Smartwatch

Mobvoi TicWatch Pro 4G LTE im Check

Die TicWatch Pro 4G LTE wartet mit einer eingebauten eSIM auf, was die schlaue Uhr unabhängig vom Smartphone macht. Was das bringt, zeigt unser Check.

© Mobvoi

Pro

  • AMOLED-Display (400x400px)
  • Google Wear-OS
  • Verarbeitung

Contra

  • Etwas veralteter Prozessor (Snapdragon Wear 2100)
  • eSIM derzeit nur mit Vodafone nutzbar
  • Lautsprecher klingen etwas blechern

Fazit

PCgo Check! "gut": Die TicWatch Pro 4G LTE eignet sich gut für mobile und sportliche Nutzer.
Gut

Telefonieren und SMS funktioniert bei vielen smarten Uhren nur über ein gekoppeltes Smartphone. Nicht so bei der TicWatch Pro 4G LTE: Eine eingebaute eSIM macht die Uhr unabhängig vom Telefon.

Das funktioniert derzeit allerdings nur mit Vodafone. Je nach Tarif können dafür zusätzliche Kosten anfallen.

Im Test klappte die Installation problemlos, Anrufe im Freisprechmodus sowie SMS konnten wir alternativ mit der Uhr tätigen. Das Mobiltelefon kann also zu Hause bleiben und darf sogar ausgeschaltet sein. Das macht die Uhr etwa für Sportler interessant, sie unterwegs erreichbar sein wollen…

TicWatch Pro 4G LTE im Check: Technische Details

Die TicWatch Pro 4G LTE ist eine überarbeitete Version der TicWatch Pro, die wir bereits im Herbst 2019 im Check​ hatten. Bei der CPU setzt Mobvoi nach wie vor auf die etwas ältere Snapdragon Wear 2100-Plattform. Allerdings stehen in der 4G LTE-Version der Watch mit 1 GByte jetzt doppelt so viel Arbeitsspeicher zur Verfügung wie bei der bisherigen Version der Uhr.

© Mobvoi / Bild & Montage: PCgo

Um die Batterie zu schonen schaltet die TicWatch vom AMOLED-Modus (links) automatisch auf ein sparsames LC-Display (rechts) um.

Den Stromhunger des Snapdragon Wear 2100 trickst Mobvoi durch ein cleveres Dual-Display aus. Um die Batterie zu schonen schaltet die TicWatch vom schicken AMOLED automatisch auf ein sparsames LC-Display (FSTN) um.

Wenn man die Uhr zu sich neigt, schaltet sie automatisch wieder zurück. Auf Wunsch kann man sie auch so konfigurieren, dass die Umschaltung nur beim Antippen des Displays erfolgt.

Das AMOLED-Display bietet mit 400x400 Pixeln eine etwas höhere Auflösung als eine Apple Watch. Das Display der TicWatch ist auch im Freien gut zu erkennen.

TicWatch Pro 4G LTE im Check: Praxis

Die TicWatch verwendet Wear OS als Betriebssystem, entsprechend stehen viele mobile Apps aus dem Google-Universum zur Verfügung. Auch mobiles Bezahlen mittels Google Pay oder die Unterstützung von Google Assistant konnten wir auf der Uhr einfach nutzen. Telefonieren und Chatten mit WhatsApp war jedoch nicht möglich, da sich keine App für WhatsApp auf der Uhr installieren lies.

Trotz des "betagten" Snapdragon Wear 2100 klappte die Bedienung meist flüssig, nur gelegentlich störten leichte Verzögerungen. Der neue Snapdragon 3100 hätte der Uhr aber sicher besser gestanden.

Am Ende eines Tages fiel der Akku in unserem Check oft unter 50 Prozent, besonders bei aktiviertem Mobilfunk, so dass wir um das tägliche Aufladen nicht herumkamen. Vermeiden lies sich das nur, wenn wir die Uhr öfters in den Flugmodus versetzten.

© Mobvoi

In der TicWatch Pro 4G LTE sind zwei technisch unterschiedliche Displays sind in Schichten verbaut.

Ein weiterer Stromspartrick dieser TicWatch ist das schon erwähnte Doppeldisplay, s. Foto oben. Die sparsame FSTN-Ansicht zeigt allerdings nur grundlegende Informationen wie Datum, Uhrzeit, Herzschlag, Schritte oder den Ladezustand des Akkus an.

Versetzt man die Uhr in diesen „wesentlichen Modus“ spart das Strom, so dass man im Idealfall mehrere Tage ohne Steckdose auskommt. Die Nutzung von Apps und das Telefonieren ist im wesentlichen Modus allerdings nicht möglich.

TicWatch Pro 4G LTE im Check: Fazit 

Die TicWatch Pro 4G LTE ist ein eleganter Chronograph mit Google Wear OS. Dank eingebautem GPS-Tracker, Herzfrequenzmesser, Schlafüberwachung und eSIM eignet sich die Smartwatch gut für mobile und sportliche Nutzer. Das duale Display ermöglicht praxistaugliche Akkulaufzeiten.

© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Die Mobvoi TicWatch Pro 4G LTE errang in unserem Praxis-Check die Note "gut". Nachzulesen auch in der PC-Zeitschrift PCgo Ausgabe 3/2020.

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