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AV-Receiver

Lesertest von Niklas Börstinghaus

Wie könnten die Ferien besser starten als mit der Bestätigung, bei dem Lesertest mitmachen zu dürfen. Ein paar Tage musste ich mich noch gedulden, bevor der Surround-Receiver geliefert wurde. Das Paket ist recht groß, schwer und unhandlich, aber der Receiver ist gut geschützt in Styropor und einer Schutzfolie aufgehoben. Obenauf liegen noch zwei Antennen (AM-, FM-Radio), das Einmessmikrofon und die Fernbedienung mit Batterien, sowie die Bedienungsanleitungen und weitere Warnhinweise in mehreren Sprachen. Die Bedienungsanleitung aufgeschlagen und gelesen, was bei der Inbetriebnahme beachtet werden muss.

© Niklas Börstinghaus

Die Verpackung des Onkyo TX-NR646

Also alle Kabel von dem alten Surround Receiver (Onkyo TX-NR 616, der TX-NR646 ist das dritte Nachfolgermodell) abgemacht und an den neuen angeschlossen. Das System besteht aus dem 3D-FHD-Fernseher LG 42LM749S, dem 3D-Bluray-Player Samsung BD-ES6100, dem 5.1 Surround-Set Canton Movie 1050, einem Windows PC, einem Laptop und dem Android-Smartphone LG G2. Der Fernseher ist über einen der HDMI-Ausgänge (nur einer unterstützt HDMI-ARC) angeschlossen, der Bluray-Player an den vorgesehenen HDMI-Eingang, der Computer über HDMI und Cinch und die Lautsprecher an den 5 Lautsprecherklemmen und den Subwoofer-Ausgang.

Dazu noch die Radioantennen, die noch von dem alten Receiver verlegt waren und somit nicht nochmal ausgerichtet werden mussten, ein Netzwerkkabel und den Strom angeschlossen, schon konnte es an das Einrichten gehen. Dafür stellt man den Fernseher auf den Eingang des Receivers und schaltet diesen ein. Danach führt der TX-NR646 einen durch die wichtigsten Funktionen. Es wird alles verständlich erklärt und das System wirkt sehr ausgereift. Hierbei wird die Lautsprecher-Konfiguration abgefragt und man kann danach auch direkt das System einmessen. Dabei gibt jeder Lautsprecher nach und nach ein Rauschen von sich, das recht laut ist.

© Niklas Börstinghaus

Unboxing: Onkyo TX-NR646

Danach muss man kurz warten (in meinem Fall nur etwa 1 Minute) bis der Receiver alles berechnet hat und kann zu den nächsten Menüschritten gehen. Dort kann man noch die Quellenanschlüsse überprüfen, wobei die jeweilige Quelle angeschaltet sein muss. Danach lässt sich die Fernbedienung noch programmieren. Wenn man das Einmessen, die Quellenwahl und die Fernbedienungsprogrammierung später durchführen möchte, ist dies auch möglich. Nach der Erstinstallation kann man direkt anfangen Musik zu hören. Ein Firmware-Update war nicht notwendig, da das Gerät bereits das aktuelle Betriebssystem besitzt.

Endlich konnte man die Musik genießen. Das Handy schnell über Bluetooth mit dem Receiver verbunden und das Hörerlebnis nahm seinen Lauf. Aus dem Staunen kam ich erst wieder raus, als das Album zu Ende war. Schon mein alter Surround-Receiver hatte einen beeindruckenden Klang in meinen 12 m² Raum gebracht, doch dass das Nachfolgermodell so viel besser klingt, hatte ich nicht erwartet. Die Instrumente bei "Angel in Blue Jeans" von Train bewegen sich in dem ganzen Raum. Darüber schwebt die Stimme, die von allen Wänden zurückschallt (so wirkt es zumindest). Darunter fügt sich der Bass nahtlos ein und die Gitarrenseiten werden sanft gezupft wiedergegeben. Der Anfang ist so zart, dass man einfach dahinschmelzen muss. Auch andere Lieder und Genres klingen überzeugend, doch mehr dazu gibt es im nächsten Artikel, wenn ich alles einmal gehört habe.

