Arcade-Rennspiel

Need for Speed Heat im Test: Endlich wieder ein gelungenes NfS

4.12.2019 von The-Khoa Nguyen

Need for Speed Fans waren zuletzt nicht gerade die zufriedensten Fans. Das könnte sich mit Need for Speed Heat wieder ändern. Wir machen den Test.

ca. 3:05 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Need for Speed: Heat im Test
Need for Speed Heat bietet illegale Rennen bei Nacht ...
© EA
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Pro

  • Umfangreiches Tuning-System
  • Tolles Handling
  • Tag und Nach Wechsel
  • Unterschiedliche Renntypen
  • Enormer Spielumfang

Contra

  • Generische Spielwelt
  • Überflüssige Story ohne Witz

Fazit

Need for Speed Heat macht echt was her. Endlich mal wieder!


Gut

Mit Need for Speed Payback vor rund zwei Jahren wurde der Tiefpunkt der Need for Speed Serie erreicht. Nicht nur Spiele-Redaktionen, sondern vor allem die Fans waren tief enttäuscht von der Umsetzung. Man gönnte der Serie eine Pause und beauftragte Ghost Games mit der Entwicklung von Need for Speed Heat. Ein gute Entscheidung, wie sich jetzt herausstellte. Denn Need for Speed Heat stellt Arcade-Racing-Fans wieder zufrieden – mit einem frischen Gameplay-Ansatz und einem so wohl noch nie gesehenen Tuning-System. Doch es gibt auch Macken.

Need for Speed Heat im Test: Die Nacht zum Tag machen

Entscheidend und am auffälligsten ist das neue Tag-Nacht-System von Need for Speed Heat. Denn daraus resultieren unterschiedliche Rennen. Am Tag sind wir mit unserem Wagen auf legalen, abgesteckten Kursen unterwegs und verdienen uns Geld, das wir umgehend ins Tuning unserer Autos investieren. Am Tag lassen uns die Cops in der offenen Spielwelt relativ viel durchgehen. Das ändert sich schlagartig in Nachtrennen.

Hierbei handelt es sich um klassische, illegale Straßenrennen, in denen wir im Reputationslevel aufsteigen. Zeitgleich schalten wir so neue Komponenten oder Autos frei. Herausfordernd: In der Nacht sind die Cops besonders aggressiv. Bei Sichtkontakt gehen die Sirenen an und wir werden verfolgt. Das Tag-Nacht-System ist herrlich gelungen und motiviert ungemein. Stets ist man geneigt, ein weiteres Rennen anzuwählen, nur um im Reputationsrang zu steigen, neue Teile freizuschalten oder Wagen. Ein tolles, neues Gameplay-Feature.

Need for Speed: Heat im Test
... und u.a. legale Rennen bei Tageslicht.
© EA

Need for Speed Heat: Tuning hui, Grafik naja …

Optisch hingegen macht Need for Speed Heat nicht die gute Figur wie die eines Forza Horizon 4 beispielsweise. Dafür wirkt die Spielwelt zu wenig glaubhaft, zu austauschbar. Zwar gibt es von Stränden über Innenstädte bis hin zu Bergen so ziemlich alles, was es braucht, doch der optische Funke will einfach nicht überspringen. Alles wirkt lieblos und generisch. Nachts sieht Need for Speed Heat aufgrund zahlreicher Lensflares und anderer Lichteffekte übrigens besser aus als tagsüber.

Deutlich besser wird es, wenn wir uns im Tuning-System befinden. Die hervorragenden Fahrzeugmodelle, die realistischen Spiegelungen, die Fülle an kleinsten Details – das beeindruckt. Genauso beeindruckt der Umfang des Systems. Insgesamt können wir aus mehr als 120 Fahrzeugmodellen wählen und diese bis zur Unkenntlichkeit tunen. Wir können den Sound beeinflussen, die Lackierung, die Breite und Typen der Schweller, die Tiefe der Karosserie und so weiter und so fort. Seit Need for Speed Underground hatten wir nicht mehr so viel Spaß, unser Auto optisch und leistungstechnisch zu verändern.

Need for Speed Heat im Test: So macht Fahren Spaß

Hinsichtlich des grundsätzlichen Gameplays bleibt zuerst einmal folgendes festgehalten: Need for Speed Heat richtet sich weiterhin an Arcade-Fans. Simulations-Anhänger sollten keinerlei Realismus erwarten. Das Schadenssystem ist beispielsweise zu vernachlässigen. Mit vollem Tempo gegen ein stehendes Hindernis fahren? Kein Problem. Dafür überzeugt das Handling der Autos. Anfangs mag sie durchaus schwammig wirken, doch je mehr wir unser Auto tunen, je besser wir es machen, desto eingängiger wird die Steuerung. Das haben die Entwickler überraschend gut gemacht. So macht Need for Speed Heat wirklich Spaß.

Need for Speed: Heat im Test
In der Garage tunen und designen Sie Ihren fahrbaren Untersatz. Es gibt Unmengen von Einstellungsmöglichkeiten.
© EA

Es gibt jedoch einen Wermutstropfen. Die Story. Sie ist so banal, so abgedroschen und überdreht, dass es leider keinen Spaß macht, dieser zu folgen. Es ist die typische Coole-Sprüche-Newcomer-Story mit korrupter Polizei, aufreizenden, leichtbekleideten Frauen und aufgemotzten Karren. Eigentlich alles, was einen guten "Fast & Furious"-Teil ausmachen würde, allerdings ohne den Witz und die teilweise äußerst gelungenen Dialoge des Filmvorbilds.

Need for Speed Heat im Test: Fazit

Endlich! Endlich gibt es wieder Hoffnung am Rennspiel-Horizont. Need for Speed Heat ist zwar keine eierlegende Wollmilchsau, aber es ist ein wirklich spaßiges Racing-Game. Das Tuning-System beeindruckt, das Gameplay funktioniert. Allein Optik und Story enttäuschen mäßig bis sehr. Denn mit einer gelungenen Story, wäre noch mehr drin gewesen.

Beispiel gefällig? Wir können aus 12 unterschiedlichen Charakteren wählen und diesen jederzeit ändern. Ohne, dass sich diese Entscheidung auf das Spiel auswirken würde. Warum nicht mal wenige, unterschiedliche Charaktere mit eigenen Story-Lines, die am besten auch noch über das Niveau eines B-Movies hinaus kommen? Nur eine Idee. Aber kauft man Need for Speed wirklich wegen seiner Story? Wohl kaum. Daher kommt hier die unbedingte Empfehlung, Heat eine Chance zu geben.

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