Testbericht

Neuerungen des DMR-BS785

1.10.2010 von Roland Seibt

ca. 1:40 Min
Testbericht
  1. Panasonic DMR-BS785
  2. Neuerungen des DMR-BS785

Aufgenommen oder versetzt

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Beim Öffnen der großflächigen Frontklappe zeigt sich bereits, dass der Panasonic mehr unter der Haube hat, als der schlichte Rekorder auf den ersten Blick preisgibt. Er nimmt über USB-Anschluss, SDXC-Slot, DV -Eingang und Videobuchsen fast alles an Filmmaterial entgegen, was Camcorder jeglichen Alters sowie neue Medien zu bieten haben.
© Video Homevision

Eine der Neuerungen des DMR-BS785 ist die Funktion "Rewind Live-TV". Wurde das laufende Programm früher (beim DMR-BS850) per Druck auf die Pause-Taste angehalten und aufgezeichnet, so ist es bei den neuen Modellen zusätzlich möglich, die Festplatte ständig im Hintergrund aufnehmen zu lassen. Vorteil: Man kann sofort im laufenden Programm zurückspulen.

Die Timer-Programmierung über den elektronischen Programmführer (EPG) klappt exzellent. Ebenfalls gut gelöst sind das Schneiden und Archivieren.

Bei den Filmzuspielungen wurden neben den analogen Video-Varianten (Video, S-Video und RGB-Scart) auch DV- und SD-Festspeicherkameras bedacht. Während DV wie üblich umgewandelt wird, können SD-Kameras ihre MPEG-2-Aufnahmen per USB oder SDXC-Slot auf die Festplatte kopieren. Dort landen auch hochauflösende AVCHD-Filme und der DMR-BS 785 kann diese im Gegensatz zum Vorgänger auf DVDs brennen.

Der SDXC-Slot ist eines der Ausstattungs-Updates gegenüber dem Vorgänger, der nur SDHC anbot. Der leise Lüfter wurde ins Gehäuse versetzt.

Ebenfalls aufgewertet wurde die sehr gute DLNA-Server-Funktion. Mit ihr lassen sich jetzt HDTV- und SDTV-Aufnahmen über das Netzwerk an hochwertige DLNA-kompatible Abspielgeräte (wie PC, Blu-ray-Player, TV, Konsole oder Netzwerk-Player) schicken.

So kann man im Schafzimmer die (nicht kopiergeschützte) Aufnahme weiter anschauen, mit der man im Wohnzimmer begonnen hatte. Das "Servieren" klappt nun auch von JPG-Fotos, die auf der Festplatte des Panasonic verwaltet werden können.

Die letzte Neuerung ist die Bildaufbereitung. Der Generationswechsel bringt hauptsächlich eine feingliedrigere Farbaufbereitung und somit ein besseres Bild bei der Wiedergabe mit.

Leider nicht überarbeitet wurden die ab und zu zähe Menübedienung und die Senderwahl. Und wir vermissen 3D. Funktionen wie CD-Ripping mit Info-Datenbank, HDMI-Gerätesteuerung (Viera Link), BD-Live und den Zugriff auf das Internet-Portal Viera Cast haben sich die Entwickler natürlich nicht nehmen lassen.

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Aus dem Messlabor
© Video Homevision

Saubere Farben

Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Bildaufbereitung aufgewertet, was sich in einer besseren Glättung feiner Farbnuancen äußert. Die Farbwerte werden präziser den doppelt so hoch aufgelösten Helligkeitsanteilen zugeordnet - sowohl bei Blu-ray (oben) als auch bei hoch skalierter DVD (unten). Aufnahmen gelingen konkurrenzlos gut.

Fazit

Viele User betrachten 850 Euro noch als zu hohen Preis für einen Rekorder. Bedenkt man jedoch, welchen Gerätepark der DMR-BS785 ersetzt, wird er zum Schnäppchen. Er bietet insgesamt mehr Funktionen, die leichter bedienbar sind, in besserer Qualität als seine vermeintlichen Bestandteile Set-Top-Box, Blu-ray-Player, Festplatten-Rekorder, Medien-Server und Disk-Brenner.

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