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Testbericht

Mitsubishi HC 3900

Duales System

Mit dem HC 3900 kreuzt Mitsubishi die Fähigkeiten aus der Datenprojektion mit den Tugenden eines Heimkino-Projektors. Dieser Full-HD-DLP-Beamer leuchtet sehr hell.

© Archiv

Der Mitsubishi HC 3900

Der kleine Mitsubishi HC 3900 mit der mächtigen Lichtausbeute wirkt kompakt. Das Heimkino-Glanzschwarz seines Gehäuses macht ihn chic und dennoch unauffällig, aber auch zum Staubmagneten. Der Projektor verwendet das Signal Processing und den Großteil der Hardware wie das Gehäuse und das Objektiv des rein fürs Heimkino gedachten HC 3800, nur dass er dank einiger Tricks aus der Datentechnik auf deutlich mehr Helligkeit getrimmt wurde.Diese erstaunliche Lichtausbeute, seine Maße und die einfache Handhabung prädestinieren ihn für den mobilen Einsatz und den Betrieb in nicht komplett verdunkelten Räumen. Da er mit seiner Helligkeit in Verbindung mit dem knackscharfen Full-HD-Bild auch sehr große Flächen auszuleuchten vermag, eignet er sich auch für Heimkinos mit Leinwänden jenseits der drei Meter, auf denen sich typische Heimkino-Beamer mit finsterem Bild schwertun.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist eine normalgroße graue oder schwarze Leinwand. Auf dieser kann er auch bei viel Streulicht ein knackig kontrastreiches Bild erstrahlen lassen, während andere Beamer "verhungern" würden. Der Trick dabei: Ein Farbrad mit nur fünf Segmenten - Rot, Grün, Blau, Weiß und Gelb - erzeugt mit etwas verringerter Drehzahl mehr Durchlässigkeit, so dass sich die Helligkeit auf der Leinwand vervielfacht.

Nun liegt es am Signal Processing, dafür zu sorgen, dass das Bild ruhig und farbig bleibt. Und genau das hat Mitsubishi im Griff: Zum einen lässt sich der Einsatz des Weiß-Segments in zehn Stufen regeln und zum anderen auf "Automatik" stellen, wobei der Projektor dann abhängig vom gewählten Bildmodus selbst zwischen maximaler Farbtreue, -sättigung und Lichtausbeute dosiert.

Testprofil

MitsubishiHC3900
mitsubishi-evs.de
2.200 Euro

LCD-Projektor

Weitere Details

71 Prozent

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Und das macht er gut, denn die Automatik regelt bis zur Stufe "7" rauf und erst darüber kommt es zu sichtbaren Übersteuerungen und bleichen Stellen im Bild, so dass man mit der hellen Lampenstufe "Standard" selbst bei viel Umgebungslicht Fußballspiele gut verfolgen kann. Das Objektiv ist nicht ganz so weitwinklig wie beim Epson, aber zum Wii-Spielen hinter dem Projektor genügt das allemal.

Die Signalverarbeitung liefert knackscharfe Bilder, weil vor allem der integrierte Scaler sehr fein arbeitet. Allerdings könnte der De-Interlacer bei 576i etwas leichter in den Filmmodus einrasten, bei 1080i funktioniert er tadellos. Die WM-Spiele sollten also mit dem Mitsubishi-Projektor knackig herüberkommen.

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