Gaming PC

Medion Erazer Bandit E10 im Test

Hochgerüstete Gaming-Boliden sind für viele Spiele-Fans schlicht zu teuer. Was ein vergleichsweise preiswerter Gaming-PC wie der Medion Erazer Bandit E10 drauf hat, zeigt Ihnen dieser Test.

© Josef Bleier

Medion Erazer Bandit E10 im Test

Pro

  • Leise
  • Sparsam
  • Büro geeignet
  • DVD-Brenner, Maus & Tastatur im Lieferumfang

Contra

  • Bei WQHD-Auflösung geht die Performance sehr deutlich herunter

Fazit

PC Magazin Testergebnis: befriedigend; Preis/Leistung: sehr gut
58,0%

Nach oben hin kennen Gaming-PCs im Grunde kaum eine Preisgrenze. Wer das Neueste vom Neuen haben möchte, der kann locker einen hohen vierstelligen Eurobetrag investieren.

Das kann und will jedoch bei weitem nicht jeder Spielefan tun, und so gibt es nicht zufällig einen großen Bedarf für Rechner wie den Erazer Bandit E10 von Medion, der mit voller Ausstattung für gerade einmal 780 Euro über die Ladentheke geht.

Die Ausstattung ist auf den ersten Blick schon einmal sehr ordentlich: Neben einer NVMe-SSD mit 512 GByte Kapazität kommen zeitgemäße 16 GByte RAM zum Einsatz.

Der Prozessor, ein Core i5-10400 von Intel mit Comet-Lake-Architektur, besitzt sechs Kerne und liefert im Turbo-Modus bis zu 4,3 GHz. Und dann wäre da noch die Grafikkarte, eine GTX1650, die mit ihrer Leistung eher zur Einstiegskategorie gehört und damit bereits vordefiniert, wofür sich der Bandit E10 letztlich eignet und für was eher weniger.

All das steckt in einem soliden und qualitativ durchaus ansprechenden Gehäuse mit praktischem Tragegriff an der Oberseite, dessen obligatorische Beleuchtung an der Front sich über einen Schalter steuern und deaktivieren lässt.

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Für HD-Gaming geeignet

Um es vorweg zu sagen: Wer einen 4KMonitor besitzt und darauf die aller neuesten 3D-Spiele zocken möchte, der liegt beim Bandit E10 falsch. Stattdessen liefert die Grafikkarte lediglich an HD-Monitoren genügend Leistung für eine flüssige Darstellung, wie die Ergebnisse, zum Beispiel im Benchmarktest Final Fantasy XV, beweisen.

So sind die 3686 Punkte im HD-Test durchaus akzeptabel, doch bereits bei WQHD-Auflösung geht die Performance sehr deutlich in die Knie. Darüber hinaus ist mehr oder weniger eine Diashow angesagt. Nichts anderes ist allerdings auch zu erwarten, wenn der Preis für einen kompletten Gaming-Rechner bei etwa 800 Euro liegt.

Zum Vergleich: Eine aktuelle Geforce RTX 3070 kostet in etwa genauso viel. Dafür hat der Bandit E10 allerdings eine ganze Reihe anderer Vorteile im Vergleich zu seinen wesentlich teureren Artgenossen. Da wäre zum Beispiel der niedrige Stromverbrauch zu nennen, der selbst beim Gaming nur selten über 100 Watt hinausgeht und damit um mehr als 200 Watt unter dem liegt, was Hochleistungsboliden benötigen.

Im Betrieb ist der Bandit angenehm leise, und da sich die Beleuchtung auf Knopfdruck ausschalten lässt, macht der PC auch im seriösesten Büro einen guten Eindruck. Erfreulich: Tastatur und Maus sind dabei, und selbst ein DVD-Brenner ist an Bord.

Details: Medion Erazer Bandit E10

  • Preis/Leistung: sehr gut
  • CPU: Intel Core i5-10400 / 2,9 bis 4,3 GHz
  • RAM: 16 GByte DDR 4
  • Grafikkarte: Nvidia GTX1650
  • Festplatte: 512 GByte NVMe (Adata)
  • Betriebssystem: Windows 10 Home

© PC Magazin / Weka Media Publishing GmbH

PC Magazin Testnote: befriedigend

Fazit

Wer nur auf HD-Displays spielt und kein Vermögen für einen spieletauglichen Rechner ausgeben möchte, der ist mit dem Bandit gut bedient. Der PC ist leise und sparsam und auch fürs Büro geeignet.

Benchmarks: Medion Erazer Bandit E10

  • 3D Mark Fire Strike: 7959 Punkte
  • Rise of the Tomb Raider: 67 fps
  • PC Mark 10 (Works): 5434 Punkte
  • Cinebench R15: 1313 Punkte
  • SSD sequenzielles Lesen: 808 MByte/s

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