Systemkamera

Nikon D500 im Test: Autofokus und Belichtung

14.6.2016 von Karl Stechl

ca. 1:55 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
  1. Nikon D500 im Test: Was taugen 21-MP-Sensor, 4K-Video und Co?
  2. Nikon D500 im Test: Sucher und Monitor
  3. Nikon D500 im Test: Autofokus und Belichtung
  4. Nikon D500 im Test: Performance und Bedienung
  5. Nikon D500 im Test: Fazit
Nikon D500
Die Bedientasten auf der linken Seite ermöglichen in Verbindung mit einem Einstellrad Direktzugriffe auf elementare Funktionen. Über den Rändelring stellt man Arbeitsmodi ein (z. B. Einzel-/Serienbild, Selbstauslöser, Spiegelvorauslösung). Die Ansicht von oben zeigt auch, dass bei der D500 kein Ausklappblitz integriert ist.
© Nikon

Zu den herausragenden Merkmalen der D500 gehört das von der D5 übernommene Phasen-AF-Sensormodul Multi-CAM 20K, das zum Fokussieren einen eigenen Prozessor mobilisiert. Mit 153 Phasen-AF-Punkten, darunter 99 Kreuzsensoren, ist das System rekordverdächtig ausgestattet. Dass es für den Bildsensor einer Vollformatkamera konzipiert wurde, gereicht der D500 zum Vorteil: Im Vergleich zur D5 wird ein doppelt so großer Anteil des Sucherfelds von den AF-Sensoren abgedeckt. Die Empfindlichkeit des Messsystems reicht laut Hersteller von -4 bis +20 EV. Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit ist angenehm kurz: 0,22/0,23 s bei 300/30 Lux.

Von den 153 Messfeldern können Sie 55 (umschaltbar auf 15) direkt anwählen; die anderen verwendet die Kamera als Hilfssensoren für das 3D-Tracking, Nikons Variante der automatischen Motivverfolgung. Bei automatischer Messfeldsteuerung soll die Kamera das Hauptobjekt erkennen; Gesichter haben Vorrang. Bei dynamischer Messfeldsteuerung wählen Sie das Fokusmessfeld. Bei kontinuierlichem Autofokus (AF-C) stellt die Kamera mithilfe der benachbarten Fokusmessfelder scharf, wenn das Objekt kurzzeitig das zuvor gewählte Fokusfeld verlässt.

Nikon D500 Slot
Die D500 stellt zwei Speicherkarten-Slots bereit – der eine nimmt SD-Karten auf, der andere XQD-Medien, die beim Aufsaugen großer Datenströme (4K-Video, RAW-Serienbilder) von Vorteil sind.
© Nikon

Bei manueller Messfeldwahl besteht die Wahl zwischen Einzelfeld-AF und Messfeldgruppensteuerung (5 Punkte), wobei sich die zweite Variante bei Motiven als hilfreich erweist, die sich mit einem Messfeld schwer erfassen lassen. Zur Belichtungsmessung und Blitzsteuerung verwendet die D500 einen RGB-Sensor mit 180.000 Pixeln. Zur Belichtung stehen Programm-, Blenden- und Zeitautomatik sowie der manuelle Modus zur Verfügung. Für den Programmwechsel verwendet man die Mode-Taste links vom Dachkantprisma in Verbindung mit einem Einstellrad. Direkt neben der Mode-Taste befinden sich Tasten zum Einstellen von Belichtungsmessmethode, Weißabgleich und Bildqualität, ebenfalls in Verbindung mit einem Einstellrad.

Lesetipp: Nikon – Objektiv-Empfehlungen für Weitwinkel

Im Live-View-Modus, aktivierbar über die Lv-Taste, stellt die D500 mittels Kontrast-AF scharf. Man hat die Wahl zwischen Einzelbild-AF und kontinuierlichem Autofokus. Das Messfeld kann in zwei Größen variiert und auf jede Position im Bildfeld verschoben werden. Für Porträts und Gruppenaufnahmen lässt sich eine Gesichtserkennung aktivieren. Da der Kontrast-AF mit einer Sekunde Verzögerung ziemlich langsam arbeitet, empfiehlt er sich nur für statische Motive. Für die manuelle Fokussierung gibt es eine Lupe, jedoch kein Fokus-Peaking. Beim Filmen zieht der kontinuierliche Autofokus die Schärfe weitgehend zuverlässig, zum Teil aber etwas hektisch nach. Zur schnellen Verlagerung der Schärfe zwischen Vorder- und Hintergrund verwendet man den Touch-AF. Für Full-HD-Videos lässt sich ein elektronischer Bildstabilisator zuschalten.

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