Testbericht

Nikon Coolpix P80

18.8.2008 von Redaktion pcmagazin und Annette Kniffler

Der riesige Brennweitenbereich und die vielen manuellen Einstellmöglichkeiten lassen dem Fotografen Gestaltungsspielraum. Die Bildqualität verliert bei höheren ISO-Werten sichtbar, und die lange Auslöseverzögerung kostet die P80 schließlich den Kauftipp.

ca. 1:35 Min
Testbericht
  1. Nikon Coolpix P80
  2. Datenblatt
Nikon Coolpix P80 Front
Nikon Coolpix P80 Front
© Archiv

Nikon setzt den Preis für die Coolpix P80 zwar mit stolzen 409 Euro fest, tatsächlich geht sie aber derzeit für 370 Euro über die Ladentheke. Dafür bekommt der Fotograf ein Objektiv mit 27 mm weitwinkliger Anfangs- und 486 mm Telebrennweite (äquivalent Kleinbild). Außerdem gleicht ein mechanischer Bildstabilisator leichtes Zittern aus. Die Einstellmöglichkeiten entsprechen in etwa denen der über 100 Euro günstigeren Kodak Z1012 is. Allerdings bietet die P80 zusätzlich einen Sättigungs- und Kontrastregler. Außerdem lässt sie dem Fotografen die Wahl, ob er die interne Verzeichnungsreduktion verwenden oder lieber später mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbessern will. Da die meisten Kompakten diese Korrektur stillschweigend an jedem Bild vornehmen und wir die P80 für ihre Ehrlichkeit nicht bestrafen wollen, lassen wir die Korrektur während unserer Messungen aktiviert. Der Fotograf kann das Autofokusmessfeld auf 99 unterschiedliche Positionen verschieben, und beim manuellen Fokussieren unterstützt eine etwas zu kleine Lupenansicht in der Bildmitte. An sonnigen Tagen, wenn der 2,7-Zoll-Monitor an seine Grenzen stößt, übernimmt der hochauflösende Sucher. Damit die Nase dabei nicht das Display verschmiert, schützt eine verlängernde Kunststoffkappe. Man kann mit der P80 dank ihres ergonomischen Gehäuses und der sinnvoll platzierten Bedienelemente bestens einhändig fotografieren. Außerdem verarbeitet die P80 ihre Fotos vergleichsweise schnell. Unpraktisch: Nikon versteckt die Blitzlichtkorrektur auf der dritten Seite des Aufnahmemenüs und den Bildstabilisator im Setup-Menü, das sich nur nach Verlassen des Aufnahmemodus öffnet. Punktabzug gab's auch für die fehlende Verwacklungswarnung.

Nikon Coolpix P80 Rückseite
18fach-Zoom von Nikon: Die P80 kann eine üppige Ausstattung mit vielen manuellen Einstelloptionen vorweisen. Mit ihrem langsamen Autofokus verspielt sie jedoch die Empfehlung Megazoom.
© Archiv

Wie ihre Konkurrentin Z1012 is schafft die P80 nur eine leicht unterdurchschnittliche ISO-100-Auflösung. Im Vergleich zu ihr lässt sie aber bei ISO 400 deutlicher nach, im Tele und an den Bildrändern sogar auf 653 LP/BH. Nikons Superzoom rauscht mit 2 (ISO 100) bzw. 3,5 VN (ISO 400), was ziemlich genau die übergreifenden Mittelwerte trifft. Die liegen momentan bei 1,99 bzw. 3,72 VN und beziehen alle in den letzten Monaten getesteten Kompakten ein. Im Test neigte die P80 zu einem leichten Hang ins Grün und machte besonders im Standardbrennweitenbereich sichtbare Farbsäume. Dazu kommt ein langsamer Autofokus: Unter optimalen Bedingungen, also bei hellem Umgebungslicht und im Weitwinkel, braucht die Nikon 0,95 s zum Auslösen, sonst weit über 1 s.

Auflösungsdiagramm Nikon Coolpix P80
© Archiv

Nikon Coolpix P80

Nikon Coolpix P80
Hersteller Nikon
Preis 280.00 €
Wertung 57.0 Punkte
Testverfahren 1.4

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