreichen Motive demonstrieren den großen Dynamik-Umfang der Nikon D610. Die Motive mit den monochromen, zum Teil dunklen Flächen zeigen das geringe Rauschen der Nikon D610 selbst bei ISO 3.200, wie in den 100-Prozent-Ausschnitten gut zu sehen ist. Auch die Detailwiedergabe der Vollformat-DSLR ist beeindruckend. Die Belichtungsmessung erfolgte mit Grundeinstellung ohne Nikons D-Lighting-Kontrastausgleich. Das führte dazu, dass bei einigen der Fotos das helle Gesichts des Modells vor dem dunklen Hintergrund etwas zu hell erscheint. Hier dürfte die D-Lighting-Funktion erfahrungsgemäß für Abhilfe sorgen.

Bildergalerie

Nikon D610 - Testbild

Galerie

Nikon D610 - Testbilder

Nikon D610 Testbild: 1/400 s, f/5,6, -1EV, ISO 800, 5,6/800 mm

Vor allem bei den Model-Fotos zeigte sich, dass Vollformat-Kameras wie die Nikon D610 höchste Aufmerksamkeit beim Fokussieren fordern. Die Tiefenschärfe ist schon mit Blende f/2,8 wie bei den Aufnahmen mit dem 2,8/24-70 mm G so gering, dass die Gesichter der Modells in Situationen wie den Beispiel-Szenen mit Schlange oder Motorrad schon nicht mehr ganz scharf sind, wenn der Autofokus den Lenker oder die Schlange erfasst. Gleiches gilt für das 5,6/800 mm-Super-Tele. Wer sich den gestalterischen Effekt mit der geringen Tiefenschärfe zu nutze machen will, tut also gut daran, genau darauf achten, worauf sich der schnelle Autofokus konzentriert. Am sichersten ist das alte Rezept, mit zentralem Spot-AF und dann Fokusspeicher zu arbeiten.

Es wird jedenfalls spannend sein zu sehen, ob die nun vorgestellte Nikon D610 im Labortest das gute Ergebnis der Nikon D600 (Test) noch übertreffen kann. Das gilt speziell für die AF-Leistung, wo die D610 immer noch das schon aus der D600 bekannte 39-Feld-Modul nutzt und nicht das 51-Feld-Modul der D800 oder auch D7100.

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Anmerkung: Die gezeigten Aufnahmen sind im JPEG-Format aufgezeichnet und entstanden mit Ausnahme der Beispiele mit dem 5,6/800-mm-Tele alle aus freier Hand. Die RAW(NEF)-Dateien konnten mangels aktuellem RAW-Konverter noch nicht geöffnet werden. Die Aufnahmen durchliefen weder Belichtungskorrektur, Rauschunterdrückung oder Scharfzeichnung.

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