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Systemkamera

Nikon D500 im Test: Performance und Bedienung

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Mit dem WR-R10 am Zubehöranschluss der D500 lässt sich das neue Speedlight SB-5000 per Funk auslösen und steuern. Die Vorblitzsteuerung im i-TTL-Verbund bleibt prinzipiell weiterhin möglich.

Für eine semiprofessionelle SLR schafft die D500 stattliche 10 B/s bei AF-Nachführung; die D5 kann 12 B/s und ohne AF sogar 14 B/s. Für lange RAW-Serien bis zu 200 sollte eine schnelle XQD-Karte im Spiel sein. Zum Umschalten zwischen Einzel- und Serienbildmodus dient ein Drehrad mit Arretierung links vom Sucherhügel. Bei der D500 gibt Nikon die Aufnahmezeit für 4K/UHD-Videos mit rund 30 Minuten an, für die D5 gilt eine Beschränkung auf 3 Minuten (was ein Software-Update noch ändern soll). Beide Kameras bieten auch die Möglichkeit, das unkomprimierte Videosignal über die HDMI-Schnittstelle auf einem externen Rekorder aufzuzeichnen - ohne Zeitlimit.

Stehen bei der D5 Stabilität und Tempo im Vordergrund, kann die D500 auf den integrierten Handgriff für Hochformataufnahmen verzichten und stattdessen ein bewegliches Display einbauen. Nach Drücken der Info- oder i-Taste wird der TFT-Monitor vollflächig für die Anzeige von Funktionsfeldern genutzt. Zugriff hat man auf jene Einstellungen, für die es auch eine Taste gibt, etwa Belichtungsprogramm, Belichtungsmessung, Bracketing, Bildqualität, Weißabgleich oder ISO. Einstellungen verändert man mit den Einstellrädern. Im Live-View-Modus werden Funktionsfelder am rechten Bildrand angezeigt. Einstellungen sind ausschließlich über ein Untermenü möglich. Im Live-View ist die "Splitscreen-Zoom-Ansicht" interessant: Sie ermöglicht den direkten Vergleich von zwei Motivausschnitten.

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Der TFT-Monitor ist wie bei der D5 touchfähig und lässt sich aus dem Gehäuse klappen. Ein praktisches Werkzeug ist der „Joystick“ (Sub- Wähler) am oberen rechten Monitoreck. Er lässt sich als Richtungsschalter oder – was besonders empfehlenswert ist – zum Anwählen von Autofokuspunkten verwenden.

Mit Tasten ist die D500 reich gesegnet: Es sind 25, wenn man die zentrale Bestätigungstaste des Multifunktionswählers und die Druckfunktion des "Joysticks" mitzählt. Glatt übersehen könnte man die Taste am AF-/MF-Umschalter vorne am Gehäuse: Man hält sie gedrückt, um mit einem Einstellrad den AF-Modus (AF-S/AF-C) und mit einem zweiten die AF-Feldkonfiguration zu wählen, während man durch den Sucher blickt. Was man vermisst, ist eine AF-Feld-Grafik am Monitor zum Einstellen. Zwei Funktionstasten (Fn1, Fn2) lassen sich frei belegen. Umdefinieren kann man auch andere Tasten wie die Abblendtaste (Pv), AFOn, BKT oder die Videostarttaste. Dabei hilft eine Gehäusegrafik am Monitor.

Bildqualität

Mit 21-MP-Sensor und Expeed-5-Bildprozessor erreicht die D500 bei ISO 100 die hohe Grenzauflösung von 1779 LP/BH, die bei ISO 400 um 100 LP/BH absinkt. Bis ISO 6400 beträgt der Auflösungsrückgang pro ISO-Stufe dann jeweils weniger als 60 LP/BH. Auch die DLWerte (high/low) beginnen bei ISO 100 relativ hoch (1105/990 LP/BH) und sinken pro ISO-Stufe kontinuierlich (ISO 6400: 620/363 LP/BH). Die Vollformatkamera D5 - ebenfalls mit 21-MP-Sensor - verbucht im Vergleich dazu ab ISO 800 Vorteile bei der Grenzauflösung wie bei den DL-Werten.

Bei Rauschen und Dynamik (9 Blenden) liegt die D500 bis ISO 1600 etwa auf dem Niveau der D5, mit deutlich mehr Texturverlusten. D500-JPEGs sollte man möglichst nicht über ISO 800 hinaus verwenden, während die D5 deutlich mehr Spielraum bietet. Ein Blick auf die D750 mit 24-MPSensor im Vollformat zeigt diese auf allen ISO-Stufen bis 3200 als Punktsieger. Andererseits erfordert die D750 größere, schwerere und teurere Objektive. Spannend wird, welche Qualitätsreserven die D500 bei externer RAW-Verarbeitung mobilisiert.

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