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Testbericht

NAD T 748 im Test

Im Test zeigt der NAD T 748, das er klanglich sowohl Stereo- als auch Surround-Fans zu beeindrucken weiß.

© Archiv

NAD T748

Pro

  • authentischer, mitreißender Klang
  • ansprechende Verarbeitung

Contra

  • spartanische Menüs
  • kein Netzwerk-Anschluss

Was auf den ersten Blick wie Kunststoff aussieht, ist solides Metall: Damit liegt der Lautstärkeregler des T 748 satt in der Hand und die graue Frontplatte fühlt sich edel an. Die Übersetzung des Lautstärkepotentiometers gelang den Außenseitern im AV-Bereich ebenfalls überzeugend.

NAD T 748 im Test: Ausstattung

Die Ausstattung und vor allem die Tasten an der Frontplatte beschränken sich auf das notwendige Minimum. Allerdings lässt sich die Ausstattung - wie vom Autokauf bekannt - gegen Aufpreis erweitern. Wer einen iPod anschließen will, benötigt die optionale Docking-Station IPD 2 für 150 Euro. Ein DAB-Empfänger vom Typ NAD DB 2 kann für 250 Euro über die Schnittstelle integriert werden.

Einen Netzwerk-Anschluss hat der NAD nicht an Bord, weil er nach Ansicht der Ingenieure im Blu-ray-Player sinnvoller ist. Dazu muss der Besitzer großzügig über reichlich altbackene und im Aufbau relativ langsame monochrome Menüs mit eigener, allerdings leicht durchschaubarer Bedienlogik hinwegsehen.

NAD T 748 im Test: Aufputschmittel für guten Raumklang

Auf der Haben-Seite verbucht der Receiver von Querdenkern für Querdenker eine ganze Reihe von "Aufputschmitteln" für guten Raumklang. Aus Stereoquellen generiert die NAD-eigene EARS-Technologie ein Mehrkanal-Audio-Signal, doch Dolby ProLogic IIx ist ebenfalls vorhanden.

Vor allem geht es auch umgekehrt: Mit Dolby Virtual lassen sich Surround-Aufnahmen über übliche Stereoboxen wiedergeben. Das ist konsequent, weil der T 748 mit seinen spärlichen Anschlüssen ohnehin nicht die Hardcore-Heimkino-Besitzer anspricht.

Klanglich ist der graue "Wolf im Schafspelz" geeignet, sowohl Stereo- als auch Surround-Fans zu beeindrucken. Wer mit dem NAD Musik hört - egal, in wie vielen Kanälen - stellt schnell fest, dass der Fuß zum Mitwippen neigt. Timing, Klangfarben und Bass-Qualität sind die Stärken des Spartaners.

Wenn der NAD Applaus auf guten Live-CDs wiedergibt, schaut man unweigerlich nach, ob nicht versehentlich eine Surround-Funktion aktiviert ist - so plastisch und raumfüllend wirkte die Stereo-Wiedergabe.

NAD T 748 im Test: Fazit

Dafür schien der Konzertsaal mit Surround-DVDs und -Blu-rays etwas kompakter zu sein als bei vielen Rivalen. Wem die Klangfarben des Tenor-Saxofons oder des Klaviers auf Peter Cincottis Live in New York wichtiger sind als riesige Räume und ultimative Transparenz, dem dürfte die körperhafte, homogene Performance des T 748 den Verzicht auf das ein oder andere Ausstattungsdetail versüßen. Aber der NAD ist kein Receiver für jedermann.

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