© Niklas Börstinghaus

Unboxing: Inhalt des Pakets

Die Funktionen und Anschlüsse des Receivers sind phänomenal. Anschlüsse gibt es en masse. Acht HDMI-Eingänge (davon einer vorne) und vor allem zwei HDMI-Ausgänge reichen für die meisten Heimkinos aus. Dabei unterstützen alle Eingänge 4K mit bis zu 60Hz und HDCP 1.4. Die ersten drei Eingänge unterstützen HDCP 2.2, und auch bei 50/60Hz 8-16 Bit Farbtiefe. Die anderen Eingänge (inklusive dem an der Frontseite des Gerätes) unterstützen nur eine Farbtiefe von 8 Bit bei 60Hz. Es ist zwar schade, dass nicht alle Eingänge die maximale Qualität unterstützen, aber für mich ist die Ausstattung völlig ausreichend. Eine Upscaling-Funktion ist nicht vorhanden, kann aber auch von einem Fernseher oder Bluray-Player übernommen werden.

Analoge Audioeingänge gibt es auch genug. 7 Cinch-Eingänge und ein Phonoeingang sollten für ein Heimkino mehr als genug sein. Für die Audioausgabe gibt es 9 Lautsprecherklemmen, wobei höchsten 7 gleichzeitig nutzbar sind. Das heißt man kann höchstens 7 Lautsprecher in allen möglichen Konfigurationen anschließen (z.B. 5.1.2, 7.1, 5.1 und eine zweite Zone, usw.). Will man 7 Lautsprecher anschließen und noch eine zweite Zone haben, kann man die Pre-outs verwenden, die in 2.1 Ausführung vorhanden sind. Andere Anschlüsse sind noch die Radioantennen, Ethernet (nur für Internet), Remote Control, USB-A-Eingang, sowie Kopfhörer-Ausgang und Einmessmikrophon an der Frontseite. Schade ist, dass es keinen USB-Eingang mehr vorne am Gerät gibt, der sehr praktisch für USB Sticks oder IPods wäre.

© Niklas Börstinghaus

Anleitung für den Onkyo TX-NR646

Das Problem kann man aber schnell durch eine USB-Verlängerung lösen. Alle Anschlüsse sind farblich gekennzeichnet (wie z.B. Rot und Schwarz für + und - bei den Lautsprecherklemmen) und die Schrift für den Namen der Eingänge sind gut lesbar, solange man genug Licht hat. Die farbliche Kennzeichnung der Lautsprecherklemmen für die einzelnen Kanäle (wie bei dem Onkyo TX-NR616) gibt es nicht mehr. Die Anschlüsse sind gut verarbeitet und gut erreichbar, auch wenn man aufgrund der Aufstellung und der Länge der Kabel die Anschlüsse nur recht schlecht erreicht. Allerdings könnte der Abstand der Lautsprecherklemmen vertikal größer sein, da man sie so schlecht aufgedreht bekommt, wenn man nur wenig Platz hat.

© Niklas Börstinghaus

Der verkabelte Onkyo TX-NR646.

Mit Airplay, WLAN und Bluetooth hat man auch "moderne" Anschlussmöglichkeiten. Die Verbindungen klappen einwandfrei und sind schnell eingerichtet. WLAN habe ich noch nicht ausprobiert, ist aber bei mir eher schlecht, da die WLAN-Verbindung auch sonst schon recht überlastet ist. Über LAN konnte ich eine einwandfreie Verbindung zu einem QNAP NAS herstellen, auf dem meine ganze Musik gespeichert ist. Diese wird in der Auflösung abgespielt, wie sie vorliegt, was bei meinen CDs eine Datenrate von 529 kbps entspricht (16bit/44.1khz). Über das Heimnetzwerk kann man den TX-NR646 auch per App (für iOS und Android erhältlich) bedienen.

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